Nötigungs-Vorwürfe

06. April 2014 12:53; Akt: 06.04.2014 13:28 Print

Karl-Dall-Stalkerin sieht sich selber als Opfer

Journalistin A.S. hat Showgrössen wie Karl Dall oder Politiker wie Alt-Bundesrat Adolf Ogi gestalkt und wurde auch verurteilt. Trotzdem sei sie nicht Täterin, sondern Opfer.

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Zwei Mal bereits wurde die Journalistin A.S.* wegen Stalking verurteilt. Eines der Opfer ist laut «Blick» Alt-Bundesrat Adolf Ogi gewesen. Dieser habe sogar Polizeischutz benötigt. Deswegen wurde die Solothurnerin 2011 verurteilt. Trotzdem sieht sich diese Frau nicht als Täterin, sondern als Opfer. Es geht um den jüngsten Fall, den Entertainer Karl Dall, den sie wegen Vergewaltigung angezeigt hat. Passiert sein soll der Übergriff in einem Zürcher Hotel.

In einem Schreiben erklärt A.S. nun, warum sie sich von Dall «zur Täterin gestempelt» fühle, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. «Weil es offensichtlich Teil seiner Verteidigungsstrategie ist, ich sei eine Stalkerin und Herr Dall nur ein weiteres Opfer.» Zum Vorwurf, dass sie die «prominenten Freunde» von Dall gestalkt haben soll, sagt sie: «Jeder und jede hat seine Vergangenheit. In Art, Umfang und Intensität sind die Vorwürfe falsch.»

«Es passiert ja täglich irgendwo»

Im Schreiben wirft sie Dall vor, er mache «unwahre Äusserungen», will aber nicht sagen, welche. Zudem sieht sich A.S. als Vorkämpferin für missbrauchte Frauen. «Es passiert ja täglich irgendwo. Es ist ja nicht der Übergriff im Wald, in dem eine Joggerin überfallen wird, sondern mir geht es um Delikte zwischen Mann und Frau in Bekanntschaften.»

*Name der Redaktion bekannt

(rom)