SP-Vorstoss

10. April 2019 11:47; Akt: 10.04.2019 11:47 Print

Kondome und Pille sollen für Jugendliche gratis sein

Zwei SP-Politiker wollen das Risiko ungewollter Schwangerschaften und sexuell übertragbarer Krankheiten reduzieren, indem Verhütungsmittel für Jugendliche zugänglicher werden.

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Um die Zahl der ungewollten Schwangerschaften zu reduzieren, sollen Jugendliche die Kosten für Kondome, die Pille und andere Verhütungsmittel zurückerstattet bekommen. Dies nütze auch der Prävention gegen sexuell übertragbare Krankheiten.

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Sollen Kondome für Jugendliche gratis sein?

SP-Nationalrat Mathias Reynard (VS) hat einen entsprechenden Vorstoss eingereicht, schreibt die «Aargauer Zeitung». Auch Arztkonsultationen und Untersuchungen sollen für unter 25-Jährige gratis sein.

Parteikollegin Yvonne Feri stellt eine ähnliche Forderung. Auch sie findet, dass Kondome für gewisse Gruppen – darunter auch Jugendliche – gratis sein sollten. Der Bundesrat soll zudem aufzeigen, wie er den Zugang zur Verhütung für alle garantieren kann. «Kondome sind zwar günstig, andere Verhütungsmittel wie Spiralen oder Pillen sind für Frauen aber sehr kostspielig», sagt sie zur Zeitung.

Es sei erwiesen, dass viele bei diesem Punkt sparen würden. Ausserdem koste es Jugendliche Überwindung, bei den Eltern oder dem Frauenarzt erstmals Rat zu Verhütungsmitteln einzuholen.

Italien diskutierte über ähnliche Forderung

Im Jahr 2017 gab es in der Schweiz 10'000 Abtreibungen. Noch ist nicht klar, wann die Vorstösse im Parlament behandelt werden. Der Bundesrat hat jedoch Feris Vorstoss bezüglich des Zugangs zu Verhütungsmitteln abgelehnt, da er die Umsetzung bei den Kantonen sieht. Die Unterschiede sind bei der Verhütung jedoch enorm, sagt Feri. «Der Bund müsste bei diesem Thema deshalb eine Pionierrolle übernehmen und aktiv gegen solche Unterschiede vorgehen», sagt sie zur Zeitung.

Im November gab es in Italien eine ähnliche Forderung. Die populistische Fünf Sterne-Bewegung wollte Jugendlichen unter 26 Jahren ebenfalls einen kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln ermöglichen. Der Vorschlag sorgte jedoch für hitzige Diskussionen.

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ESEREF am 10.04.2019 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das SP-System

    Gratis ist gar nichts. Bei der SP bedeutet das einfach ein anderer zahlt.

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  • Mani Motz am 10.04.2019 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die SP zahlt das nicht..

    und wer bezahlt das? Speziell die Gratisarztbesuche? Sind die KK-Prämien nicht schon hoch genug oder sollens einmal mehr die Steuerzahlenden richten?

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  • aseiiron am 10.04.2019 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geld für verhütung ist genug da

    vielleicht sollte man auch nicht mit jedem in die kiste springen...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • WaleLi am 18.05.2019 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verhütungsmittel selber bezahlen

    Bei einer Verhütungspanne wird ja die Abtreibung von der Krankenkasse übernommen, das sollte reichen, für die Verhütungsmittel sollten alle selbst aufkommen müssen.

  • Amely am 12.04.2019 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber bezahlen

    Wenn die jungen Frauen Geld für Makeup, künstliche Fingernägel und die neisten Klamotten haben, sollen sie auch die Verhütung selber bezahlen!

  • Wasauchimmer am 12.04.2019 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Halleluja

    Immerhin ein Fortschritt. ... doch der weisse Blitz aus Rom - will keine Pille und kein Kondom. Lasset uns vermehren, und gehet hin in Frieden...

  • Leser das Original am 12.04.2019 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sonst geht es aber noch?

    Solche Ideen können nur Politiker haben. Wer alt genug für Sex ist, ist alt genug um die Kosten und hoffentlich auch die Verantwortung dafür zu tragen.

  • Gruss aus Bern am 11.04.2019 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Fremd-Hirn-Spenden für die SP

    wären auch nicht schlecht, davon würde der Rest der Nation auch profitieren, mindestens auf mittlere und längere Sicht.