«Politische Schaumschläger»

15. Januar 2015 16:26; Akt: 15.01.2015 16:48 Print

Junge SVP distanziert sich von Pegida Schweiz

Die Junge SVP will nichts mit den Organisatoren einer Schweizer Pegida-Demo zu tun haben. Deren Gesicht Ignaz Bearth sei ein «Schaumschläger».

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Noch vor Kurzem sagte Anian Liebrand, Präsident der Jungen SVP, er würde es begrüssen, wenn auch in der Schweiz Pegida-Kundgebungen stattfänden. Doch nun teilt die Parteileitung der Jungpartei mit, das Thema Pegida sei für sie erledigt.

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Die Junge SVP finde es zwar wertvoll, wenn besorgte und engagierte Bürger auf demokratischem Weg ihr Recht auf Meinungsäusserung wahrnähmen. Doch eine Unterstützung für Pegida Schweiz habe man davon abhängig gemacht, ob die Organisatoren «professionell und seriös» seien.

Pegida-Gesicht ist ehemaliges SVP-Mitglied

Dies ist nach Ansicht der Jungen SVP nicht der Fall. Ignaz Bearth, der sich als Gesicht von Pegida Schweiz präsentiert, sei ein «zweifelhafter Exponent einer umstrittenen Kleinstpartei». Was in Deutschland zu einer «ernst zu nehmenden Volksbewegung» geworden sei, sei hierzulande von «politischen Schaumschlägern» beschlagnahmt worden.

Ignaz Bearth war Mitglied der rechtsextremen Pnos und gehörte eine Zeitlang auch der SVP an, bevor er die Direktdemokratische Partei Schweiz gründete. Zuletzt macht Bearth Schlagzeilen, weil er einen Teil der über 30'000 Likes seiner Faceboook-Profil offenbar gekauft hatte – über 40 Prozent seiner Anhänger sind Inder.

JSVP glaubt nicht an Zustandekommen von Demo

Liebrand glaubt nicht, dass Bearth mit seinem Plänen Erfolg haben wird: «Es ist eindeutig abzusehen, dass Pegida Schweiz keinen Rückhalt im Volk hat und zweifelhaft ist, ob es überhaupt zur angekündigten Kundgebung kommen wird.»

Stattfinden soll die Demo laut Bearth am 16. Februar an einem noch geheimen Ort. Bereits am 5. Februar will der rechtspopulistische Basler Grossrat Eric Weber in der Stadt Basel eine Pegida-Kundgebung durchführen – er hat bereits ein Bewilligungsgesuch eingereicht.

(lüs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zitrone am 15.01.2015 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt mal ernsthaft

    Wenn sogar die JSVP mit einer Person nicht einverstanden ist, dann sollte einem das zu denken geben ;)

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  • Ricky am 15.01.2015 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    Pegida hier, Pegida dort

    Pegida interessiert mich eigentlich nicht sonderlich. (Bis jetzt...) Aber schon interessant , wie schnell die Meinungsfreiheit an ihre Grenzen stößt. Scheinbar gilt die bloß, solange die eigene Meinung vertreten wird...

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  • Marissa am 15.01.2015 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welt ahoi

    Auf so was darf man sich nicht einlassen! Hört auf mit den radikalisierungen. Die welt zerstört sich ja schon selbst.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mut Macher am 16.01.2015 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommt alle auch

    Ledige ist schon gut. Endlich sagt mal jemand die Wahrheit. Ich bin an jeder Demo sofort dabei. Es muss sich endlich was ändern. Ich bin sicher es kommen sehe viele.

  • Sam Pirelli am 16.01.2015 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    Nun denn, ein paar Zahlen

    Nicht nur hat No Pegida Schweiz weit über doppelt so viele Likes wie Pegida Schweiz, sondern der "Facebook Like Check" (aktuellste verfügbare Zahlen vom 12. Januar) weist auch auf, dass bei Pegida nur knapp die Hälfte der Likes aus der Schweiz stammen und 42% aus Deutschland kommen. No Pegida hingegen hat bislang fast 90% Schweizer Likes - wenn erst alle erfasst sind, wird dieser Anteil noch deutlich steigen.

    • sega am 16.01.2015 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      Danke sam

      wow, bravo sam Pirelli! danke für deine wertvolle Analyse..ganz stark!

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  • Aaron am 16.01.2015 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Irrational

    Schon lustig, Extremisten morden am Laufband doch das wirkliche Problem soll die Pegida sein? Es tut mir wirklich Leid das auszusprechen, aber der einzige Rechtsextremismus der hier gelebt, verinnerlicht und praktiziert wird kommt nicht aus den Reihen der Europäer oder gar aus dem Deutschsprachigen Raum. Aber vielleicht wollt ihr ja das noch mehr Menschen sterben müssen bevor gehandelt wird.

    • Martin Weidmann am 16.01.2015 11:51 Report Diesen Beitrag melden

      Nun aber mal langsam

      Von handeln sprechen und sich statt dessen selber zu radikalisieren hat nicht viel miteinender gemein und hilft auch nicht Probleme zu lösen, sondern schafft neue.

    • Hexagon am 16.01.2015 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      @ Aaron

      Also ich finde, die Welt hat relativ klar gezeigt, dass das Morden im Vergleich zu PEGIDA das echte Problem ist. Seit dem Anschlag in Paris hat wohl niemand ernsthaft behauptet, die PEGIDA sei das grössere Problem als gewalttätiger Terrorismus. Auch haben nicht 1.5 Mio gegen PEGIDA demonstriert und auch die Staatschefs haben nicht gegen PEGIDA demonstriert. Ich denke, sie sind einfach auf dem rechten Auge blind und sehen deswegen die Realität nicht so ganz.

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  • buffy am 16.01.2015 06:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jede partei

    von pegida oder der sehr zahlreichen mahnwachen für den frieden halten parteien gar nichts. diese gut besuchten und friedlichen demos kommen auch ohne parteien zu stande und offenbaren deren aufgabe. bremsklötze.

  • Nostradamus am 16.01.2015 03:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Warten wir mal den nächsten gravierenden Anschlag ab ( und der wird leider kommen ) Wenn die Terroristen wüssten wie leicht es ist in der Schweiz einen Anschlag zu verüben hätte es schon lange gekracht. Unser Geheimdienst ist nämlich fast ganz auf ausländische Informationen angwiesen....Und dann wird die Pediga einen riesen Zulauf haben