Berechtigte Kritik?

14. August 2018 17:26; Akt: 14.08.2018 18:42 Print

Das sagen Lo & Leduc zum «079»-Sexismus-Vorwurf

Nach dem Sexismus-Vorwurf an den Sommerhit «079» muss Juso-Präsidentin Tamara Funiciello Kritik einstecken. Rückendeckung erhält sie jedoch von den Machern des Songs.

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«Klar, würde ich den Song gerne selber geniessen – das Lied ist echt cool», sagt Juso-Präsidentin Tamara Funiciello. Trotzdem habe sie sich dafür entschieden, jetzt als Spielverderberin zu agieren und die problematischen Inhalte im Text anzuprangern. Sie spricht damit den Umstand an, dass im Lied ein Mann wiederholt versuche, an die Handynummer einer Frau zu gelangen, obwohl diese klar Nein sage – ein klassischer Fall von Stalking also.

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Wird die Frau im Song «079» gestalkt?

Der Sexismus-Vorwurf habe ihr viel Kritik eingebracht, sagt Funiciello: «Hauptsächlich auf Facebook bekam ich zu spüren, dass wegen meinen Aussagen alle durchdrehen» Ungeachtet dessen stehe sie zu ihrem Wort: «Wenn wir ein solches Werk hypen, ohne kritische Fragen stellen zu dürfen, legitimieren und verharmlosen wir auf eine gewisse Weise genau jenes Verhalten, das der Mann im Song zur Schau stellt.»

Lo & Leduc stellen sich gegen den Stalking-Vorwurf

Funiciello betont, dass sie sich der künstlerischen Freiheit der Musiker durchaus bewusst sei. Trotzdem stehe sie für das Recht ein, den Song kritisieren zu dürfen. «Kunst ist ein Teil der Gesellschaft wie alles andere auch und soll zum Denken und zu Diskussionen anregen.»

Unterstützung erhält sie nun aus unerwarteter Ecke. In einer Stellungnahme drücken Lo & Leduc ihr Verständnis für die Bemerkungen Funiciellos aus: «Wir finden es gut und wichtig, dass Themen wie Sexismus, Gleichberechtigung und Respekt diskutiert werden. Wenn unser Schaffen zu einer konstruktiven Debatte beitragen kann, freut uns das.» Gleichzeitig wehren sie sich aber vehement gegen den Stalking-Vorwurf.

«Frau gibt ihm die Spielregeln vor»

«Als wir das Lied geschrieben haben, stand bei uns im Vordergrund, wie sich zwei Menschen kennen lernen und wie das gegenseitige Interesse spielerisch bekundet wird», schreiben Lo & Leduc. Der Refrain laute «'079' het sie gseit. 'Du weisch immer no nüt', het sie gseit». Die Frau lasse den Mann also nicht abblitzen, sondern gebe ihm auf Augenhöhe die Spielregeln vor, wie er sie kontaktieren dürfe.

Die beiden Künstler begrüssen zwar die Diskussion über «den zweifellos vorhandenen Sexismus in unserer Gesellschaft». Sie fänden es aber schade, wenn man bei der Frage stehenbleibe, ob «079» sexistisch sei oder nicht.

(dk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • One_In5000 am 14.08.2018 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fremdschämen

    Wie viel braucht es noch bis diese Dame endlich abgesetzt wird? Jedes Mal schäme ich mich noch mehr für die ständigen überfeministischen Aussagen von Frau Funiciello. Feminismus ja, aber sie zieht dies einfach nur noch ins Lächerliche...

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  • Dr.T am 14.08.2018 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindsch

    Frau Funicello nutzt die Bekanntheit des Songs um eine grosse Reichweite zu erzielen. Leider sind die Vergleiche schlecht und unprofessionel. Themen wie Stalking und Sexismus sollen und müssen diskutiert werden. Dies aber auf solider und sinnvoller Basis.

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  • 4057 Basel am 14.08.2018 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    heutzutage schon.....

    ist es nicht schon Sexistisch diesen Song Sexistisch zu finden?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • huschmie am 14.08.2018 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht beachten

    Fiumicello darf denken, was sie will. Nur sollten wir dem was sie denkt, weniger Beachtung schenken.

  • Marmeli am 14.08.2018 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gedanken

    Ich als Frau habe am Anfang einmal ganz genau hingehört bei dem Text und hatte eigentlich ein ganz anderes empfinden auf den Text, kein sexismus , neben dem bemühen zur Eroberung der Frau, auch das man 6 Jahre für nichts warten und sich bemühen kann, und dann das leben ein anderen Weg einschlägt

  • Der Seltsame am 14.08.2018 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Literatur

    Wird jetzt als nächstes Literatur verboten? Einige Werke strotzen ja vor sexismus.

  • Komiker am 14.08.2018 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man sollte ...

    durch Verbrennung von Unterbekleidung gegen den Song protestieren.

  • Klaus am 14.08.2018 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nix stalking. War ja ein Auftrag

    Man sie hat ihr ja die Vorwahl gegeben. Und damit eine Aufgabe. So wie früher wen man auszog um das Herz der Prinzessin zu gewinnen. Tja aber eben manche Leute habe null Ahnung.