Grundeinkommen-Initiative

09. November 2014 21:34; Akt: 10.11.2014 15:32 Print

Lenzburger Stapferhaus kauft Fünfräppler-Berg

Eine Aargauer Kulturinstitution hat vier Millionen Fünfräppler gekauft. Diese wurden vor einem Jahr zur Promotion einer Initiative auf den Bundesplatz gekippt.

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Vor gut einem Jahr kippten Befürworter der Grundeinkommen-Initiative medienwirksam acht Millionen Fünfräppler auf den Bundesplatz. Danach wollten sie den Geldhaufen verkaufen – lange erfolglos. Nun hat sich mit dem Stapferhaus Lenzburg eine Käuferin für die Hälfte der Münzen gefunden.

Das Stapferhaus Lenzburg habe die vier Millionen Fünfräppler zum Nennwert von 200'000 Franken gekauft, sagte Che Wagner von der Gruppierung «Generation Grundeinkommen» am Sonntagabend der Nachrichtenagentur SDA.

Die Aargauer Kulturinstitution will laut Wagner den Geldhaufen ein Jahr lang der Öffentlichkeit zugänglich machen im Rahmen der Ausstellung «Geld – jenseits von gut und böse». Die Ausstellung wird Mitte November eröffnet.

Kredit aufgenommen

Die Gruppierung hatte Anfang Oktober 2013 bei der Einreichung der Volksinitiative die acht Millionen Münzen auf dem Bundesplatz ausgeschüttet. Um an die Münzen zu kommen, nahm sie eigens einen Kredit auf.

Nach der Aktion suchten die Politaktivisten einen Käufer für die Münzen sowie für einen Tresor. Obwohl sich nach ihren Angaben rund 70 Interessenten aus aller Welt gemeldet hätten, blieben die Verkaufsbemühungen erfolglos – im vergangenen Sommer teilte die Gruppierung mit, sie werde die Münzen der Nationalbank zurückgeben.

Museum wollte den ganzen Haufen

Eigentlich wollte die Gruppierung dem Stapferhaus sämtliche Fünfräppler abtreten. Die eine Hälfte hatte sie aber bereits der Nationalbank zurückgegeben – und diese wollte sie nicht wieder aushändigen, wie Wagner sagte. Die Nationalbank wolle das Geld nicht zweckentfremden, begründete die Institution laut Wagner ihren abschlägigen Entscheid.

Immer noch zum Verkauf ausgeschrieben ist der Tresor – zum symbolischen Betrag von drei Millionen Euro. Die Gruppierung will mit dem Erlös den Abstimmungskampf finanzieren.

Bunt gemischtes Initiativkomitee

Die Initiative war im Oktober 2013 eingereicht worden. Sie verlangt ein bedingungsloses Grundeinkommen, «das der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht.» Den Initianten schwebt ein Betrag von etwa 2500 Franken vor.

Hinter dem Begehren steht ein bunt gemischtes Komitee, dem unter anderem der Publizist Daniel Straub, der frühere Bundesratssprecher Oswald Sigg und die Zürcher Rapperin Franziska Schläpfer («Big Zis») angehören.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger F. am 09.11.2014 22:05 Report Diesen Beitrag melden

    Linke Chaoten

    Die Herstellung unserer 5 Räppler kostet mehr als der Wert der Münze. Vielen Dank liebe linke Initianten, dass ihr ein mal mehr unser Geld verschwendet habt. Ausser Polemik hat s ja nix gebracht.

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  • Fauler Sack am 09.11.2014 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielen Dank

    Super Sache. Suche schon einmal nach drei Gleichgesinnten um eine WG zu gründen. Mit 10'000.- fürs nichts tun könnte ich gut leben. Die Initiative schreit ja zur Ausnützung und das Leben auf Staatskosten.

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  • AntiTheist am 10.11.2014 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    danke für die wahlempfehlung: N E I N

    bescheuerter als die 5 räppler aktion ist nur das initiativbegehren. besser hätten die initianten nicht demonstrieren können, dass sie mit geld nicht umgehen können.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sparsamer Millionär am 10.11.2014 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tz tz

    Mit Geld spielt man nicht :|

  • missy_miss am 10.11.2014 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Mitbewohner gesucht

    Sollte diese Initiative jemals angenommen werden, werde ich am selben Tag meine Kündigung einreichen und mir 2 Mitbewohner suchen! Bei dem Grundeinkommen können wir uns dann zusammen alles leisten was wir wollen!!! Ich denke aber, dass zumindest in dieser Hinsicht der Schweizer richtig abstimmen wird!

  • OEKONOM am 10.11.2014 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    BITTE

    Alle nörgler und einfach neinsager (Faulersack und CO.) Lest doch BITTE BITTE die Grundidee der oekonomen aus den 80er Jahren! Bis heute wurde keine oekonomische theorie gefunden, welche dem Konzept entgegenwirkt: "A capitalist road to communism RJ Veen, P Parijs - Theory and Society, 1986 - Springer" Das Grundeinkommen wurde in Afrika bereits in einem Flüchtlingslager getestet! Resultat, das Flüchtlingslager hatte bereits nach EINEM Jahr eine 3X höhere oekonomische Produktivität und niemand hat sich hingelegt, nein man hat einkommen zusammengelegt und KMUs gegründet!!!

    • nino am 10.11.2014 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @oekonom

      In wie fern lässt sich ein Flüchtlingslager in Afrika mit der Schweiz vergleichen in der Schweiz kommen da noch ein paar Faktoren hinzu wenn man dies umsetzen möchte

    • Oekonom am 10.11.2014 15:09 Report Diesen Beitrag melden

      Ja welche denn genau?

      Also wenne s bei den ärmsten der ärmsten funktioniert, dann funktionioert es in der 1. Welt nicht? liess doch die Überlegungen von Europäern noch zur Zeit des Kalten Krieges ausgedacht und bis heute wurde KEIN REALER GRUND DAGEGEN gefunden! Einzige Bedingung (ist in der CH ja schon erfüllt) ist eine restriktive Einwanderungspolitik oder deren globalen Einführung...

    • nino am 10.11.2014 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @oekonom

      Verstehen sie mich nicht falsch ich sage nicht es funktioniert sicher nicht. Ich wollte sagen es muss genau überlegt werden wie das umgesetzt wird damit die konjunktur stabil bleibt und sich leute z.B. im Facility Management nicht überlegen ob es sich für die 1000 mehr im Monat lohnt zu arbeiten. Die Grundidee finde ich aber wie Sie auch genial ich kann mir das nur noch nicht von heute auf morgen vorstellen.

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  • Anna Munter am 10.11.2014 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlkampf auf Pump

    Wahlkampf auf Pump :-(( Davon halte ich nicht viel...

  • Bernard Bolomey am 10.11.2014 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Arrogant

    Schöne Initiative....aber trotzdem zahlen die Initianten die Dienstleistungen die gebracht wurden um diese 5 Rappen wieder zu rollieren nicht....Männer arbeiteten für weniger als 2'500.- Franken...