5 Rappen

30. Oktober 2018 10:56; Akt: 30.10.2018 15:21 Print

Jetzt kosten Plastiksäckli auch am Kiosk

Nach Coop und Migros führt auch Kiosk-Betreiber Valora eine Gebühr auf Plastiksäckchen ein.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bereits 2016 haben die grossen Detailhändler Migros und Coop eine Gebühr für Plastiksäckchen eingeführt. Nun zieht mit dem Kiosk-Betreiber Valora ein grosser Mitbewerber nach. Plastiksäckchen sollen dort ab November 5 Rappen, kleine Papiertaschen neu deren 20 und grosse Papiertaschen 30 Rappen kosten.

Umfrage
Verwenden Sie noch Einweg-Plastiksäckli?

Ziel der Gebühr für Säckchen und Taschen sei eine Reduktion des Abfalls, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Den Verkaufserlös werde Valora einmal im Jahr für einen guten Zweck spenden. Betroffen von der Massnahme seien sämtliche Schweizer Verkaufsstellen, darunter die Geschäfte von K Kiosk, Press & Books sowie Avec.

Der Wechsel hin zu kostenpflichtigen Säckchen im Schweizer Detailhandel erfolgte in den vergangenen Jahren nicht ganz freiwillig. So hatten Migros und Coop die Gebühr von 5 Rappen auf Druck der Politik eingeführt. Dafür verzichtete das Schweizer Parlament 2016 auf ein Verbot von Wegwerf-Plastiksäckchen.

Auch Nestlé zieht mit

Konsequent umgesetzt ist die neue Gebühr bei den beiden grossen Detailhändlern allerdings noch nicht. Teilweise gibt es bei kleineren Retail-Formaten nach wie vor Gratis-Säckchen. Weiterhin kostenlos sind die Plastikbeutel ausserdem für Früchte und Gemüse im Offenverkauf.

Die Ankündigung von Valora, den Konkurrenten Coop und Migros nachzuziehen, erfolgt nur einen Tag nachdem auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé bekanntgegeben hatte, dass er das Plastik-Abkommen «New Plastics Economy» der Ellen MacArthur Stiftung und der UNO unterzeichnet hat. Mit diesem verpflichten sich Firmen, zur Verminderung des Plastik-Abfalls beizutragen.

Laut Mitteilung vom Montag will Nestlé bis 2025 sämtliche Wegwerfpackungen ersetzen. Neben dem Schweizer Konzern haben 250 weitere Unternehmen und Organisationen das Abkommen im Rahmen der zurzeit stattfindenden «Our Ocean»-Konferenz auf Bali unterzeichnet. Darunter befinden sich etwa Mars, L'Oréal, Unilever und Coca Cola.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fh am 30.10.2018 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewinnmaximierung

    Ziel ist NICHT die Reduzierung des Abfalls. Hier gehts nur um Gewinnmaximierung. Ehrlicher wäre, gar keine Säcke und Taschen mehr anzubieten.

    einklappen einklappen
  • Zahler am 30.10.2018 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Danke liebe Politik

    Na damit wird sicherlich die Welt gerettet.

    einklappen einklappen
  • Gordon am 30.10.2018 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    warum ?

    Einfach Frechheit , warum bietet man allgemein einfach keine Plasticksäckle mehr an und Punkt ...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sugus am 01.11.2018 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Plastiksäckli

    Die sollten nicht kosten, die gehören abgeschafft!!!

  • Luz Erner am 31.10.2018 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig...

    wenn die säckli kosten, dadurch wird ja der plastikmüll nicht weniger! und die säckli und röhrli verbieten ist ja nur ein kleiner tropfen. statt glas und blechcontainer sollten heute plastikcontainer zum sammeln aufgestellt werden. denn ich denke es wird munter weiter plastik produziert...

  • Schoggi am 31.10.2018 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bald ist Weihnachten :-)

    Und wenn man die geschenkte Pralinenschachtel auspackt, hat man bis zum Genuss soviel Verpackung das einem das Lachen vergeht!

  • Susi am 31.10.2018 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tropfen auf dem heissen stein

    Mit plastiksäckli allein ist nicht getan wenn ich in den läden sehe mandarinenschnitze tomatenschnitze in riesenplastik verpakt dort fängts schon an

  • Dave74 am 31.10.2018 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Konsumentenverhalten

    Gestern gerade wieder erlebt: man kauft einen in Plastik gepackten Salat, der um 50% runtergeschrieben ist und benötigt noch ein Säckli dafür, obwohl man eine "Handtasche" dabei hat, welche eher einem kleinen Rucksack glich. Gesamtkosten 95 Rp. und das Säckli wird dann ev. zum Abfallsack, den man bequem in einem öffentlichen Kübel entsorgen kann. Wäre eigentlich ein intressanter Vergleich: Säcklieinnahmen vs. Abfallgebühren. Ev. könnte man zweiteres senken oder gar streichen, wenn man bedenkt, dass es weniger Fremdentsorgung gäbe ohne Gebühren.