Statistik

21. Dezember 2017 18:02; Akt: 21.12.2017 18:02 Print

Jeder Fünfte löst seinen Lehrvertrag vorzeitig auf

Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen: 21 Prozent der Lernenden brechen ihre Lehre ab. Ausländer sind häufiger betroffen als Schweizer.

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Über 60'500 Jugendliche, die im Sommer 2012 ihre Lehre begonnen hatten, hat das Bundesamt für Statistik Buch geführt. Die Auswertung, die die Statistiker nun veröffentlicht haben, zeigt: Rund 21 Prozent hatten ihren Vertrag vorzeitig aufgelöst.

Die Hälfte jener, die ihre Lehre abgebrochen haben, taten dies im ersten Lehrjahr. Laut BFS bedeutet das aber nicht, dass sie eine Lehre als Bildungsweg nicht mehr in Betracht ziehen. Fast 80 Prozent begannen danach eine andere Lehre.

Coiffeure brechen am meisten ab

Die meisten Lehrabbrüche gab es im Beruf Coiffeur und im Gastgewerbe, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Dort liegt die Abbruch-Quote bei über 30 Prozent. Am wenigsten lösten ihren Vertrag Lernende aus dem Bereich Wirtschaft und Verwaltung sowie der Sozialarbeit auf.

Laut dem Bundesamt für Statistik variiert die Zahl der Abbrüche auch nach Migrationsstatus. Die Auflösungsquote der Schweizer Lernenden liegt mit 19 Prozent zehn Prozentpunkte
unter derjenigen der im Ausland geborenen Lernenden.

Haben Sie Ihre Lehre auch abgebrochen? Bereuen Sie es, oder war es genau der richtige Schritt? Melden Sie sich.

(pam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Günter am 21.12.2017 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    billig

    schade. liegt aber auch oft an den Chefs die Lehrlinge nur als billige Arbeitskräfte nutzen. es gibt betriebe die machen etwas für ihre Lehrlinge und andere eben nicht.

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  • Lucky am 21.12.2017 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    Überrascht mich nicht

    Ist auch sehr demütigend und unmenschlich was in den Coiffeur- und Gastrobetrieben läuft. Kenne beides.

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  • Ramona Müller am 21.12.2017 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder bei manchen Gastrobetrieben

    Leider kein Wunder das viele eine Lehre in der Gastronomie abbrechen. Ich weiss selber wie zum beispiel in den Küchen mit einem umgegangen wird das ist oft leider unzumutbar. Habe selber mal einen Chef gesehen der dem Lehrling das Pauli Kochbuch an den Kopf geschmiessen hat. Und das ist echt ein grosses und schweres Buch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 22.12.2017 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Geld ja, lernen nein...

    Irgendwie hat die heutige Jugend keine Ausdauer und kein Courage mehr. Für ein Ja oder Nein wir den Schurz abgezogen. Früher machte ein Automechaniker eine 4-jährige Lehre mit Gewerbeschule...Das hat unser Sohn auch mit Bravur absolviert, dann weiter gemacht bis zum Eidg. Diplom.

  • Commodore am 22.12.2017 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    Für die Ewiggestrigen..

    Ich habe hier ein gutes Zitat, welches sich diese "früher war alles besser"-Menschen zu Herze nehmen sollten: "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." -- (470 - 399 v. Chr.), Sokrates Denkt mal darüber nach...

    • Martial2 am 22.12.2017 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Commodore

      Absolut korrekt kommentiert, das entspricht leider der Tatsache...

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  • Roland B. am 22.12.2017 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Coiffeurberuf und Gastronomie sind

    sicher nicht die einfachsten Bereiche. Meine jahrelange Erfahrung zeigt, die Jugendlichen werden immer verweichlichter, weniger engagiert und sind verwöhnter. Zum "chillen" und "chatten" haben sie aber sehr viel Energie; auch zum Kiffen und Saufen. Und sehr viele sehen keinen Sinn mehr im Beruf etwas zu erreichen; sie hoffen wohl auf den Staat oder das Erbe ihrer Eltern. Dazu kommt die miserable Schulbildung. Viele können keinen geraden Satz sprechen, geschweige schreiben. Nicht mal das kleine 1x1 beherrschen sie. Aber, zum Glück gibt es auch andere, wo es sich lohnt Zeit zu investieren.

  • Fraz am 22.12.2017 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Kommt noch besser

    Das wird wohl eher noch zunehmen. Wenn jeder Bauer zum Bock gemacht werden soll, auch kein Wunder.

  • biene am 22.12.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    probleme

    heutzutage kann man das aber 1957ig wurde die Bäckerei wegen Hygiene geschlossen und wir 3 hatten das nachsehen`!man wurde nicht mehr eingestellt um fertig zu lernen !das ist heute besser!

    • Franz am 22.12.2017 12:34 Report Diesen Beitrag melden

      Jugentliche s Jugentliche

      wir haben 2 Enkel die den Falschen Beruf wählten und bekamen eine 2 Chance und das kann man mit viel Mühe oder dahin gehen wo die Lehrstelle das ist was man wollte! da sind manchmal auch Eltern Schuld !Bänkler ?lieber Metallbauschlosser !aber das tönt halt nicht so ghoben ?

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