Schule

27. Januar 2019 14:54; Akt: 27.01.2019 14:54 Print

Lehrer sollen sich mehr um Problemkinder kümmern

Eine Idee, die bei der Lehrerschaft auf Widerstand stösst: Statt Spezialisten sollen vermehrt die Lehrer die Aufgaben des Heilpädagogen übernehmen.

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Ab nächstes Jahr können sich Lehrer an der interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich weiterbilden lassen, zu einer sogenannten Heilpädagogin light, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Dies bedeutet, dass man künftig weniger Spezialisten im Klassenzimmer braucht. Denn bislang werden für Problemschüler vielfach Spezialisten hinzugezogen, beispielsweise um jene in Deutsch oder Logopädie zu unterstützen.

Doch geht es nach der Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner, soll sich dies ändern. «Eine Stärkung der Lehrpersonen hat zum Ziel, einen weiteren Anstieg des Bedarfs an Heilpädagogen zu vermeiden», so die CVP-Politikerin zur Zeitung. Steiner wolle, dass die Lehrer die Qualität ihres Unterrichts mit dem neu angeeigneten heilpädagogischen Wissen verbessern können.

Der Vorschlag stösst bei der Lehrerschaft allerdings auf Kritik: «Wir wehren uns vehement dagegen, dass die Lehrpersonen zusätzlich noch heilpädagogische Verantwortung übernehmen müssen», sagt Christian Hugi, Präsident des Zürcher Lehrerverbands in der «NZZ am Sonntag».

(roy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Huch? am 27.01.2019 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz sicher nicht

    Lehrer haben doch schon genug zu tun. Neben dem Unterricht z. B. noch freche Eltern betreuen, antiautoritär erzogene Schüler in die Schranken weisen etc.

  • CaptainLonestarr am 27.01.2019 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was sonst noch?

    Die Eltern erziehen nicht mehr die Lehrer machen mittlerweile: Schuldenberatung, Sexualaufklärung, Essberatung, Beratung für taugliche Winterkleidung, Hygienekurse, Zahnputzberatung, Berufsberatung, Hausaufgabenclub, betreuter Mittagstisch, ZVV Tag um Tramfahren zu lernen,medizinische Versorgung bei vernachlässigten Kindern. Und irgendwann auch noch Unterricht.

    einklappen einklappen
  • Orchidea am 27.01.2019 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eltern in die Pflicht

    Das wird ja immer schöner! Von den Lehrern wird jetzt schon verlangt, versäumte Erziehungsarbeit zu übernehmen welche eigentlich von den Eltern geleistet werden sollte. Den Lehrern jetzt noch weitere Verpflichtungen aufzuladen überspannt den Bogen ins Unerträgliche. Kein Wunder, will niemand mehr den undankbaren und mühsamen Lehrerjob übernehmen. Die Erzeuger ihrer Kinder sollen ihren Verpflichtungen als Eltern endlich nachkommen und nicht alle Verantwortung an die Lehrer übertragen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • R. S. am 27.01.2019 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2 Teil

    Dann haben alle Kinder zwei Sprachen gelernt. Der Hauptlehrer muss nicht immer eine Löcher Klasse unterrichten und kommt in seiner Stoffvermittlung vorwärts. Es bieten sich dafür folgende Zeiten an: Mittwoch Nachmittag und alle schulfreien Randstunden.

  • R. S. am 27.01.2019 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erster Teil.

    Man hat die Kleinklassen abgeschafft, man hat das DAZ in die Schulstunden verlegt und meinte es komme günstiger, nun stellt man fest, das dem nicht so ist, und es teurer wird. Ich habe folgenden Vorschlag: alle sonder Unterrichte werden nach dem obligatorischen Unterricht erteilt. Die Sonderpädagogen wie: Logopädie, deutsch für fremdsprachige sollen in kleingruppen von 4-6 Kindern von gut ausgebildeten Fachpersonen erteilt werden. Förderunterricht soll auch nach der Schulzeit unterrichtet werden. Es bietet sich an, dass Englisch für deutsch sprachige Kinder ausserhalb der Schule angeboten wir

  • Eltern am 27.01.2019 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufgaben

    Ähhh hallo, mal zur Info: Schulische Heilpädogogen sind speziell ausgebildete Lehrpersonen, die Kinder mit Lernschwierigkeiten aber auch besonderen Begabungen nach Ihren Bedürfnissen unterstützen und fördern!!!!! Waaaas Aufgabe der Eltern... gehts noch?

  • Fritz Lanz am 27.01.2019 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz, quo vadis?

    Als bei unserem Sohn Hochbegabung festgestellt wurde, müssten wir selbst schauen, wie wir das fördern können. Kein Lehrer, keine Behörde hatte einen Lösungsansatz. Aber bei Problemkindern wird alles mögliche in Gang gesetzt. Wo führt das hin, wenn sich unsere Gesellschaft an den Schwächsten & nicht an den Stärksten orientiert?

  • Markus am 27.01.2019 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Vetterliwirtschaft

    Die Lehrer kümmern sich schon heute um die "benachteiligten" Kinder. Die folge daraus, Kinder im Mittelfeld bleiben auf der Strecke, da jene mittels "Benachteiligtenbonus" in die Sekundarstufe gehievt werden und völlig überfordert sind. Mittels zusätzlichen Benachteiligtenunterricht und Stützkursen werden sie dann durch die Sekundarstufen geschleusst und ich als Steuerzahler habe dies zu finanzieren. Grundsätzlich habe ich den anspruch auf Gleichbehandlunng.Aber die Vetterliwirtschaft hat in den Schulen schon längst Einzug erhalten. Kinder von Lehrern, Politikern etc. werden bevorzugt benotet.