Attraktivere Bedingungen

29. Juni 2011 11:51; Akt: 29.06.2011 16:33 Print

Lehrer wollen sechs Prozent mehr Lohn

Da heute Berufseinsteiger teilweise weniger verdienen als noch im Jahr 1993, sind Lehrer unzufrieden. Sie verlangen eine deutliche Lohnerhöhung sowie eine Lohnperspektive.

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Da der Lehrberuf meist keine Berufskarriere kennt, verlangen Lehrer eine verlässliche Lohnperspektive. (Bild: Keystone)

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Die Schweizer Lehrerinnen und Lehrer wollen endlich besser bezahlt werden. Ihr Dachverband LCH fordert für 2012 eine Reallohnerhöhung von mindestens sechs Prozent, den vollen Teuerungsausgleich in allen Kantonen sowie eine «verlässliche Lohnperspektive».

Der Lehrberuf kenne in der Regel keine Berufskarriere. Deshalb sei eine verlässliche Lohnperspektive unabdingbar, um auf dem Stellenmarkt konkurrieren zu können, heisst es in einer LCH-Mitteilung vom Mittwoch. Die Lohnentwicklung müsse wieder in allen Kantonen gesetzlich verankert werden.

Weniger Lohn als 1993

Es gebe in gewissen Kantonen Berufseinsteiger, «die heute in Franken und Rappen weniger verdienen als die Berufseinsteiger im Jahr 1993 - und dies bei einer Teuerung von 16,1 Prozent».

Die Anstellungsbedingungen für Lehrkräfte müssten endlich attraktiver werden. Sonst werde sich der Lehrermangel in den nächsten Jahren weiter verschärfen, zumal die Gehälter in anderen Berufen mit ähnlichem Anforderungsprofil um 10 bis 85 Prozent höher seien. Dies habe eine Salärvergleichsstudie von PricewaterhouseCoopers vom letzten Jahr ergeben.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • liebe lehrer am 29.06.2011 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Lehrer in die Privatwirtschaft

    Liebe Lehrer Eine Arbeitstelle in der Privatwirtschaft würde allen Lehrern gut tun und die Augen öffnen. Die meisten kommen von der Uni und hatten nie wirklich gearbeitet, was man auch ganz klar merkt aufgrund der Burnouts und der ewigen Klagerei betreffend dem Lohn.Es wird auf einem hohen Niveau geklagt. Die Löhne sind bereits hoch, des weiteren haben die Lehrer mehr Ferien als andere, welche sie zu 100% Sicherheit nicht immer zur Fortbildung oder Vorbereitung nutzen.

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  • HE HA am 29.06.2011 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich

    Als ob die Lehrer nicht schon genug Ferien hätten, kommen sie noch mit zusätzlichen Forderungen. Ausserdem mangelts den Lehrern oft an gute Kommunikation mit den Schülern/Studenten. Viele Lehrer werden wütend und sogar manchmal aggressiv. Zumindest ist das meine Erfahrung

  • Schüler am 29.06.2011 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Sitzt nur rum

    Für das unser Lehrer uns einfach ein vorgegebenes Übungsblatt abgibt und wir dann selbständig arbeiten sollen finde ich es eine Frechheit!! Der Sitzt den ganzen Tag vor seinem eigenem Laptop und macht weiss Gott was..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Monika am 29.06.2011 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    Lohn-Erpressung durch Lehrer-Mangel

    Die Lehrer verdienen genug. Der Lehrer-Mangel wird einfach zu wenig gefördert - Lohn-Erpressung hat in der heutigen Finanzkrise nichts zu suchen.

  • asterix am 29.06.2011 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Leistungslohn

    In meinem Beruf habe ich oft mit Lehrern zu tun und weiss, wie ineffizient sie arbeiten und dazu noch kleinlich sind. Man muss bei ihnen Leistungslöhne einführen. Die Lohnhöhe sollte vom Diplom, Erfahrung und auch von der Elternbeurteilung (!) abhängig gemacht werden.

    • Ein Lehrer am 30.06.2011 11:26 Report Diesen Beitrag melden

      Danke für die Blumen

      klar, Eltern wissen ja am besten Bescheid über die Schule... Ich bin Vater und Lehrer und weiss, dass die beiden Sichtweisen sehr unterschiedlich sind. Und welche andere Berufsgattung lässt sich schon von Laien beurteilen? Und danke für die Ineffizienz und Kleinlichkeit...

    • Benjamin Walters am 30.06.2011 11:28 Report Diesen Beitrag melden

      Lustig

      Sie kennen sich aber sehr gut aus! Was arbeiten Sie denn genau? Wie viel verdienen Sie? Haben Sie auch einen Leistungslohn? Wie lange haben Sie studiert? Ist Ihr Lohn auch abhängig von Personen, die keine Ahnung haben, was Sie genau tun? Ausserdem: Die Lohnhöhe der Lehrpersonen ist bereits abhängig von Diplom und Erfahrung. Eine lohnwirksame Elternbeurteilung der Lehrpersonen ist wohl die absurdeste Forderung, die es gibt...Es wären ja pure Sympathienoten. Gute Noten gleich zufriedene SchülerInnen gleich zufriedene Eltern gleich guter Lohn. Ein Witz.

    • U.Hauser am 10.07.2011 12:17 Report Diesen Beitrag melden

      leistungslohn

      Wie ineffizient arbeiten dann Manager mit Millionenbonis.Man sollte nicht inmer die schlechten Beispiele verallgemeinern.

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  • Luftibus am 29.06.2011 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Lohnmassnahmen

    Unsere Lehrer nagen sicher nicht am Hungertuch. Führt einen Fragebogen über Elternzufriedenheit ein und stellt einen Anteil der Lohnsumme bereit. Wer positiv beurteilt wird, kriegt einen einmaligen Bonus. Wer negativ beurteilt wird, geht leer aus. Das Prozedere ist jedes Jahr zu wiederholen. Somit wäre dann auch Schluss mit Willkür und Antipathie.

    • benjamin walters am 29.06.2011 18:08 Report Diesen Beitrag melden

      Schluss damit

      Eltern sind zufrieden, wenn ihre Kinder gute Noten bekommen...Leider wahr...Beurteilen, ob dieser Lehrer nun gut oder schlecht ist, können sie leider nicht. Solche Kommentare hier sind genau der Grund, weshalb ich aus diesem Beruf aussteige...das Problem sind doch nicht die Löhne... Ausserdem: Die guten Lehrer, die den Beruf lieben und ernst nehmen, die sich um ihre Schüler kümmern und spannend unterrichten, brennen aus und müssen aufhören. Die schlechten "überleben" und helfen damit, das Image der Lehrperson noch schlechter zu machen...Traurig, aber wahr.

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  • Marco am 29.06.2011 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Fussstapfen

    Alle die sich jetzt über die Lehrer auslassen dürfen gerne ihn deren Fussstapfen treten. Die Arbeitszeiten und die Ferien, welche wohl mit Weiterbildung gefüllt sind, sind neben all den Problemen, die die Kinder und deren Eltern heutzutage in die Schule tragen ein Kinderspiel. Das Lehrer heute bedroht wegen den schlechten Noten der Kinder angegriffen werden, lässt man da grosszügig ausser Acht. Ich bin froh um jeden, der diesen undankbaren Job noch macht.

    • Un Prof am 30.06.2011 11:28 Report Diesen Beitrag melden

      Merci

      Danke für diese Aussagen. Meine Ferien sind schon nicht nur mit Weiterbildungen gefüllt. Dafür aber mit Nach- und Vorbereiten. Die Belastungen neben dem eigentlichen Unterrichten machen für mich viel mehr aus, als das "Präppen" und Unterrichten.

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  • Tinkel Tom am 29.06.2011 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Quereinsteiger!

    Lehrer haben einen guten Verdienst und viel Freizeit, ihnen den Lohn erhöhen wäre unfair allen anderen Gegenüber. Es fand ja ein regelrechter Run auf die Quereinsteigerstellen statt, das sagt wohl schon sehr viel aus!

    • A Teacher am 30.06.2011 11:30 Report Diesen Beitrag melden

      lieber nicht

      Na ja, viel Freizeit würde ich das nicht nennen. Wenn Otto Normalbürger sein Feierabendbier trinkt, bin ich am Korrigieren, Tests schreiben, an Gesprächen oder Sitzungen... Ich fürchte, dass diese vielen Quereinsteiger nicht nur glücklich werden im Beruf. Hat doch bald jeder das Gefühl, er wisse, wie Schule läuft. Und ganz vergebens braucht man schon nicht eine höhere Schulbildung für den Lehrerberuf.

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