15. Februar 2008 10:10; Akt: 15.02.2008 10:23 Print

Kampf gegen Rassismus an der Euro 2008

Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus wird in der Schweiz während der Euro 2008 den Kampf gegen Rassismus koordinieren. Geplant sind Infostände in den Fanzonen.

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Jonathan Kreutner, Geschäftsführer der Stiftung, bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Sendung «HeuteMorgen» von Radio DRS. Ebenfalls Teil der EURO-Kampagne «Unite against racism» sind Strassenfussballturniere, die fremdenfeindliche Spannungen reduzieren sollen. Der genaue Inhalt der Antirassismuskampagne in der Schweiz sei allerdings noch unklar, sagte Kreutner.

Ein spezielles Augenmerk gilt der Partie Schweiz-Türkei. Nach der antitürkischen Polemik im Barrage-Spiel 2005 befürchtet die Stiftung mögliche rassistische Vorfälle. Bei diesem Spiel müsse man «speziell präsent» sein, sagte Kreutner, ohne bereits konkrete Massnahmen nennen zu können.

Auf bestehende Angebote abstützen

Die UEFA investiert insgesamt eine halbe Million Franken in die Antirassismuskampagne in der Schweiz und Österreich. Welchen Anteil für die Kampagne in der Schweiz reserviert ist, wollte Kreutner nicht sagen. «Generell wollen wir bestehende Angebote gegen Rassismus auf die Euro ausrichten», sagte er.

Dazu arbeitet die Stiftung mit folgenden Organisationen zusammen: National Coalition Buildung Institute (NCBI), Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus (GGGFON), Ligue contre le racisme et l'antisemitisme (LICRA), Infoclick: Kinder- & Jugendförderung Schweiz (Infoclick), Stiftung Erziehung zur Toleranz (SET).

Neben «Unite against racism» unterstützt die UEFA auch die gemeinnützigen Projekte «EUROSCHOOLS 2008» und «Fan-Botschaften». Beim Schulprojekt beschäftigen sich 300 Schulen in den Ausrichtungsländern und Liechtenstein mit jeweils einem der 53 UEFA-Mitgliedsländer. Fan-Botschaften werden an den Austragungsorten eingerichtet; sie betreuen die Fussballfans.

(sda)