Song über Oberwil-Lieli

30. März 2017 21:14; Akt: 30.03.2017 21:14 Print

Kummerbuben schiessen gegen SVP-Hardliner

Die Band Kummerbuben hat der Heimat von SVP-Asylchef Andreas Glarner und deren Einwohnern einen Song gewidmet. Die Musiker sparen nicht mit Kritik.

Die Kummerbuben singen über Oberwil-Lieli.
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Der Zug fährt durch die Modellbaulandschaft, Figürchen sitzen vor Bauernhäusern, Kühe grasen auf der Weide: So präsentiert sich die Szenerie im Clip zum neuen Song der Berner Band Kummerbuben. In diesem gehen die Musiker mit «den Zwergen» hart ins Gericht. Sie seien am überbeissen, dass es nicht mehr schön sei, darum sei die beste Lösung für alle, sie würden auf ein Stück Land im Aargau ziehen, umzäunt mit Stacheldraht. «Baut euch ein Land, endlich am Ziel, eure Hauptstadt heisst Oberwil.»

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Im Radio laufe bei «den Zwergen» die ganze Zeit die Ländler-Kapelle Trauffer, im Fernsehen gebe es «Samschtig-Jass» statt «Tagesschau». Es gebe ein Heimatland und nur eine Meinung, eine Partei, Edelweisshemden, und jeder heisse Pfeuti (so wie Göla mit bürgerlichem Namen). «Es gibt keine Schwarzen, es gibt keine Roten, jeden Tag nur Schweinefleisch an brauner Sauce.»

«Jene bestärken, die nicht so denken»

Sänger Simon Jäggi stellt gegenüber 20 Minuten klar: «Ein Song sollte immer für sich stehen. Ich glaube, es ist klar, welche Partei und welchen Politiker wir meinen.» Die Idee zu der unverblümten SVP-Kritik sei ihnen gekommen, als sie im Radio von einem neuen politischen Vorstoss gehört hätten. «Das hat bei uns das Fass zum Überlaufen gebracht. Wir wollen mit dem Song jene bestärken, die nicht eine solche Schweiz wollen, wie sie diese Kreise derzeit aufzubauen versuchen. Wir fänden einen Zwergenstaat eine für beide Seiten befriedigende Lösung.»

Beim Gemeindeammann von Oberwil-Lieli, SVP-Asylchef Andreas Glarner, kommt das Lied nicht gut an: «Der Song ist tatsächlich böse und wird unserem schönen Dorf in keinster Art und Weise gerecht. Aber diese linken Buben machen mir keinen Kummer», sagte er der «Aargauer Zeitung».

(the)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • N. Ein am 30.03.2017 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toleranz?

    Die Linken verlangen immer Toleranz, sie sind es jedoch nicht. Jeder, der anders denkt, wird beleidigt, und das ohne Konsequenzen. Wo bleibt die Meinungsfreiheit?

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  • Besserwisserdennje am 30.03.2017 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja,

    die Schweiz ist ein schrecklicher Ort geworden, danke liebe Kummerbuben habt ihr die Schuldigen enttarnt. Ist eure Sichtweise nicht genau gleich wie die der Menschen welche ihr kritisiert? Einfach um 180 Grad gedreht

  • Scarface am 30.03.2017 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja okay

    Wenn man es sonst nicht schafft mit seiner Musik auf sich aufmerksam zu machen, dann halt so.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Holmes am 31.03.2017 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    überhaupt nicht ernst nehmen!

    Es ist doch schon längst bekannt, das Künstler ein ganz komisches Verhältnis zur Politik haben und deshalb kann man diese auch

  • mimi am 31.03.2017 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    tolerant oder nicht?

    Eine Partei, die intolerant ist, sollte man nicht tolerieren.

  • Daniel am 31.03.2017 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Wahrheit weh tut

    Lustig, wie hier die Songzeile "D Kommentarspaute ghört Eu ganz ellei..." mal wieder schön bestätigt wird. Wutbürger die über einen Song über Wutbürger wüten. Quod erat demonstrandum. Liebe Mitkommentatoren: Ihr die seit die Angesprochenen!

  • mimi am 31.03.2017 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    apropos

    Leute bzw. eine Partei, welche nicht tolerant ist, sollte auch nicht toleriert werden. Basta!

  • Balu am 31.03.2017 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lustig

    Also mich dünkt das Lied nicht "böse". Es scheint eher, dass die SVP wieder keine Kritik einstecken kann. Im Gegensatz zu den Polterreden der SVP ist dieses Lied ja ziemlich harmlos und amüsant :-)