Einbruchsstatistik

28. Oktober 2012 13:31; Akt: 28.10.2012 13:31 Print

Kriminelle Banden schlagen immer mehr zu

Zwanzig bis vierzig Prozent mehr Einbrüche wurden in diesem Jahr begangen. Verantwortlich dafür sind Banden aus dem Ausland. Sie bevorzugen Gemeinden entlang den Autobahnen.

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Sie kommen zu jeder Tages und Nachtzeit und brechen am liebsten in Mehrfamilienhäuser ein: Kriminaltouristen aus dem Osten. (Bild: Colourbox, Dmitri Maruta)

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Rund ein Viertel mehr Einbrüche verzeichnen verschiedene Versicherer in den ersten neun Monaten dieses Jahres in der gesamten Schweiz im Vergleich zur Vorjahresperiode, schreibt «Der Sonntag». Die Bâloise hatte beispielsweise seit Januar 20 Prozent mehr Einbruch-Fälle, vergleichbar ist die Zunahme bei der AXA Winterthur. Bei der Mobiliar sind es sogar 26 Prozent mehr Fälle.

«Die grosse Mehrheit der Einbrüche geht derzeit auf das Konto sogenannter Kriminaltouristen», sagt Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau. Dabei gehen die in Banden organisierten Einbrecher gezielt vor: Sie kommen und verschwinden über die Autobahn. Besonders betroffen sind Wohnquartiere entlang der A1, A2 und A3. «Die Kriminaltouristen wählen bewusst Dörfer und Städte, wo sie schnell wieder weg sind», sagt Graser. So komme es vor, dass die Banden ihre Autos auf einer Raststätte abstellen und zu Fuss auf Diebestour in die umliegenden Gemeinden gingen.

45 Prozent Zunahme in Basel

Gemäss Bundesamt für Statistik wurden 2011 52 735 Einbrüche begangen. 19410-mal wurde in Mehrfamilienhäuser eingebrochen - das beliebteste Ziel der Kriminellen. An zweiter Stelle steht das Einfamilienhaus mit 9075 Fällen. Die Aufklärungsrate liegt bei 11,5 Prozent, denn die Banden sehr mobil. Sie können heute im Aargau einbrechen und morgen bereits in der Ostschweiz wieder zuschlagen. «Zudem sind die Täter Tag und Nacht am Werk», sagt Graser.

Am stärksten betroffen von der Zunahme ist Baselstadt. Seit Jahresbeginn verzeichnet man dort eine Zunahme von 45 Prozent. In den Monaten Juli und August verzeichnete man in der Stadt gar 60 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr. Auch der Kanton Solothurn und Aargau werden übermässig oft von Einbrechern heimgesucht.

(ann)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan Balz am 28.10.2012 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Spezialisten

    Unser lieber BR hat vor der Schengen-Abstimmung irgend etwas von "Spezialisten" und "Facharbeitern" gefaselt. Hat auch gesagt die gingen nach "getaner Arbeit" wieder. Stimmt ja alles. Auf unseren BR ist halt Verlass...

  • Ein Brecher am 28.10.2012 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbedienung

    Die Schweiz ist wirklich zum grössten Gratis - Selbstbedienungsladen Europas geworden. Wann wachen die Politiker endlich auf? Nächstes Mal wähle ich .......

  • zeta am 28.10.2012 21:59 Report Diesen Beitrag melden

    diebe

    ist doch nicht so schlimm solange keine personen zu schaden kommen! wir holen den reichtum im ausland. die holen sich den reichtum wieder zurück! ein hoch auf die diebe!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 28.10.2012 22:53 Report Diesen Beitrag melden

    Das müssen nicht nur Banden sein!

    Manchmal reicht es auch schon, wenn einer der Nachbarn irgendwie an einen Wohnungsschlüssel gerät und so einem beklaut. Viele Nachbarn wollen es ja immer ganz genau wissen und durchsuchen liebend gerne die Wohnungen der anderen. Oder der Hauswart schaut sich mal etwas um und findet noch was, was ihm gut gefällt. Da braucht es nicht unbedingt Banden!

  • zeta am 28.10.2012 21:59 Report Diesen Beitrag melden

    diebe

    ist doch nicht so schlimm solange keine personen zu schaden kommen! wir holen den reichtum im ausland. die holen sich den reichtum wieder zurück! ein hoch auf die diebe!

  • Ein Brecher am 28.10.2012 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbedienung

    Die Schweiz ist wirklich zum grössten Gratis - Selbstbedienungsladen Europas geworden. Wann wachen die Politiker endlich auf? Nächstes Mal wähle ich .......

  • Samara Morgaine am 28.10.2012 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kriminelle Banden

    Mit diesen traurigen Zuständen werden wir uns leider wohl abfinden müssen, ob wir wollen oder nicht. Das Schengen-Abkommen scheint nur ein Papiertiger zu sein. Die negativen Nebenwirkungen offener Grenzen hat die Bevölkerung zu tragen. In der Winterzeit, wenn es früh Dunkel wird, werden die Einbrüche sowieso noch zunehmen.

  • Max Müller am 28.10.2012 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht jammern!

    Liebe Schweizer bitte jetzt nicht jammern. Diese Personenfreizügigkeit ist schliesslich gewollt und Bundes-Bern glaubt immer noch, dass wir solche Zuwanderung brauchen. Einfach mal richtig abstimmen und gehts wieder aufwärts mit der Schweiz. Die Polizei testet wohl gerade neue Radarkästen im hinteren Emmental. Das geniesst wohl Priorität.