11. Dezember 2006 11:07; Akt: 11.12.2006 11:29 Print

Kein Weihnachtsverbot an Schulen

Der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer dementiert Medienberichte, wonach er ein Verbot von Weihnachtsfeiern an den Schulen fordert. Er hält aber daran fest, dass Nicht-Christen von Schulstunden mit religiösen Inhalten dispensiert werden sollen.

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Beat W. Zemp, der Präsident des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH), weist in einem Communique den Vorwurf zurück, dass er ein Weihnachtsverbot an der Schule fordere und damit auf den Druck Andersgläubiger insbesondere radikaler Muslime reagiere. Zemp setzt sich aber dafür ein, dass andersgläubige Schülerinnen und Schülern dispensiert werden, falls eine Schule eine religiös geprägte Weihnachtsfeier durchführen möchte.

Sollte eine Schule aber in der Weihnachtszeit eine Feier durchführen, die mehr den Charakter eines Jahresabschlussfestes hat, dann dürfen laut Zemp keine Dispensationen genehmigt werden: «Denn dann steht die Klasse oder die Schule als Gemeinschaft im Vordergrund. Und dazu gehören auch alle konfessionslosen und nicht christlichen Schülerinnen und Schüler.» Klare Richtlinien darüber, ob dabei Adventskränze und Weihnachtsbäume erlaubt sein sollen, nennt Zemp aber nicht. Diese delikate Entscheidung will er explizit den jeweiligen Lehrkräften und Schulleitungen überlassen.