Arbeitslosen-Entschädigung

24. Februar 2019 09:07; Akt: 24.02.2019 14:03 Print

Jobsuche im Ausland hat sich verdoppelt

Wer eine Stelle sucht, tut dies nicht zwingend in der Schweiz. In den letzten fünf Jahren sind die Leistungsexporte beim RAV stark gestiegen.

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Wer keinen Job hat und sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet hat, kann auch in einem EU-Land nach einer Stelle suchen. Dies taten 2018 3540 Personen. Zum Vergleich: 2014 waren es noch 1530. Die neuen Zahlen des Saatssekretariats für Wirtschaft (Seco) publizierte der «SonntagsBlick».

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Die Gründe für den Anstieg der so genannten Gesuche um Leistungsexport sind verschieden. Einerseits können Personen seit einiger Zeit direkt nach einem Jobverlust ins Ausland gehen – früher mussten Gekündigte zuerst in der Schweiz auf Jobsuche gehen. Auch die Wirtschaftslage in EU-Ländern könnten laut Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich ein Faktor sein. Und: Die Mehrheit der Stellensuchenden im Ausland sind Ausländer, die wohl in ihre Heimat zurückkehren. Portugal etwa steht an der Spitze der Liste von Leistungsexporten.

Deutschkurs in Berlin

Für alle gleich bleiben hingegen die strengen Regeln. Leistungsexporte ins Ausland werden vom RAV grundsätzlich nur für drei Monate bewilligt.

Erst kürzlich sorgte das RAV mit einem Entscheid für Gesprächsstoff. Knapp 200 Stellensuchende aus der Romandie und dem Tessin sollen in einem dreimonatigen Sprachkurs in Berlin Deutsch lernen. «Die Massnahme richtet sich an ein klar definiertes Zielpublikum besonders gut ausgebildeter Personen», sagte Seco-Sprecher Fabian Maienfisch Anfang Februar.

(bla)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • User79 am 24.02.2019 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Deutschkurse

    Würde das RAV ihren Job richtig machen, hätten sie die 200 Stellensuchenden in der Schweiz in einen Deutschkurs geschickt. Dann könnten die Deutschlehrer in der Schweiz ihren Job machen und müssten sich nicht beim RAV anmelden.

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  • Roman am 24.02.2019 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Danke PFZ

    Bei einer ehrlichen Innländerbevorzugung wäre das alles gar nicht nötig...

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  • martin r. am 24.02.2019 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rav

    arrogant bei der Umfrage, ich werde nie aufs RAV gehen. das geht schneller als man glaubt, ist mir auch so gegangen. hätte das nie für möglich gehalten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wird überholt am 27.02.2019 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wer schläft...

    Die Schweiz geht vor die Hunde, seit diese ewig gestrige Regierung am Zepter ist. Nur schon die gravierenden Fehler einer Pianistin hätte viele Rentner und andere vor der Armut bewahrt. Doch diese Verräter haben uns alle an die EU verkauft. Der daraus resultierende Profit streichen sie sich in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ein. Und wir müssen bis 70 arbeiten für eine Rente am Existenz Minimum, nach einem Leben Arbeit? Sowas schreit sich auch noch frech Demokratie!! Wir wurden von vielen Ländern überholt, aber der Schweizer glaubt immer noch, der Status quo bleibt erhalten.

  • Ms.Dith am 25.02.2019 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    In Tessin zu Arbeiten hab gern.

    Ich will Mal RAV fragen wie kann ich in Tessin für paar Monate oder länger dort Arbeiten, das ich Italienisch reden kann. Wenn ich in Tessin paar Monate bleiben und dort ich zur sprach Schul gehen und arbeiten, lerne ich schneller die Sprache. wegen dort höre nur Italienisch.

  • Seppetoni am 25.02.2019 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbedienung

    Nach den Unternehmern haben nun die Arbeitskräfte auch einen Weg gefunden sich aus der Sozialkasse zu bedienen.

  • Kodiak am 25.02.2019 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lügen System

    Eigentlich paranoid das ganze Lügen System. Da mustert man schon 45-50 jährige aus, man will das Rentenalter erhöhen, wird finanziell in Bern und für uns Bürger bestimmt aufgehen (ironie off, wer es realistisch sehen kann weiss dass wir schon länger das grosse dicke 2 am Rücken haben), dann holt man unmengen von Arbeitskräften in die Schweiz, anstatt nur diejenigen die man auch wirklich braucht, sonst beschäftigt man Schweizer, wie es in jedem anderen normal regierten Land der Fall ist..., nein man muss der Merkel helfen ihre Arbeitslosenquote künstlich senken zu können und bestraft dafür bei uns das eigene Volk. Wenn das nicht kriminell ist, was ist es dann?

    • Erika Staubli am 25.02.2019 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kodiak

      Ojee und jetzt gegen D und am Wochenende wieder da einkaufen. Vielleicht sollte wir mal an unserem Schulsystem arbeiten und das lautgetreu Schreiben abschaffen? Dann gibt wieder Texte ohne Rechtschreibfehler.

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  • Baky am 25.02.2019 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Säubern!

    Das RAV, die Prozesse, die Mitarbeiter etc. müsste man richtig mal drannehmen und diesen Filz mal richtig säubern. Von diesen "Beratern" habe ich noch nie etwas gutes gehört, zum Glück hatte ich nie das Vergnügen, aber meiner Meinung nach haben diese Diletanten zu viel Macht über die ohnehin gepeinigten Menschen die dorthin kommen müssen (Ausnahmen gibt es sicher)