Gotthard-Sanierung

29. Dezember 2015 15:58; Akt: 29.12.2015 15:58 Print

Junge CVP wirbt mit Hintern für zweite Röhre

Nun hat auch die Jungpartei der CVP das Stilmittel der Provokation für sich entdeckt. Die Zutaten: ein Frauenpo und ein zweideutiges Wortspiel.

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«Sagt mir bitte, dass euer Account gehackt wurde», twittert User Daniel Menna an die Adresse der Jungen CVP Zürich. Der Grund: Die Jungpartei wirbt mit einem Frauenhintern für ein Ja zur zweiten Röhre am Gotthard. «Für gleitenden Verkehr», heisst es auf dem weissen Slip der Dame, «ja zum Gotthardsanierungstunnel».

Weitere hämische Kommentare lassen nicht lange auf sich warten: «Vielleicht sollte die @jcvpZH ihre Kommunikation von jemand prüfen lassen, der (resp. besser: die) die Pubertät hinter sich hat», schreibt etwa Twitterer Rennanwalt. Auch mit Sexismus-Vorwürfen sehen sich die jungen Christdemokraten konfrontiert. «Voll daneben», «grober Sexismus», oder «wo bleiben die #Argumente jenseits von #Sexsells?», lauten die Kommentare.

«Ihr habt definitiv zu wenig Sex»


Die Junge CVP versuchte zu retten, was noch zu retten ist: Es sei ja nicht ersichtlich, ob es sich um einen Herren- oder einen Damen-Hintern handle, argumentieren sie. Damit ist die Belustigung komplett: «Zu jung und zu christlich, um den Unterschied zu sehen?», schreibt ein User. Und ein anderer, begleitet von einem Tränen lachenden Emoji: «Ihr habt definitiv zu wenig Sex.»

Die Verantwortlichen der Jungpartei waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Immerhin: Im Gegensatz zur Heiratsstrafe-Initiative liegen die Zürcher Jungpolitiker bei der Gotthard-Abstimmung zumindest auf der Linie der Mutterpartei. Beide Vorlagen kommen am 28. Februar an die Urne.

(jbu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DieKuhdesManitu am 29.12.2015 16:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sprichwort

    Mit Speck fängt man Mäuse oder in diesem Fall mit dem Füdli :) Und die Medien verbreiten die Kampagne noch weiter, was will man mehr?

    einklappen einklappen
  • Nobody am 29.12.2015 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Ist das jetzt nicht rassistisch? Man zeigt hier nur einen weissen Hintern! Es fahren doch auch anders Farbige durch den Gotthard.

    einklappen einklappen
  • Meister am 29.12.2015 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Funktioniert doch..

    Nun hat auch die Jungpartei der CVP das Stilmittel der Provokation für sich entdeckt.....und die Medien springen schön brav darauf an. Bravo

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nicht originell und feige am 31.12.2015 00:06 Report Diesen Beitrag melden

    Mutige Variante schon vergessen?

    Ich erinnere mich an nackte JuSos und nackte Grüne, die im Urzustand für ihre Anliegen warben. Eben: die hatten Mumm und standen selbst für ihre Politik ein!

  • Claude Vallon am 30.12.2015 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    CVP-Söhnchen

    Die CVP ist wirklich eine echte Familienpartei. Nun wundert sich die Mutter(partei) über die sexuellen Fantasien ihrer Söhnchen!

  • Mauricio am 30.12.2015 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Doppeldeutigkeiten

    Leider gibt es in der Werbung heute praktisch keine gradlinigen, klaren Aussagen mehr. Alles muss Doppeldeutig und abstrakt sein. Werbung soll unterhaltsam sein, aber auch zum Denken anregen. Daher lag «Mensch Mitte» in Zusammenhang mit gleitendem Auto-Verkehr zwecks zweitem Tunnel anscheinend naheliegend. Es wäre wirklich schön, wenn man sich in der Werberei wieder aufs Gradlinige und klar Verständliche einigen könnte, und zwar allgemein.

  • Daniel Dosensieb am 30.12.2015 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll die Diskussion?

    Ich verstehe die hitzige Diskussion hier nicht. Meines Erachtens wurde der Hintern bewusst flach gehalten und züchtig eingepackt, damit es eben nicht sexistisch wirkt. Das Bild soll wohl symbolisieren, wie sinnvoll das Zwei-Röhren-System funktioniert - wenn schon beim Mensch, dann am Gotthard erst recht.

  • Waehler am 30.12.2015 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genies

    Finde auch. Hier waren Genies am Werk. Und dass Maenner schneller sabbern als Frauen hat doch nichts mit Sexismus zu tun.