Zweiwöchige Prüfung

29. März 2019 14:17; Akt: 29.03.2019 14:17 Print

Kampfjet-Test für 30 Mio Franken stösst auf Kritik

Ab 8. April testet die Rüstungsbeschafferin Armasuisse fünf Kampfjet-Kandidaten. Der Aufwand und die Kosten sind laut einigen Exponenten ungerechtfertigt.

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Fünf Kampfjet-Kandidaten aus dem Ausland werden ab 8. April in der Schweiz getestet. Die Hersteller tragen dabei pro Typ Kosten von bis zu vier Millionen Franken für die zweiwöchigen Tests, der Bundesrat hat zehn Millionen Franken budgetiert. Dies berichtet der «Blick».

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Soll das Volk bei Kampfjets mitreden können?

Unter dem Strich resultieren Testkosten von 30 Millionen Franken. Unter Politikern und Experten sorgt der Betrag für Unverständnis. Peter Schneider, Armee-Experte und Chefredaktor der Schweizer Militärzeitschrift «ASMZ», ist der Meinung, dass die Tests ebenso gut im Ausland durchgeführt werden könnten. Damit würden erheblich Kosten eingespart. Für SP-Sicherheitspolitikerin Priska Seiler Graf sind die Prüfungen eine «teure Flugshow zur Stimmungsmache im Volk». Allein der F-35-A Lightning II dürfte laut Bericht Fans in Scharen anziehen.

SVP-Aviatikexperte Thomas Hurter hingegen findet, man könne dem Volk die Diskussion um die Kampfjets nicht verbieten. Der Typentscheid werde vom Bundesrat sowieso allein gefällt. Die Breite der Evaluation kritisiert er jedoch. Armasuisse verteidigt sich und betont, dass nicht nur die Tests in Payerne, sondern auch die «Auswertung eines umfangreichen Fragenkataloges und Überprüfungen in Simulatoren» für eine gesamtheitliche Prüfung nötig seien.

(kat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wolf25 am 29.03.2019 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egal.

    Egal was die Armee macht, es wird immer kritisiert.

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  • Fred am 29.03.2019 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ungenügende Umfrage

    Wiedermal eine ungenügende Umfrage. Ob überhaupt und für welche Gesamtsumme Jet's gekauft werden, darf das Volk schon mitentscheiden. Welcher Jet aber dann gekauft wird, sollen Fachleute entscheiden.

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  • Ronny C. am 29.03.2019 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Peanuts im Vergleich

    In den letzten 4 Jahren wurden 11 Mia CHF in der Entwicklungshilfe verbraten. Seit den 1980er waren es gegen 100 Mia. Bis heute ist die Entwicklungshilfe uns einen Beweis für ihren Erfolg schuldig. Wir zahlen pro Jahr und Steuerzahler im Schnitt CHF 1500. dafür, ohne ein Mitspracherecht zu haben. Die Kosten für die Jets sind dagegen Peanuts. Wichtig ist hier, dass der BR gute Gegengeschäfte aushandelt, wie damals bei der F/A-18. Das waren nachhaltige Deals für unsere Wirtschaft.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stelios am 30.03.2019 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    F-35 wär flott

    Bitte wählt den F-35 und zwar die senkrechtstartende Version. Wäre für ein kleiner Alpenland wie die Schweiz perfekt. Schade aber das wir aus politischen Gründen nicht die Creme de la Creme kaufen können (Suchoi/Mikojan-Gurewitsch).

  • MiKü2 am 30.03.2019 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lieber von Anfang an richtig...

    Lieber vorher etwas investieren, und die richtige Plattform evaluieren, als im Nachhinein für x mal mehr einen Fehlkauf gerade rücken. Ob es gleich 5 Typen sein müssen, die man so testet, ist aber eine berechtigte Frage...

  • Maki14 am 30.03.2019 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Test

    Ich mach es für 15 Mio.

  • Daniele C am 30.03.2019 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu braucht die Schweiz...

    ...Kampfflugzeuge? Um die tollen, grosszügigen AHV-Renten zu beschützen? Oder die ü50 Arbeitslosigkeit? Oder die zig-Tausend Ausgesteuerten? :-)

  • René am 30.03.2019 07:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts für Amateure

    Als Pragmatiker finde ich dass zuviel Wind um die Jetbeschaffung gemacht wird. Ob wir wirklich noch Flieger brauchen um das aktuelle Feindbild zu bekämpfen kann ich nicht beurteilen - ebensowenig, welches der richtige Flieger wäre. Wir haben die Kampfjets noch nie echt einsetzen müssen. Und in 30 Jahren gibts wieder neue. Lassen wir also die Spezialisten ihre Arbeit machen, spielte ja rückblickend noch nie eine Rolle, was geflogen wurde. Das Volk soll nur ja oder nein zur Armee sagen, und bei einem Ja, wie hoch die Kosten sein dürfen. Und: die heutige Sicherheit am Boden ist mir wichtiger!