Gescheiterte Einbürgerung

11. Mai 2019 08:01; Akt: 11.05.2019 12:04 Print

Loredana wollte Schweizerin werden

Bei einer Verurteilung droht der Rapperin aus Emmenbrücke LU die Ausschaffung. Mit der Einbürgerung klappte es vor 5 Jahren nicht.

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Loredana konnte in den letzten Tag stark an Follower auf Instagram zulegen. Loredana und ihr Mann erscheinen bei der Pressekonferenz in einem Hotel in Kosovo. Sie sei hier, weil sie einen Video-Clip drehe, sagt Loredana zu Beginn der Pressekonferenz. Die Rapperin weist alle Betrugsanschuldigungen von sich: «Ihr könnt hinter mir stehen oder auch nicht.» Der Raum ist gut gefüllt. Zwischenzeitlich steht Loredana auf und wirkt etwas wütend. Sie wirft der Presse vor, sie habe sie nicht genug für ihr Schaffen gewürdigt. Die Rapperin weist alle Betrugsanschuldigungen von sich: «Ihr könnt hinter mir stehen oder auch nicht.» Loredana geht davon aus, dass ihr Image keinen Schaden nehmen werde. Loredana gibt an, dass das Geld, das geflossen ist, weder mit Gewalt noch durch Betrug geflossen ist. Alles sei auf freiwilliger Basis gelaufen. Die Sache habe bereits 2016 angefangen. Da habe sie noch nicht gewusst, was läuft. Ein Teil ihrer Familie sei involviert gewesen. Ihr Mozzik sei nur gekommen, um zu schauen, was geschieht. Loredana: «Wenn es um meine Familie geht, kenne ich nichts. Weiter gibt sie an, dass es ihr wichtig sei, zu sagen, was für sie die Wahrheit ist. Laut Anwalt Gashi möchte Mozzik etwas sagen. Dieser begrüsst alle. Auch er sei beleidigt worden. «Es gab Lügen über uns.» Sie hätten aber alles mit ihrem Erfolg erreicht. Er sei und bleibe der Ehemann von Loredana und unterstütze sie. Loredana wurde nie verhaftet, sie wurde nur von der Polizei befragt. Die Situation sei nicht klar, so Anwalt Sadiku. Es sei nie die Absicht seiner Klientin gewesen, jemanden auszunehmen. Es sei ein ziviler Prozess. Loredana und ihr Mann Mozzik. Auch Mozziks Bekanntheitsgrad habe sicher dazu beigetragen, dass sich die Medien so auf diesen Fall gestürzt hätten. Immer wieder macht Gashi Loredana Komplimente. So auch Mozzik. Anwalt Gashi bestätigt, dass ein Bruder von Loredana zu Beginn involviert war. Loredana an ihrer Pressekonferenz in Kosovo. Loredana an ihrer Pressekonferenz in Kosovo. Loredana an ihrer Pressekonferenz in Kosovo. Loredana an ihrer Pressekonferenz in Kosovo. Loredana an ihrer Pressekonferenz in Kosovo. Loredana an ihrer Pressekonferenz in Kosovo. Loredana an ihrer Pressekonferenz in Kosovo.

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Rapperin Loredana steht im Visier der Luzerner Staatsanwaltschaft: Sie soll ein Walliser Ehepaar um 700’000 Franken gebracht haben. Jetzt droht ihr eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.

Es gilt die Unschuldsvermutung. Sollte sie aber wegen Betrugs verurteilt werden, dürfte sie unter Umständen nicht länger in der Schweiz bleiben. Der Ausschaffungsartikel sieht vor, dass das Gericht eine ausländische Person in diesem Fall obligatorisch des Landes verweisen muss. Sie könnte höchstens noch von der sogenannten Härtefallklausel profitieren. Diese sieht insbesondere für Secondos Ausnahmen vor.

Einbürgerung klappte nicht

Obwohl Loredana im luzernischen Emmenbrücke aufgewachsen ist und die Schule besucht hat, besitzt sie einzig die kosovarische Staatsbürgerschaft. Das bestätigt die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern.

Wie Recherchen von 20 Minuten zeigen, hatte die Rapperin einst Schweizerin werden wollen. Ende 2013 stellte sie in Emmen ein Einbürgerungsgesuch, wie aus einer Mitteilung im Gemeindeblatt hervorgeht. Das Gesuch zog sie aber offenbar wieder zurück oder es wurde abgelehnt. Weshalb es mit der Einbürgerung nicht klappte, ist nicht bekannt. Die Gemeinde wollte sich aus Datenschutzgründen nicht zum Fall äussern.

Petra Z. erzählt im Video, wie sie von Loredana abgezockt wurde:

(20 Minuten)