SBB-Bericht

18. Juli 2014 14:33; Akt: 18.07.2014 14:33 Print

Kaputte Schienen wegen neuer S-Bahn-Züge

Neuere S-Bahn-Züge verursachen massive Schäden an den Schienen. Das zeigt eine Untersuchung der SBB. Für den Pendler bedeutet das eine erneute Erhöhung der Billetpreise.

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S-Bahn-Züge haben heute eine deutlich höhere Beschleunigung als früher. Das führt zu teuren Schäden an den Geleisen. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

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Der Regionalverkehr belastet das Schienennetz der SBB enorm. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, hat das Unternehmen deshalb eine interne Untersuchung durchgeführt, wie das St.Galler Tagblatt schreibt. Dabei wurde der Zustand des Bahnnetzes mit der Benutzung unterschiedlicher Zugskategorien verglichen. Das Resultat: Der Verschleiss im Regionalverkehr wird immer grösser. Bereits im Frühling wurde bekannt, dass die SBB für den Unterhalt des Bahnnetzes 500 Millionen Franken mehr hinblättern muss.

Grund dafür ist die hohe Anzahl an neuem Rollmaterial, das die SBB meist von Stadler Rail bezieht. Die S-Bahn-Züge haben ein besseres Beschleunigungsvermögen und sind immer weiter verbreitet. Das führt dazu, dass gerade bei schlechtem Wetter immer häufiger Schäden an den Gleisen entstehen. Im Jahr 2013 stellte die SBB 5100 Schienenfehler fest. Diese können Langsamfahrten verursachen, die sich wiederum auf die Pünktlichkeit der Züge auswirken.

Unternehmen sparen am falschen Ende

Auch die BLS und die SOB haben diesen Zusammenhang bereits festgestellt. Die anfallenden Kosten sollen deshalb mit einer Anpassung der Trasseepreise ausgeglichen werden. In anderen Worten: Der Pendler zahlt.

Mittlerweile hat sich das Bundesamt für Verkehr (BAV) eingeschaltet. In einem Projekt sollen mögliche Massnahmen erarbeitet werden. «Wir wollen eine Zweitmeinung. Es geht um viel Geld», sagt BAV-Sprecherin Olivia Ebinger zur Zeitung. Das Ergebnis solle dann in die Anpassung der Trasseepreise einfliessen. Es ist jedoch unklar, wie die Kosten verteilt werden.

Die SBB hingegen setzt auf die Hersteller. «Der Verschleiss soll berücksichtigt werden, um einen Anreiz für den Einsatz von Rollmaterial zu schaffen, das die Fahrbahn schont», heisst es in einem Bericht. Doch bei Stadler Rail ist das Problem bereits bekannt. Es gelte für alle Hersteller und die Züge seien von den Unternehmen gewünscht, um den Fahrplan einzuhalten. Es gebe aber technische Massnahmen, die die Belastung reduzieren könnten. Nur würden die Bahnunternehmen aus Kostengründen darauf verzichten.

(vro)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kusi am 18.07.2014 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Deutsche Bahn

    Herr Meier hat das selbe Sparprogramm bereits bei der Deutschen Bahn abgezogen. Bei der Infrastruktur sparen und dafür ein hohes Salär absahnen.

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  • ANDI am 18.07.2014 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schweizerische abzock bahnen

    passt mal wieder zur der strategie vorausdenken glücksache. dabei weiss jedes kind je mehr ein spielzeug gebraucht wird je höher der verschless. aber man es ja auf den kunden abwälzen, EINFACH .da fragt man sich wass da für exponenten an der spitze ihr gehalt verdienen.

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  • Petra Reduts am 18.07.2014 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schmöcksch de Töff

    Kapputte Schienen, Die Anfahrtsbeschleunigung der "neuen" nun doch schon über 20jährigen S-Bahn Züge sollen erst jetzt entdeckt worden sein. Liebe SBB - guter Versuch

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 20.07.2014 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr Meier

    Herr Meier. Bevor ich je wieder mit einem Zug fahre und die überteuerte Billette bezahle, verzichten Sie auf einen Teil ihres überhöhtem Einkommen und stecken es zurück in die SBB!

  • tamalito am 19.07.2014 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige Motzerei!

    Denkt ihr eigentlich, dass die SBB nur unfähiges Personal beschäftigt? Die Ingenieure der SBB wissen sehr wohl, was sie machen! Also macht mal halblang. Ausserdem ist nicht klar, wieviel die Lösungen von Stadler Rail gekostet und um wieviel sie den Verschleiss verringert hätten! (Oder hat jemand von euch Einsicht in entsprechende Dokumente? Wohl eher nicht!) Bezüglich Subventionen, das Bundesamt für Statistik hat 2005 ein Dossier bezüglich Strassen- und Schienenverkehr und deren Kosten herausgegeben - würde ich vor allem den armen Autofahrern empfehlen zu lesen!

    • Nein, nicht unnötig am 19.07.2014 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      Sie sind wohl Autofahrer

      und finden es deshalb nur gerecht, wenn Bahnfahrer mehr zahlen. Bahnfahren ist umweltfreundlicher, das können auch sie nicht ableugnen und ist zu subventionieren. Betrachten Sie mal ganz objektiv, wieviele natürliche Ressourcen ein einzelner Autofahrer verbraucht, welchen Raum er damit einnimmt und wieviele Abgase er damit verursacht. Es geht um die Verhältnismässigkeit.

    • Hr Tschutschu-Ingenieur am 19.07.2014 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      ÖV is nix grün und umweltfreundlich!!!

      Mein Auto fährt nur dann wenn ich drin sitze und es bewege. Die anderen ca. 23 Studen pro Tag steht es nur da, umweltfreundlich. Für Sie und Ihre Kollegen ÖV-ler muss ein weltumspannendes Netzt von Fahrzeugen dauernd ob leer oder beladen verkehren, damit Ihresgleichen von tollen Erlebnissen palavern können. Mit grün und umweltfreundlich hat das gar nichts zu tun. Zuhause bleiben und Salat ziehen und wenn dunkel wird ins Bett gehen ist grün. Aus irgendeinem Grund sind die Zahlen für Energie- und Kraftstoffverbrauch ja nicht publiziert, geschweige denn irgendwo in Verbauch pro Kilometer...

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  • Diego am 19.07.2014 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die SBB

    unfähige Leute hat die Material Testen. Dann sind einzig und allein die SBB verantwortlich.

  • Studifizent am 19.07.2014 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kostenverteilung

    Kann mir mal bitte jemand erklären, wie ich durchs Leben komme, wenn die SBB all 2 Monate die Tickets verteuert? Ich muss immer mehr an Lebensmitteln, Kosmetika, Putzmitteln, Kleidern etc. sparen, damit das Abo noch erschwinglich ist.

    • Z. Yniker am 19.07.2014 13:24 Report Diesen Beitrag melden

      Frau Leuthard

      Herr Meier und Economieswiss würden Ihnen empfehlen, weniger zu pendeln. Der Rest ist Ihr Problem :) oder anders gesagt: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

    • Sparer am 19.07.2014 13:41 Report Diesen Beitrag melden

      Kosten

      Zuhause bleiben und mit dem Velo dorthin gehen wo man unbedingt muss. Es steht nirgends geschrieben dass Sie das Angebot immer auf Achse und überall dabei zu sein benutzen müssen.

    • Obersparer am 19.07.2014 14:57 Report Diesen Beitrag melden

      @ Sparer

      Genau. Und wenn die Uni halt in A ist und sie bei den Eltern in B wohnt, geht sie halt nicht mehr studieren und lebt vom Soz-Amt.

    • Studifizent am 19.07.2014 16:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Alle

      Super, wieder mal die verbreitete Meinung: Der Student, der nichts verdient, nichts abgibt, nicht macht darf demnach nichts sagen! Ich wünsche euch mal zu 3 Jahren Studium. Mit all den Sorgen, allabendliche Übungen etc....

    • Diegu am 19.07.2014 21:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Studifizent

      Habe ich hinter mir. Wo ist das Problem?

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  • S-Bahn Fahrer am 19.07.2014 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Fahren wie "Autorennen"

    Fahre regelmässig mit der S-Bahn eine bestimmte Strecke. Da wird voll aufgedreht man fällt fast um - nach 1 km wieder voll auf die Bremse. Es wird genau so gefahren wie man es mit dem Auto nich tun soll. Ausbildung der Lokführer - Fahrtenschreiber zur Kontrolle und Hilfsmittel um Auswirkungen im Cockpit anzuzeigen wären sinnvoll. Ich benötige auch mehr "Gummi" mit einem Porsche als mit normalen PW. die Stadler Bahnen haben Leistung... für Start und Bremsen.. Frage ist - wie man diese nutzt.

    • Di Dago am 19.07.2014 12:43 Report Diesen Beitrag melden

      Es muss erst kommen

      wie in Enschede. Bis wieder in die Infrastruktur investiert wird. Leider!

    • Racer am 19.07.2014 13:45 Report Diesen Beitrag melden

      Speedlimit

      Man muss nur dem Zug die Geschwindigkeit auf max. 25km/h beschränken und vorne noch eine 25 Meter Knautschzone anbauen. Dann merken Sie nix von einem allfälligen Aufprall. Ergänzend sollte jeder Fahrgast mit Sicherheitsgurt sitzend, eventuell Helm und Lederanzug mit Schützern und so weiter... Im privatverkehr greifen all diese Massnahmen perfekt.

    • Diegu am 19.07.2014 21:08 Report Diesen Beitrag melden

      Kranke Planung

      Und die ganze Schose ist nur wegen dem dämlichen Fahrplan, der viel zu knapp gemacht wurde, und der Idee, das Zürich-Baden mit allen Halt eine Minute schneller sein muss.

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