Beinahe-Katastrophe in Davos

15. Januar 2019 11:33; Akt: 14.02.2019 15:59 Print

Wucht der Lawine hat die Soldaten überrascht

Eine kontrollierte Lawinensprengung in Davos endet fast in einer Katastrophe. Nur in letzter Sekunde können sich die Soldaten in Sicherheit bringen.

In Davos konnten einige Soldaten während der WEF-Aufbauarbeiten eine Lawine beobachten. (Video: Leserreporter)
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Am Dienstagmorgen wurde in der Nähe von Davos eine Lawine kontrolliert ausgelöst. Dabei ist die Lawine offenbar tiefer ins Tal vorgedrungen, als geplant. Zumindest lässt die Reaktion von anwesenden Soldaten darauf schliessen. Diese wurden vom Schneegestöber überrascht und mussten sich in Deckung bringen.

«Wir wurden nicht gewarnt, dass eine Lawinensprengung ansteht», sagt ein Leser-Reporter zu 20 Minuten. Zwar finden in Davos aufgrund der Schneefälle in den letzten Tagen immer wieder kontrollierte Auslösungen von Lawinen statt. «Dass eine Sprengung aber derart ausartet, hätten wir selber nicht gedacht.» Die Lawine hätte viel Druck erzeugt und Schnee aufgewirbelt. Nun müsse die Truppe den Platz halt wieder freischaufeln.

«Soldaten wurden gewarnt»

Die Armee widerspricht den Aussagen der Soldaten: «20 Minuten vor der Sprengung wurden die Personen vor Ort darüber informiert und sie angewiesen, das Gebiet zu verlassen», sagt Jürg Nussbaum, Kommunikationsverantwortlicher der Armee beim WEF.

Bei der Lawinensprengung sei aber deutlich mehr Schnee ausgelöst und ins Tal verfrachtet worden, als erwartet. «Durch die Lawine wurden auch Container verschoben, Verletzte gab es aber keine», sagt Nussbaum.

SOS Jakobshorn führt in diesem Gebiet die Lawinensprengungen durch. Gegenüber 20 Minuten bestätigte SOS Jakobshorn, dass am Dienstagmorgen Sprengungen durchgeführt wurden.

(dk/fur)