21. April 2005 10:40; Akt: 21.04.2005 10:40 Print

Kriegsgüter für 50 Millionen Franken exportiert

Die Schweiz hat im ersten Quartal 2005 Kriegsmaterial im Wert von rund 50 Millionen Franken exportiert.

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Am meisten Verkäufe gingen traditionsgemäss nach Deutschland, einen Sprung nach vorne machte der Handel mit Saudi-Arabien. Der Gesamtumsatz erreichte nach drei Monaten erst einen Achtel des Werts von 2004.

Ins nördliche Nachbarland wurde zwischen Januar und März Kriegsmaterial im Wert von 10,5 Millionen Franken exportiert, wie der am Donnerstag veröffentlichen Statistik der Zollverwaltung zu entnehmen ist. Dies entsprach rund einem Fünftel des gesamten Exportwerts im ersten Quartal. An zweiter Stelle folgte mit einem Wert von 5,2 Millionen Franken Spanien, ebenfalls ein regelmässiger Abnehmer von Rüstungsgütern aus der Schweiz. Dahinter kamen die USA, Malaysia, die Niederlande und Schweden mit einem Exportvolumen zwischen vier und fünf Millionen Franken.

Zu florieren scheint der Handel mit Saudi-Arabien. Der Golfstaat importierte aus der Schweiz Kriegsmaterial im Wert von 2,6 Millionen Franken und hat damit schon mehr eingeführt als im gesamten vergangenen Jahr. Dasselbe gilt für Thailand, das im ersten Quartal für 224.000 Franken Schweizer Kriegsgüter kaufte. Der Vergleich ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, da die Quartals- und die Jahresstatistik nicht identisch sind. Die Zollverwaltung führt für die Quartalszahlen lediglich das Erstbestimmungsland der Exporte auf, während die jährliche Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft von den tatsächlichen Endempfängerstaaten ausgeht.

Mit den Exporten von total 50 Millionen Franken hat die Kriegsmaterialindustrie nach einem Quartal einen Achtel ihres Exportumsatzes aus dem Vorjahr erzielt. 2004 waren insgesamt Kriegsgüter für 402,4 Millionen Franken ausgeführt worden, was dem höchsten Betrag seit 16 Jahren entsprach.

(ap)