Trotz Fehlprognose

02. Dezember 2011 13:12; Akt: 02.12.2011 14:09 Print

Longchamp darf am TV weiter wirken

Trotz der fehlerhaften Wahlprognosen im Vorfeld der Minarett-Initiative lässt SRG SSR Claude Longchamps Institut gfs.bern auch in der neuen Legislatur die Umfragen durchführen.

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Während der Minarett-Initiative versagt: Claude Longchamp. (Bild: Keystone)

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Die SRG wird auch in der neuen Legislatur 2011 bis 2015 Umfragen vor eidgenössischen Urnengängen durchführen lassen und veröffentlichen. Damit beauftragt wurde erneut das Forschungsinstitut gfs.bern - trotz Fehlprognose bei der Anti- Minarett-Initiative.

gfs.bern erfülle die Anforderungen des nationalen Fernseh- und Radioveranstalters am besten, teilte die SRG am Freitag mit. Der Auftrag war von der SRG-Chefredaktorenkonferenz unter Forschungsinstituten in der Schweiz ausgeschrieben worden.

Ein «sorgfältiges Evaluationsverfahren unter den Offerten» ergab gemäss Communiqué, dass das von Claude Longchamp geleitete Institut die Anforderungen an Qualität und Preis sowie die Erfordernisse der SRG-Unternehmenseinheiten am besten erfülle.

Künftig mehr Interviews

Das Institut wird erstmals vor der eidgenössischen Abstimmung vom 11. März 2012 wieder Trendbefragungen im Auftrag der SRG erstellen. Um die Transparenz in der italienisch- und französischsprachigen Schweiz zu verbessern, führt gfs.bern in den beiden Sprachregionen künftig mehr Interviews durch.

Zudem werden künftig die Rohdaten der Befragungen vollständig den mit der VOX-Nachbefragung und Analyse betrauten Lehrstühlen der Universitäten Bern, Genf und Zürich zur Verfügung gestellt. Die VOX- Nachbefragungen erfolgen im Auftrag der Bundeskanzlei und werden jeweils abwechslungsweise von den drei Universitäten ausgewertet und publiziert.

Anfangs 2010 hatte die SRG die Publikation von Umfrageergebnissen von gfs.bern vorübergehend eingestellt. Grund war eine Fehlprognose vor der eidgenössischen Abstimmung über das Minarett-Verbot. Das Institut gfs.bern hatte eine Nein-Mehrheit von 53 Prozent vorausgesagt, das Stimmvolk hatte die Initiative jedoch mit 57 Prozent angenommen.

«Sozial erwünschtes» Antwortverhalten

Die SRG liess die Fehlprognose untersuchen. Zwei Untersuchungen ergaben, dass die Umfrage zur Anti-Minarett-Initiative zwar nach bestem Wissensstand und Know-how durchgeführt worden war.

Im damals vorherrschenden Meinungsklima hätten Befürworter der Initiative aber ihre Meinung weniger offen geäussert, hätten keine oder falsche Antworten gegeben - Stichwort «sozial erwünschtes» Antwortverhalten.

Schon für die eidgenössische Abstimmung vom 26. September 2010 über die Revision der Arbeitslosenversicherung liess die SRG dann erneut zwei Trendumfragen durch das Institut gfs.bern durchführen und publizieren. Trendumfragen gibt es bei der SRG seit 1998 regelmässig.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berner am 02.12.2011 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Der Typ geht mir ziemlich auf die Nerven ...

    einklappen einklappen
  • Hans am 03.12.2011 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahlbeeinflussung

    Trends, hochrechnungen, spekulationen... Am ende zählt einzig das resultat.

  • Hans Ruedi am 03.12.2011 00:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Congrats

    Super, freut mich!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wisi Niederhasli am 03.12.2011 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Gib's kein besseren? Einfach nur peinlich

  • Hans am 03.12.2011 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahlbeeinflussung

    Trends, hochrechnungen, spekulationen... Am ende zählt einzig das resultat.

  • Genfer am 03.12.2011 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langweilig

    Schade dass sich SF nicht erneuern kann. Herr Longchamp langweilt und erzählt Binsenwahrheiten. Aber wir kennen das ja bereits von den Sport Co-Kommentatoren. SF hat immer noch zuviel Geld.

  • Hans Ruedi am 03.12.2011 00:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Congrats

    Super, freut mich!

  • V. Konrad am 02.12.2011 23:00 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig...

    Solche Umfragen sind sehr ungenau, nicht Aussagekrätig, unnötig und Kontraproduktiv! Einerseits geben die meisten Menschen ausschliesslich politisch korrekte Antworten, andererseits bringen solche Umfragen die Wähler dazu, sich auf die Seite der Gewinner zu schlagen, d.h. auf die Seite der in der Umfrage in Führung liegenden Lager! Oder können eine Trotzreaktion auslösen und die Menschen dazu bringen entgegen ihrer Überzeugung zu wählen oder abzustimmen usw.! Ausserdem sind diese Umfragen absolut unnötig, man kann sich nach einer Abstimmung Gedanken über das Resultat machen, ist Sinnvoller!