100 Millionen Franken

25. August 2015 11:29; Akt: 25.08.2015 14:14 Print

Krankenkassen-Prämien steigen in elf Kantonen

In elf Kantonen müssen die Versicherten 2016 einen Zuschlag bei der Krankenkassenprämie bezahlen. Dieser beträgt maximal 48 Franken.

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Prämienkorrektur: In elf Kantonen müssen die Versicherer zukünftig für ihre Krankenkasse mehr bezahlen. (Archiv) (Bild: Keystone)

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Zwischen 1996 und 2013 wurden in einigen Kantonen im Verhältnis zu den Leistungen zu hohe, in anderen Kantonen zu tiefe Krankenkassenprämien bezahlt. Dieses Ungleichgewicht wird nun zwischen 2015 und 2017 teilweise ausgeglichen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) heute mitteilt.

Aus diesem Grund müssen die Versicherten in elf Kantonen 2016 erneut einen Prämienzuschlag bezahlen. Dieser wird maximal 48 Franken betragen. Welche Beträge die Versicherten in den Kantonen erhalten, in denen zu hohe Prämien bezahlt wurden, wird voraussichtlich im Februar 2016 bekannt sein.

Eine Summe von 100 Millionen Franken

Wie das BAG schreibt, betragen 2016 die Prämienzuschläge für die Versicherten in den Kantonen Bern, Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Solothurn, Baselland, Schaffhausen, Appenzell-Ausserrhoden und Jura 48 Franken, im Kanton Luzern sind es 18 Franken. Aus diesen Zuschlägen resultiert insgesamt eine Summe von rund 100 Millionen Franken.

Der Prämienzuschlag übersteigt den jährlich an die Bevölkerung rückverteilten Ertrag der Lenkungsabgaben (CO2, VOC) nicht. Dieser beträgt für das nächste Jahr 62.40 Franken. Der Zuschlag zur Krankenkassenprämie wird in der Prämienabrechnung klar ausgewiesen.

Berechnungsgrundlage wird noch eruiert

Mit den Prämienzuschlägen werden die Beträge mitfinanziert, welche die Versicherten mit Wohnsitz in Kantonen, in denen in der Vergangenheit zu hohe Prämien bezahlt wurden, zurückerhalten. Die Höhe der Prämienabschläge und Rückerstattungen für nächstes Jahr werden erst im Februar 2016 publiziert, da die als Berechnungsgrundlage dienende Anzahl der Versicherten erst zu diesem Zeitpunkt bekannt sein wird.

Der Prämienzuschlag wird auch bei Versicherten erhoben, wenn sie nicht die ganze Prämie selbst bezahlen (zum Beispiel Prämienverbilligung).

(fal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DenktWeiter am 25.08.2015 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    WieLangeWirdsNochGutGehen?

    Wenn der Bürger etwas bezahlen muss ist das wirklich ganz schnell errechnet. Andersrum wenn er etwas erhalten sollte, nun eben, da braucht es mehr Zeit oder ist dann plötzlich mit zuviel Aufwand verbunden (BiIllag). Das Problem wird wohl eher sein das die Lebenskosten steigen jedes Jahr, der Lohn allerdings stagniert und für sehr viele die Rechnung ende des Monates dann nicht mehr aufgeht. Ich würde sagen wir generieren hiermit ein Riesen Problem, für was die heutigen Politiker nie Verantwortung übernehmen werden, oder müssen.

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  • GSX1400 am 25.08.2015 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Wohin führt das..........

    ......., jedes Jahr wird die Krankkasse teurer? Auch Steuern steigen stetig sowie sonstige Abgaben aber wann gibt endlich mal gesetzlich mehr Lohn???

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  • Levau am 25.08.2015 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Prämienverbilligung

    Ich kann das nicht mehr tragen. Darum beantrage ich jetzt beim Kanton eine Prämienverbilligung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rappel am 27.08.2015 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Und wie sieht dies aus wenn jemand 2015 in ein Kanton gezügelt hat der im 2016 48CHF einfordert ? Den die Rechnung bezieht sich von 1996-2013 !

  • neutral am 27.08.2015 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    bis es einmal platzt

    Alles wird immer teurer. Es ist traurig. Die KK können mittels "Berechnungen" "beweisen", dass die Prämien steigen müssen... Schon bald brauchen wir hier Löhne wie damals in Italien als es noch die Lira gab.

  • Kn4lltüte am 27.08.2015 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    da geht etwas nicht auf

    "die als Berechnungsgrundlage dienende Anzahl der Versicherten erst zu diesem Zeitpunkt bekannt sein wird." Wie bitte? Wenn jemand im 2013 vom kt. Be. in den kt. Fr gewechselt hat, bekommt er auch geld zurück, obwohl er in den betreffenen Jahren zu wenig bezahlt hat? Also profitiert er doppelt. Wenn irgendwas nachbezahlt wird, bitte RICHTIG, für jeden einzelnen Bürger klar & Durchsichtig aufgestellt, inkl. Rechtliche Grundlage für die annulierung der Verträge!

  • Kn4lltüte am 27.08.2015 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    wie soll das gehen?

    Ich hab vor ca. 2 Jahren KK gewechselt und zahle nun ca. CHF 90.-- / Monat weniger als früher. Zahle ich mit der neuen Prämie zu wenig oder mit der Alten. Wenn ich jetzt zu wenig zahle, habe ich ja früher CHF 42.-- zu viel bezahlt? Wie kann, bei gefühlten 100o verschiedenen Prämienhöhen, pauschal von 48.-- gesprochen werden. Ausserdem, ich hatte einen klaren Vertrag mit der KK. Ist dieser im Nachhinein nichtig? Sind Verträge nun nicht mehr bindend? Kann ich nun auch Miete, Telefon, Versicherungen etc. nach gutdünken kürzen, da der Verträge allem anschein nach nicht bindend sind?

  • Markus am 26.08.2015 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LIK ist falsch

    Endlich die KK und die Mieten in den Landesindex der Konsumentenpreise aufnehmen. Wir hätten jedes Jahr eine Teuerung von 7 - 10 % und die Arbeitgeber müssten mehr Lohn zahlen.

    • Celeste am 26.08.2015 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Krankenkasßenprämien

      Who ist der Lohnausgleich geblieben in den letzen Jahren? Damit wir diese dauernde Erhöhung der Krankenkasse, die immer weiter steigt noch zahlen können? Ich möchte auch mehr im Portemonnaie haben, aber der Arbeitgeber gibt es lieber dem Kunde weiter, damit der Kunde in der Schweiz kauft. Ich muss aber alles in Kauf nehmen...wie kann ich mich wehren.? Die Medikamente im Ausland einkaufen? Ist das, was ihr wollt? Soll ich mich auch im Ausland an einen Arzt wenden. Kommt doch für die Schweiz billiger und den Krankenkasse. Die retournieren ja immer nach ihren Gunsten.

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