Verkehrssicherheit

14. Oktober 2009 12:16; Akt: 14.10.2009 15:23 Print

Kids müssen neu bis 12 in den Kindersitz

Der Bundesrat hat neue Massnahmen zur Förderung der Verkehrssicherheit beschlossen. Ab dem 1. April 2010 müssen Kinder unter 12 Jahren in einem Kindersitz sitzen. Auch dem Chip-Tuning hat der Bund den Kampf angesagt.

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Bislang lag die Altersgrenze für die Kindersitzpflicht bei sieben Jahren. Neu sollen auch Kinder zwischen 7 und 12 Jahren im Privatauto nur transportiert werden, wenn eine geprüfte Kinderrückhaltevorrichtung vorhanden ist. Von der Regelung ausgenommen sind Kinder, die bereits grösser als 1.50 Meter sind.

Auch die Fahrt mit Schulbussen soll sicherer werden. Ab August 2012 müssen neue Schulbusse ein gleichwertiges Schutzniveau gewährleisten wie Personenwagen. Und zwar müssen entweder wie in Personenwagen geprüfte Kindersitze verwendet werden oder der Bus muss eigentliche Kindersitze aufweisen. Bereits benutzte Schulbusse dürfen aber weiter verwendet werden.

Kampf dem Chip-Tuning

Weiter beschloss der Bundesrat, schärfere Massnahmen gegen illegales Chip-Tuning zu ergreifen. So benötigen Änderungen an der Motorelektronik, die Leistung, Geräuschentwicklung oder Abgasverhalten des Fahrzeugs beeinflussen, neu eine Typengenehmigung.

Wer Änderungen ohne diese Bewilligungen vornimmt oder öffentlich anbietet, macht sich strafbar. Diese Massnahme soll sicherstellen, dass Fahrzeuge auch nach einem Chip-Tuning verkehrs- und betriebssicher sind und sämtliche Lärm- und Abgasvorschriften einhalten.

Bund darf mangelhafte Autos zurückrufen

Ebenfalls ab April 2010 muss eine Ladung, die während der Fahrt leicht abgeweht werden kann wie beispielsweise Sand oder Stroh, wirksam abgedeckt werden. Damit sollen die in der Vergangenheit aufgetretenen Verstopfungen im Strassenentwässerungssystem, Brandfälle mit Strohtransporten sowie Verkehrsunfälle durch rutschige Fahrbahn wegen verlorener Ladung vermieden werden.

Neu soll zudem das Bundesamt für Strassen (ASTRA) bei gefährlichen Mängeln an Fahrzeugen die Möglichkeit erhalten, Rückrufaktionen zu lancieren, wenn der Hersteller oder der Importeur selber untätig bleibt. Gründe dafür könnten sein, dass er selber wegen seiner finanziellen Lage keine Rückrufaktion mehr durchführen kann oder das Geschäft aufgegeben hat.

(sda/ap)