Zu langsam unterwegs

05. Juli 2014 09:04; Akt: 05.07.2014 09:04 Print

Lokführer kriegen sich in die Haare – Zug fällt aus

Eine S-Bahn von Rapperswil musste in Uster notgedrungen halten. Grund dafür war ein Streit zwischen zwei Lokführern.

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Ein Regiozug musste in Uster notgedrungen anhalten weil sich zwei Lokführer in die Haare gerieten. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

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Zu Streit kann es sehr schnell kommen, auch unter Berufskollegen. Dass es aber gleich zu einem Zugausfall kommt, ist schon eher eine Seltenheit. Aber genau dies geschah am 26. Mai, während der S15-Regiozug von Rapperswil in Richtung Uster unterwegs war. Ein Lokführer, der als Privatperson im Zug sass, regte sich über die bereits auf vier Minuten angewachsene Verspätung auf. Als er zusätzlich noch bemerkte, dass der Zug nicht die Maximalgeschwindigkeit von 125 km/h erreichte, platzte ihm der Kragen. Er ging zum Führerstand und beschwerte sich durch die Scheibe hindurch.

Als der eigentliche Lokführer nicht auf die Beschwerde reagierte, öffnete der Genervte den Führerstand mit seinem Schlüssel. Nach einem kurzem Disput wurde er wieder rausgeworfen. Wie der Tagesanzeiger berichtete, war damit aber nicht Schluss, denn der arbeitende Lokführer holte zum Gegenschlag aus und begab sich in den Passagierraum, um seinen Berufskollegen aufzusuchen. Dabei kam es zu einer grösseren verbalen Auseinandersetzung. Die Bahnpolizei wurde gerufen, die Stadtpolizei Uster kam. Die restlichen Passagiere mussten aussteigen, da ihnen mitgeteilt wurde, dass der Zug ausfalle.

Der Stadtpolizeikommandant von Uster, Daniel Stein, bestätigte den Vorfall: «Als unsere Patrouille den Zug erreichte, war der Lokführer, der privat unterwegs war, bereits nicht mehr vor Ort.» Ob es noch ein Nachspiel für die beiden geben wird, ist unklar.

(hae)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marcel Moser am 05.07.2014 09:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeichen der Zeit

    Lokführer beklagen sich immer mehr dass dieser Traumjob zum Alptraum entartet. Dazu ist nicht der Lf Schuld sondern das ganze Gefüge in dem wir alle immer leisten müssen und alles enger und schneller wird Für mich ist dieser Ausraster ein Zeichen der Zeit. Wobei sich die höchste SBB Führung an der Nase nehmen muss. Aber dies wird 100% ig nie geschehen. Es wird wieder auf dem Buckel der Untergebenen ausgetragen. Dem Zugbenützer werden eher wieder leere Versprechungen gemacht. Armes personal

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  • Natja am 05.07.2014 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Seit ich nicht mehr in der Schweiz wohne scheint mir das gejammer wegen 5-10min Verspätung schon etwas übertrieben! Das ist meckern auf sehr hohem Niveau.. in fast keinem Land der Welt sind die Züge so pünktlich wie in der Schweiz und dort sind die Preise, im Verhlätnis zum Lohn, oft auch nicht soo niedrig. Also, keep calm and take it easy :)

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  • pendlerin am 05.07.2014 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lokführer

    wie arm kann ein mensch sein? so zu überreagieren. klar ist es unglücklich, wenn es zu verspätungen kommt, es wird leider überall immer mehr die zeit noch enger berechnet, das es fast nicht möglich ist, immer pünktlich von a nach b zu kommen. bin selber auch täglich mit öv unterwegs.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Robert Aeschlimann am 05.07.2014 22:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das geht gar nicht

    Beide entlassen.

  • Ronja am 05.07.2014 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gehts Noch

    Halloo woo sind wir hier. Die können doch nicht einfach Streiken. Wenn wir Passagierer zur Arbeit müssen. OMG...

  • adomar am 05.07.2014 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    der soll sich schämen

    also guter lokführer, als passagier auch wenn du lokführer bist hast du nichts verloren im Führerstand, selbst wenn der zug Verspätung hat. als lokführer muss er wissen, dass man nicht immer volle Geschwindigkeit fahren kann. gefahren wird , wenn die Signale grün leuchten. dieser feine herr soll beim nächsten mal seine zeit besser planen, dann hat er kein Problem rechtzeitig am ort zu sein. sorry, bin seit 35 jahren lokführer und weiss wovon ich rede.

  • Lokführer am 05.07.2014 19:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unqualifiziertes Personal

    So etwas kommt hereus wenn jedermann Lokführer werden kann welcher eine Lehre abgeschlossen hat. Es sind nicht mehr nur Mechaniker und Elektriker die was verstehen nein es sind auch Gärtner und Strassenbauer usw.

    • aura am 05.07.2014 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ausbildung

      ähm man macht auch ne Ausbildung zum Lokführer. dazu braucht's nicht einen Elektriker.

    • Stefan am 05.07.2014 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      werden Sie doch Lokführer

      Herr CEO

    • Mausi am 05.07.2014 23:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Zusatzausbildung

      Lockführer haben eine Ausbildungszeit vom einem Jahr. Ist ja wohl egal ob sie vorher in einem restaurant oder als gärtner gearbeitet haben.......

    • ae6/8 am 06.07.2014 04:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      lokifüerer

      das personal ist nur so gut qualifiziert wie es geschult wurde...

    • Amüsierte Leserin am 06.07.2014 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ähm...?

      Ich seh den Zusammenhang nicht ganz... Reagieren gelernte Mechaniker deiner Meinung nach weniger emotional als gelernte Gärtner?!

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  • Tschu-Tschu am 05.07.2014 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Da fragt man sich doch schon....

    Der Lokführer-Passagier hat ja Nerven... Von ihm erwarte ich ehrlich gesagt, dass er a) weiss, dass nicht immer Höchstgeschwindigkeit gefahren werden kann und b) weiss, dass er nichts im Führerstsand verloren hat...! Und an alle hier, die wieder genau wissen, dass der Lokführer doch problemlos hätte 125 fahren können... Könnt ihr auf der Autobahn auch immer 120 fahren? Da hat es auch mal andere Fahrzeuge im Weg, die Sicht ist schlecht, es hat irgendwas auf der Strasse was euch am schnell fahren hindert oder euer Auto macht Mätzchen und ihr fahrt sicherheitshalber ein bisschen langsamer...

    • A.J. am 05.07.2014 19:59 Report Diesen Beitrag melden

      Frage

      Und was genau war dann in diesem konkreten Fall der Grund, langsamer zu fahren? Da fragt man sich doch schon: andere Züge im Weg, schlechte Sicht, hatte es irgendwas auf den Gleisen oder machte der Triebwagen Mätzchen?

    • Donald am 06.07.2014 13:10 Report Diesen Beitrag melden

      der wahrscheinlichste Grund

      Das nächste Signal steht noch auf Rot. Dann macht es Sinn, langsamer zu fahren anstatt Höchstgeschwindigkeit um danach beim Signal wieder anhalten zu müssen.

    • Till Sitter am 06.07.2014 16:50 Report Diesen Beitrag melden

      @A.J.

      Und woher wollen Sie denn wissen, dass er wirklich zu langsam gefahren ist ? Nur weil einer es behauptet hat ?

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