Kuriose Auktion

07. März 2015 08:47; Akt: 07.03.2015 08:47 Print

Mann versteigert seine Schwester für 5 Rappen

Ein Anbieter versucht zum wiederholten Mal, seine Schwester auf Ricardo zu versteigern. Grund: Sie sei «zu nichts zu gebrauchen» und singe zu laut.

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Ein Mann versucht, seine Schwester loszuwerden, weil sie zu laut singe und generell unnütz sei. Dieses Möbel wurde zwar als «Guillotine» angepriesen, dürfte aber doch eher einem Pranger entsprechen. Bezeichnung hin oder her: Ricardo löschte das Angebot sofort. «Da steh ich nun, ich armer Tor!» Dieser Anbieter lehnt sich an Goethe an, um seinen einsamen Gummistiefel loszuwerden. Auf Tutti.ch gibt es Gefährte jeder Art zu kaufen: Zum Beispiel ein Polizeiauto. Ebenfalls auf Tutti.ch: Ein Radiofunkwagen - ein Einzelstück für 29'000 Franken. In die Kategorie kuriose Gefährte dürften auch Glacewagen fallen, ebenfalls auf Tutti.ch erhältlich. Zum stolzen Preis von 45'000 Franken verkauft dieser Anbieter eine originale Londoner Telefonkabine. Ricardo schreibt zu diesem Inserat: «Dieser Nutzer wollte beweisen, dass man auf Ricardo alles und nichts verkaufen kann - wortwörtlich.» «Auf dieser Bank zu sitzen ist eine echte Tortur für Rücken und Gelenke»: Manchmal kann sich entwaffnende Ehrlichkeit auszahlen. Manchmal auch nicht. Freundin weg, Grill weg: Dieser Nutzer kaufte dieses «hässliche Ding» nur wegen seiner Freundin - mittlerweile Ex-Freundin. In Schweizer Haushalten sind abgebrannte Streichhölzer hundertfach vorhanden. Dennoch versuchte der Anbieter, mit origineller Beschriftung Abnehmer zu finden. Auch dieses Inserat wurde von Ricardo entfernt: Seinen Körper als Werbefläche zu verkaufen, ist nicht erlaubt. Vielleicht zum Glück des betreffenden Herrn. Auch dieser junge Mann musste sich eine neue Plattform suchen: Sein Versuch, ältere Gespielinnen zu finden, schlug fehl. Für 122 Franken verkauft: ein Hustenbonbon von Luca Hänni. Dieses Bett ist ziemlich gewöhnlich, die Beschreibung dazu nicht: Zu viele Erinnerungen stecken wohl drin. Saubere Luft zum Schnäppchenpreis - ein Angebot für Grossstädter. Dieser Anbieter dürfte nicht von Geboten überhäuft werden, trotz inflationärer Verwendung von Ausrufezeichen und Schlagwörtern im Titel. Auch dieses Angebot überschritt die dehnbare Definition von «Erotikwäsche» und fiel in die verbotene Kategorie «pornografische Inhalte».

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Auf der Auktionsplattform Ricardo bot ein Mann in der Rubrik «Reptilienzubehör» einen ungewöhnlichen Artikel an: seine Schwester. Eine ausführliche Begründung liefert der Verkäufer nicht. Nur so viel: Sie singe zu laut und sei «zu nichts zu gebrauchen». Der Startpreis liegt bei 5 Rappen, bei schrittweiser Erhöhung um ebenfalls 5 Rappen.

Es ist nicht der erste Versuch des Mannes, seine Schwester so loszuwerden: Laut Ricardo-Sprecher Simon Marquard stellte er das Angebot mehrmals auf die Plattform – jedes Mal wurde die Auktion von Ricardo jedoch gesperrt.

Bei Scherz-Auktionen wird ein Auge zugedrückt

So kam es auch dieses Mal. Dazu Sprecher Marquard: «Wenn wir eine solche Auktion entdecken oder sie uns gemeldet wird, löschen wir diese.» Gleichzeitig erhalte das Mitglied eine E-Mail, dass es gegen die AGB verstossen habe.

Allzu streng geht Ricardo bei solchen Scherzauktionen allerdings nicht vor: «In diesem Fall ist der Verstoss nicht wirklich schwerwiegend, wie wenn etwa illegale Waren oder Dienstleistungen angeboten werden.» In diesem Fall würde das Mitglied von der Auktionsplattform ausgeschlossen werden.

«Defektes Streichholz» zu verkaufen

Scherz-Auktionen überwiegen aber, blieben aber gemäss Marquard in «überschaubarem» Masse. In der Vergangenheit versuchten Verkäufer zum Beispiel Artikel wie den rechten Gummistiefel eines Paares, ein «defektes Streichholz» oder ein Hustenbonbon von Luca Hänni loszuwerden.

Die kuriosesten Auktionen sehen Sie in unserer Bildstrecke.

(num)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Matthias am 07.03.2015 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Straftat

    Das anbieten von Menschen gegen Geld erfüllt in der Schweiz den Straftatbestand des Menschenhandel und zwar ohne wenn und aber, ob 50000.- oder 5 Rappen spielt keine Rolle. Deshalb biete ich meine Schwester immer als gratis Inserat an, allerdings seit Jahren ohne Erfolg.

    einklappen einklappen
  • Carla am 07.03.2015 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lustig

    Sowas muss mal auch Platz haben, wenn schon alles ernst ist heutzutage

  • peter am 07.03.2015 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    werbung

    Ist dies Werbung für Ricardo?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ste Jae am 08.03.2015 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spassbremsen zu Verkaufen

    Also nochmal für alle die kein Spass verstehen: Ich verkaufe Bremsen, besser gesagt Spassbremsen, kosten 99.-Fr. pro Stück. Sie passen sich bei erhalt sofort dem Humorlosen Besitzer an & schauen das der Spass und Humor sich ja in grenzen hält, wie auch das der Käufer ein tristes, ödes, spassreduziertes Leben hat. Das Angebot gibts weder auf Ricardo noch sonst wo. Ich werde die Spassbremsen auch nur via Versand zustellen, da ich nicht von dem Käufer seiner Humor und Spasslosigkeit angesteckt werden will. Sonst droht mir, dass ich mich noch auf Ricardo versteigere. Schöne Sunntig ;)

  • Import/Export am 08.03.2015 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Und wo bleibt das foti?!

    Ich kauf sie nur wenn sie gut aussieht! Ich kauf doch keinen potwal. Und für die singerei gibts isolierband. ;)

  • Othmar Kamm am 08.03.2015 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bezahle

    und ich biete alle unsere Bundesrätinnen an. Nicht dass mir jemand etwas bezahlen muss, nein im Gegenteil, ich bezahlen noch, wenn einer diese Frauen, damit sie endlich weg sind, da sie ja nur das Volk ruinieren.

  • Anonym am 08.03.2015 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich find's lustig :D

    Jemand mit solchem Humor sollte es öfter geben, schon nur wenn ich die Kommentare lese... Die meisten nehmen das noch ernst...Sowas nennt man Geschwisterliebe, am liebsten möchte man Sie verkaufen aber insgeheim liebt man Sie doch!

    • Eveline F. am 08.03.2015 10:10 Report Diesen Beitrag melden

      Was menst Du?

      Würdest Du die Annonce auch dann noch lustig finden, wenn Du derjenige bist, der für den wortwörtlichen Spott-Preis verkauft werden soll, und Dein Bruder oder Schwester die Anzeige immer und immer wieder ins Netz stellt und dass immer und immer wieder grüseli witzig findet?

    • Jebise am 08.03.2015 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Warum nicht

      Ja ich finde es lustig

    • Ronja am 08.03.2015 10:35 Report Diesen Beitrag melden

      Beklemmend

      Ich find's schon komisch: Warum macht er das immer wieder? Und warum sperrt ihn Ricardo nicht ganz?

    einklappen einklappen
  • Stefan H. am 08.03.2015 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo sind wir denn!

    Wo sind wir jetzt angelangt in der Schweiz treiben wir auch Menschenhandel zudem sollte man doch die eigene Schwester doch auch wertschätzen nur weil Sie zu laut Singt ist die kein Grund Sie zu verkaufen oder zu versteigern den jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen die man respektieren sollte.