Armeebilanz 2014

17. Februar 2015 15:11; Akt: 17.02.2015 15:51 Print

Luftwaffe flog 15 Einsätze – Diensttage nehmen ab

Die Luftwaffe der Armee intervenierte im vergangenen Jahr häufiger als 2013. Dafür wurden 200'000 weniger Diensttage geleistet.

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Eine F/A-18 wird auf dem Militärflugplatz in Payerne zum Abflug bereitgemacht. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

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Die Zahl der Diensttage in der Schweizer Armee ist weiter rückläufig. 2014 sind rund 5,8 Millionen Diensttage geleistet worden, rund 200'000 weniger als im Vorjahr. Ein durchschnittlicher Diensttag kostete rund 35 Franken und war damit rund 55 Rappen teurer als im Vorjahr, wie das VBS mitteilte.

Die Reduktion der Diensttage resultiert aus den im Vergleich zum Vorjahr tieferen Einrückungsbeständen bei den Fortbildungsdiensten der Truppe, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Dienstag mitteilte.

Die durchschnittliche Dienstdauer blieb konstant bei zwölf Tagen, jene der Lehrverbände lag mit 47 Tagen um fünf Tage höher als im Vorjahr. Pro Tag standen durchschnittlich 16'004 Angehörige der Armee im Dienst, knapp 500 weniger als im Vorjahr.

Mehr Sicherungseinsätze

In Einsätzen und für Unterstützungsleistungen hat die Armee 2014 etwas über 250'000 Diensttage geleistet, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Zugenommen haben die Sicherungseinsätze wegen der Syrienkonferenz in Montreux und der OSZE-Ministerkonferenz in Basel, rückläufig waren demgegenüber Unterstützungsdienstleistungen, weil keine Grossanlässe anstanden.

Der Leistungsumfang bei den Friedensförderungsdiensten im Ausland blieb laut VBS mit 102'169 Diensttagen fast unverändert. Militärische Katastrophenhilfe habe es 2014 nicht gegeben.

Luftwaffe intervenierte 15 Mal

Im Rahmen des Luftpolizeidienstes flog die Luftwaffe 15 so genannte «Hot Missions» (Interventionen). Im Vorjahr waren es neun gewesen. Zudem erfolgten 277 Kontrollen von Staatsluftfahrzeugen gegenüber 202 im Vorjahr. Der Lufttransportdienst absolvierte 1619 Flüge und war während rund 2079 Stunden in der Luft.

Die Truppenaufwände schlugen 2014 mit 204,8 Millionen Franken zu Buche gegenüber 209 Millionen Franken im Vorjahr. Auch 2014 sei die Verpflegung grossmehrheitlich mit truppeneigenen Mitteln sichergestellt worden.

Für die Belegung von nicht bundeseigenen Unterkünften wurden 25,8 Millionen Franken bezahlt, 700'000 Franken weniger als im Vorjahr. Aufgrund der tieferen Transportpauschale hätten 2014 im Vergleich zum Vorjahr 20,6 Millionen Franken eingespart werden können, schreibt das VBS weiter.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sky Captain am 17.02.2015 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Politiker bremsen Luftwaffe aus

    An alle die jetzt kommen mit der "Bürozeit" Ja die Luftwaffe fliegt fast immer zu diesen Zeiten (WEF &co auch 06:00-23:00h, sowie im winter 1-2mal pro Woche bis 22:00h) Aber nicht weil die Luftwaffe das so will sondern weil Politiker Jahrelang die Finanzen nicht freigegeben haben.. Jetzt ist es ja im aufbau das die Luftwaffe 24h das ganze Jahr über bewaffnete Jets bereit hält. aber das dauert bis man da genug Fachkräfte (Piloten, Flulozen, Unfallpikett etc) hat. Und wenn wir letztes Jahr schon 24h bereitschaft gehabt hätten währen es deutlich mehr als 277 Live und 15 Hotmissionen gewesen.

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  • E. T. am 17.02.2015 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Rafale-Tranche für die Schweiz?

    Aegypten bestellt jetzt gerade für 5,3 Mia Euro neue Rafale. Könnte da nicht ein günstiges Extra-Los für den fälligen Tiger-Ersatz ausgehandelt werden? Der Euro ist zudem günstig wie noch nie.

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  • Hans Knecht am 17.02.2015 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Abschaffung der Armee auf Raten

    Es ist logisch, dass die Anzahl an Diensttagen abnimmt. Die Kosten für Mutterschaftsversicherung nehmen von Jahr zu Jahr zu. Und der Bund möchte nicht die Wirtschaft mit höheren EO-Sätzen belasten. Folglich muss das VBS Schritt für Schritt die Anzahl an Diensttagen reduzieren bis es keine mehr gibt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • mustafa am 18.02.2015 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    irak, libyen, ukraine

    In der geschichte moderner kriege hat das mit der landesverteidigung noch nie funktioniert.. ich lasse mein land lieber von den deutschen besetzen anstatt alles zu zerstören.. der schweiz geht es nur so gut weil wir in den letzten hundert jahren keine kriege führten.. wir sollten jetzt nicht damit anfangen..

    • A. S. am 18.02.2015 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      Ist doch bereits passiert

      Geht heutzutage über offene Grenzen und mit Politik...

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  • Theodor am 18.02.2015 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Arbeit, oder nicht?

    Ist doch alles perfekt: weniger Diensttage und trotzdem konnten mehr Missionen geflogen werden. So ists doch gut, oder nicht? Was gibts da zu reklamieren?

  • mike the man am 18.02.2015 11:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    genau soo

    Luftwaffe intervenierte 15 Mal. Selbstverständlich jur von Mo bis Fr 8:30 - 12:00 Uhr 13:30 - 17:00 Uhr möchten Sie unser Land Angreifen, dann bitte nur zu diesen Zeiten, umev Feiertage sind zu berücksichtigen.

  • Billiger fliegen am 18.02.2015 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Made in South Korea

    Kleiner Tipp: Statt teure Flieger, wieso kauft die Schweiz keine FA-50 ... diese ersetzten in Südkorea den F-5 ... und das zu viel günstigerem Preis als alle Rafale, Grippen, F/A18 ... gibt ihn übrigens auch gleich als Trainingsflugzeug .. T-50 ...

    • Hans Knecht am 18.02.2015 14:26 Report Diesen Beitrag melden

      @Billiger fliegen

      Die Idee hatte ich auch mal. Das Dilemma an der FA-50 oder T-50 ist, dass sie von Südkorea kommt. Da möchte die Schweiz zwischen den beiden Blöcken neutral sein und die Beobachter sollen Grenzverletzungen weiter melden, und die Schweiz kauft dann aber Rüstungsgüter von Südkorea? Da ist es dann vorprogrammiert, dass die Schweiz dann das Beobachtermandat verliert wegen fehlender Neutralität. Eigentlich ähnlich wie die "Vorwürfe" von der UdSSR über die Schweiz 1960.

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  • René Schubiger am 18.02.2015 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlachtfeld Europa:

    Putin hat überhaupt nichts zu verlieren und Obama braucht dringend einen "Erfolg"! Die perfekte Ausgangslage für ...

    • AndyR am 18.02.2015 15:49 Report Diesen Beitrag melden

      @René Schubiger

      Obama braucht gar nichts mehr! Der kann sowieso nicht mehr zur nächsten Wahl antreten... und ein noch grösserer Buhmann als er schon für die meisten ist, muss er auch nicht mehr werden.

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