Attacke auf Fehr

16. März 2011 22:37; Akt: 16.03.2011 23:51 Print

Jetzt redet der Verdächtige

Der im Zuge der Attacke auf SVP-Nationalrat Hans Fehr verhaftete Schweizer ist wieder auf freiem Fuss. Nun erzählt er seine Version der Geschehnisse.

storybild

Hans Fehr SVP-Nationalrat wurde an der Albisgüetlitagung 2011 von Linksautonomen verprügelt. (TeleZüri)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein einziger Tatverdächtiger wurde nach der Attacke auf SVP-Nationalrat Hans Fehr verhaftet und wegen Verdunkelungsgefahr in U-Haft gesteckt. Nachdem der 32-jährige, randständige Schweizer diese Woche entlassen worden war, tauchte er unverhofft auf der 20-Minuten-Redaktion auf, um seine Sicht der Dinge zu erzählen.

Am Abend der Albisgüetli-Tagung der SVP sei er zwar dabei gewesen, als Hans Fehr von einigen linksautonomen De­monstranten verprügelt wurde. «Ich habe ihn aber vor Schlimmerem bewahrt und aus dem Schläger-Pulk herausgeführt», so W.* Ein letzter Schlag in den Nacken Fehrs werde ihm angelastet. «Dabei war das einer der Demonstranten. Ich habe mich immer für Schwächere eingesetzt», klagt der junge Mann.

Ein Schläger sei er schon gar nicht: «Ich kann keiner Fliege was zu Leide tun», so W. Mit den Linksextremen habe er nichts zu tun: «Ich wollte bloss zuschauen, bin politisch nicht aktiv. Herrn Fehr habe ich gar nicht erkannt», behauptet W. Verhaftet wurde er seiner Meinung nach, weil er betrunken gewesen sei.

«Nun muss ich als Sündenbock hinhalten, während die wahren Täter unbescholten herumlaufen könnten.» Staatsanwalt Markus Imholz wollte zur Schilderung von W. keine Stellung nehmen. Und auch Hans Fehr gibt keinen Kommentar ab. Sollte W. verurteilt werden, droht ihm eine Maximalstrafe von fünf Jahren.

*Name der Redaktion bekannt

(sut)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Silas A. am 17.03.2011 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Schuldiger benötigt

    Es gibt viele ähnliche Geschichten. Wer helfen will riskiert eine Verhaftung. Dann wird noch gejammert, dass die Leute zu wenig Zivilcourage haben. Für die Polizei ist dieses Verhalten leider typisch. Er war betrunken. Es bestand die Möglichkeit, dass er sich nicht mal mehr erinnert, weiter ist es natürlich sehr einfach einen zu verhaften, der kaum geradeaus gehen kann. In einem Fall mit so viel Medienpräsenz muss man einen Schuldigen haben. Ob er tatsächlich schuldig ist spielt keine Rolle.

  • Kari H. am 17.03.2011 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Geht es hier um Schuld eines Einzigen?

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten, hä Herr Fehr?

  • Urmel am 17.03.2011 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wer's glaubt

    Und die Erde ist eine Scheibe! Soll er doch die wahren Schläger nennen, wenn er so unschuldig ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fernand Brügger am 17.03.2011 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Glaubhaft?

    Werrs glaubt wird selig gesprochen

  • Soziologe am 17.03.2011 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wer Wind säet wird Sturm ernten

    so sehe ich die Ausgangslage der Geschichte. Aus eigener Erfahrung mit Gerichten und Behörden kann mit Akten beweisen, dass Wahrheitsfindung nicht stattfindet,und soviel wie unsere Politiker lügen und tricksen; neige ich eher dazu einem betrunkenen zu glauben. Denn Kinder , Narren und Besoffene sagen die die Wahrheit.

  • Kari H. am 17.03.2011 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Geht es hier um Schuld eines Einzigen?

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten, hä Herr Fehr?

  • scumbag steve am 17.03.2011 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    oioioi

    5 Jahre für ein paar blaue Flecken? Grossartig.

  • Me2be am 17.03.2011 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wahre Täter

    Sollen Sich doch die wahren Täter melden. Wenn man starke Meinungen vertritt, sollte man auch ein starkes Rückgrat haben. Dazu sollten die angeblich 'Linken' Täter sozial zu einem Rändständigen stehen.