26. April 2005 16:17; Akt: 26.04.2005 16:20 Print

Kirchenbesetzung als Erfolgsgeschichte

Alle Flüchtlinge aus dem Kosovo, die 2001 die Kirche Bellevaux in Lausanne besetzten, sind heute im Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung.

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Auf den Tag genau vier Jahre nach Beginnn der Besetzung hat der letzte von ihnen, am Montag einen B-Ausweis erhalten.

«Die Kirchenbesetzung ist eine Erfolgsgeschichte», bilanzierte Yves Sancey von der Asylkoordination am Dienstag. Die Entschlossenheit habe sich ausgezahlt, da ungerechtfertigte Ausschaffungen hätten verhindert werden können.

Unterstützt von der Bewegung «In vier jahren schlägt man Wurzeln» (»En quatre ans on prend racine») hatten neun Flüchtlinge aus dem Kosovo während über vier Monaten in der Kirche Bellevaux Zuflucht gesucht.

Ein Paar, eine fünfköpfige Familie sowie zwei ledige Personen hatten dabei vom Waadtländer Staatsrat Garantien erkämpft, nicht ausgeschafft zu werden. Sie gehörten zu einer Gruppe von 157 Asylbewerbern aus dem Kosovo, die nach den Richtlinien des Bundes damals hätten zurück in ihre Heimat gehen müssen.

Zuerst war die Aufenthaltsgenehmigung für die neun Besetzerinnen und Besetzer bis Januar 2002 beschränkt gewesen. Der Kanton hatte die Dossiers anschliessend an den Bund überwiesen, um eine Regularisierung ihres Aufenthalts zu erreichen. Seither haben alle eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten.

(sda)