World Economic Forum

10. Januar 2020 08:41; Akt: 12.01.2020 01:55 Print

Kommt es am WEF zum Friedensgipfel mit Iran?

von P. Michel - «Wenn nicht in Davos, wo dann?»: Aussenpolitiker hoffen, dass ein Treffen zwischen der USA und dem Iran am WEF weitere Entspannung bringt.

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Sticht ins Auge: Die Maschine der US Air Force in Zürich. Ein Leser-Reporter sichtete am Samstag ein US-Militär-Transportflugzeug am Flughafen Zürich in Kloten. «Auf ihr war eine riesige US-Flagge zu sehen», so der Leser-Reporter. Es soll sich um eine Boeing C-17 Globemaster III handeln. Die Maschine habe Lebensmittel geliefert. «Autkolonne für Trumps WEF Besuch», schreibt ein anderer Leser-Reporter. Trump kommt dieses Jahr erneut ans WEF. Bereits vor zwei Jahren nahm Trump am WEF teil. Das Bild zeigt die Air Force One im Anflug auf Zürich am 25. Januar 2018. Der US-Präsident erreichte die Schweiz am Donnerstag, 25. Januar 2018. Kurz nach 10 Uhr war die Maschine am Flughafen Zürich gelandet. Donald ... ...Trump winkte, bevor er weiter nach Davos reiste. Für die Landung der Air Force One kamen Planespotter aus ganz Europa. In Davos war man ebenfalls bereit für Donald Trump. Die Helikopter für den Weitertransport standen bereit. Auch diejenigen der Schweizer Armee. Per Helikopter flog der Präsident von Zürich ... ... nach Davos. Kurz nach 11.30 Uhr landete die Marine One in Davos. Donald Trump wurde in Davos zum Konvoi begleitet ... ... und per Geländewagen ins Hotel in Davos gefahren. Auch für Planespotter war es ein Riesenereignis. Im Fokus lagen die Flugzeuge der WEF-Teilnehmer. Die Starts und Landungen der Maschinen wurden aufmerksam verfolgt. Gruss zum Abschied: US-Präsident Donald Trump winkte, bevor er das Weisse Haus mit einem Helikopter verliess. (24. Januar 2018) Vom Weissen Haus aus flog Trump mit der Marine One zum Luftwaffenstützpunkt Andrews. (24. Januar 2018) Hier wechselte der Präsident in die Air Force One. (24. Januar 2018) Der US-Präsident wurde zum Weltwirtschaftsforum WEF in Davos erwartet. (24. Januar 2018) Plane-Spotter warteten im Parkhaus 6 des Flughafens Zürich. Beim Einsteigen gerieten die präsidialen Haare durcheinander. (24. Januar 2018) Kurz vor 21 Uhr Ortszeit winkte Donald Trump zum Abschied. (24. Januar 2018)

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Am World Economic Forum (WEF) Ende Januar in Davos treffen zwei Erzfeinde aufeinander, deren Konflikt derzeit die Ängste vor einem Krieg schürt: der Iran und die USA. Der iranische Aussenminister Mohammed Javad Sarif hatte bereits seine Teilnahme am Forum bestätigt, US-Präsident Trump erklärte am Donnerstag sein Kommen.

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Trumps Besuch am WEF ist ...

Das Aufeinandertreffen zwischen Trump und Sarif wirft die Frage auf, inwiefern das WEF zur weiteren Deeskalation des Konflikts, der mit der Tötung des iranischen Generals Soleimani und der Vergeltung Irans einen Höhepunkt erreicht hatte, beitragen kann. Am Mittwoch zeichnete sich bereits eine Entspannung ab, als Donald Trump erklärte: «Wir sind bereit zum Frieden.» Jedoch sorgte am Donnerstagabend die Anschuldigung der USA, der Iran habe ein ukrainisches Flugzeug irrtümlicherweise abgeschossen, wieder für Aufsehen.

Hoffen auf einen Dialog

SP-Nationalrat Carlo Sommaruga ist Präsident der parlamentarischen Gruppe Naher Osten. Er ist kein Fan des WEF und von Donald Trump, sagt aber: «Ich hoffe, dass in Davos ein Dialog zwischen dem Iran und den USA stattfindet, der die aktuellen Spannungen glättet.»

Am WEF gebe es die Möglichkeit, sich ungezwungen und vertraulich auszutauschen, so Sommaruga. «Das ist wichtig in einer Krise, in der jeder das Gesicht wahren will.» Zudem könnten auch Gespräche zwischen weiteren Akteuren aus der Region – Saudiarabien, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate – am WEF dazu beitragen, die derzeit brenzlige Situation im Nahen Osten zu entspannen.

Trump im Wahlkampf

«Es geht Trump mit seinem Besuch am WEF aber auch um Wahlkampf. Das darf man nicht vergessen», sagt Sommaruga. Trump wolle sich als Retter der Welt und starken Mann darstellen. Mit einem grossen Friedensgipfel sei nicht zu rechnen, glaubt Sommaruga.

«Ich hoffe aber dennoch, dass der Geist des Dialogs und des Friedens auch in Davos herrscht und Trump und den Iran zu einem Dialog für Frieden inspiriert.» Er hofft, dass sich auch die Bundesräte, die am WEF anwesend sind, für den Dialog zwischen den beiden Ländern einsetzen. Er gibt aber auch zu bedenken, dass eine Partei die Teilnahme absagen könnte oder man einander aus dem Weg geht.

«Die wunderbare Bergwelt und die spezielle Atmosphäre von Davos können dazu beitragen, die beiden Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen», hofft auch FDP-Nationalrätin und Aussenpolitikerin Christa Markwalder. Es gelte, die Chance der hochkarätigen Delegationen aus den USA und dem Iran zu nutzen, sofern beide Seiten dazu bereit seien.

Davos als idealer Treffpunkt

«Wo, wenn nicht in Davos?», fragt Markwalder. Denn nirgends sonst sei ein bilaterales Treffen zwischen den beiden Parteien besser denkbar. Sie hofft, dass Trump seine Zurückhaltung, die er am Donnerstag auch in einer Ansprache deutlich machte, ans WEF mitbringt und eine Deeskalation möglich wird.

Dazu könne auch die offizielle Schweiz beitragen, sagt Markwalder. Sie rechnet damit, dass die Mehrheit des Bundesrats am WEF teilnehmen wird. «Die Schweiz hat dank des Schutzmachtmandats eine besondere Rolle.»

Treffen würde erst im Nachhinein bekannt

«Trump und Sarif laufen sich in Davos nicht zufällig über den Weg», erklärt Philippe Welti, ehemaliger Schweizer Botschafter im Iran. Nur wenn beide Parteien indirekt signalisierten, dass sie zu einem Treffen bereit seien, komme es zu einer Begegnung am WEF. «Ansonsten planen die Stäbe so, dass sich die beiden nicht begegnen.» Wenn es aber zu einem Treffen komme, werde dies streng vertraulich und abgeschottet stattfinden. «Wir werden es auch erst im Nachhinein erfahren.»

Dies wäre laut Welti dann ein bedeutender Prestigegewinn für die Veranstalter des WEF: «Es würde zeigen, dass Davos ein geeigneter Ort ist, um verfeindete Parteien an einen Tisch zu bringen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zoom am 10.01.2020 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wef rules

    und bei der gelegenheit noch gleich die greta ausladen denn dieses gequacke braucht niemand. greta australien brennt wo bist du? zeig der welt, dass du mehr drauf hast als jammern und demonstrieren.

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  • Uwe am 10.01.2020 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es würde mich freuen

    Es wäre schön, wenn unsere geografische Lage zur Konfliktlösung beitragen könnte.

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  • Nala am 10.01.2020 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre mal was anderes

    Dann hätte das WEF wenigstens einmal was gutes hervorgebracht. Hoffen wir das Beste, rechnen aber mit dem Schlimmsten. Leider.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ganjaflash am 11.01.2020 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Huber am 11.01.2020 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Der blpnd gefäbte Dödel

    Ob er nun mit seiner Tochter kommt oder nicht. Bringen tuts eh nichts, heute gesagt am anderen Tag widerrufen

    • Mit Ivanka blamiert er sich sicher nicht am 11.01.2020 23:40 Report Diesen Beitrag melden

      @Huber, passt schon

      Ivanka würde ihm die Leviten lesen wenn er sich daneben benimmt. Was ich von dem Rest halte?... Nichts!

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  • Silvia am 11.01.2020 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Lumpentreffen in Davos. Bringt nichts schadet der Umwelt und es geht nur darum wie man der arbeitenden Bevölkerung noch mehr Geld aus der Tasche ziehen kann!

    • realist am 11.01.2020 20:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Silvia

      super genau richtig gesagt der klimawandel wir die aussage abselut gerecht der mittelstand werden wir in der armut finden aber grete geht es besser supper wie mann dieses millionen geschäfft unterstützen kann geht nur bis zum kriedsbeginn gut

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  • TELL.CH am 11.01.2020 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wanted!!!

    Der Mann ist 80 Millionen Wert....

  • Fräulein Sekretärin am 11.01.2020 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da reicht wohl ein Karton nicht

    Ihr wisst schon, wie hoch die Gebühren für die Teilnahme am WEF sind? Mitgliedschaft 60 k und das annual meeting noch 27 k dazu. Wer zahlt eigentlich die rund 174'000 für Papa und Töchterchen Thunberg?

    • Werni am 11.01.2020 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alois Bündner

      Wenn du dich so siehst, wage ich es nicht, dir zu widersprechen.

    • Sven am 11.01.2020 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fräulein Sekretärin

      Das zahlt die werbeagentur hinter dieser ganzen verlogenen thunbergmaschinerie.

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