Petition eingereicht

06. Februar 2012 13:03; Akt: 06.02.2012 13:14 Print

Medien sollen transparenter werden

Medienunternehmen sollen offenlegen, wer ihre Eigentümer sind. Das verlangt eine Petition der Gruppierung «Kunst Politik» und der Protestbewegung «Rettet Basel!». Nun wurde sie eingereicht.

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Der Schriftsteller Guy Krneta und über 2000 Schweizer wollen mehr Transparenz bei den Medien.

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Es könne nicht sein, dass Medienunternehmen bezüglich ihrer Eigentumsverhältnisse intransparent seien, sagte Schriftsteller Guy Krneta bei der Petitionsübergabe auf der Bundesterrasse. Denn Medien leisteten einen wesentlichen Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung.

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Anwesend waren auch die Schriftsteller Klaus Merz und Pedro Lenz sowie der Filmemacher Mathias Knauer und der Kulturschaffende Adi Blum.

Frust über Basler Verhältnisse

Während zwei Jahren wurden die Besitzverhältnisse bei der «Basler Zeitung (BaZ)» verschleiert, wie «Kunst Politik» und «Rettet Basel!» kritisieren. Auch bei der «Weltwoche» bestünden seit etlichen Jahren begründete Zweifel an der Eigentümerschaft des Herausgebers Roger Köppel.

In jüngster Zeit erlebe man, dass Medien von parteinahen Financiers aufgekauft und als politische Propagandainstrumente eingesetzt würden, heisst es dazu im Petitionstext. Dies geschehe allerdings unter Verschleierung der tatsächlichen Besitzerschaft.

Die Petition verlangt nun vom Bundesrat und vom Parlament, die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit Medienunternehmen ihre Besitz- und Eigentumsverhältnisse offenlegen müssen. Wenn Investoren im Hintergrund seien, müssten das Medienunternehmen deklarieren, sagte Krneta.

Protestbewegung in Basel

Die Bewegung «Rettet Basel!» entstand, als das umstrittene «BaZ»- Beratermandat von Christoph Blochers Robinvest publik wurde. Im November 2010 kapitulierte Financier Tito Tettamanti nach nicht abebbenden Protestwellen und verkaufte die Basler Zeitung Medien (BZM) an Moritz Suter. Dahinter standen anonyme Geldgeber.

Suter warf Ende 2011 das Handtuch, als er sich mit seinen Geldgebern überwarf und die Aktien Blochers Tochter Rahel zurückgab. Diese verkaufte dann erneut an Tettamanti. Blocher ist weiterhin dabei: mit einer Defizitgarantie.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Keller am 06.02.2012 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Basel!

    Klar, diese Initiative brauchte es von den Kulturschaffenden in Basel, da wir zu dumm sind eine Zeitung aufgrund ihres Inhalts zu beurteilen. Wenn eine Zeitung Artikel hat, welche mir gefallen (können auch eine andere Meinung als ich vertreten), kaufe ich sie, sonst nicht. Ist doch egal wer dahinter steckt. Aber es soll ja in Basel Leute geben, die die BAZ gut fanden aber als herauskam, dass Blocher (bzw. seine Tochter) dahinter steht, war die Zeitung plötzlich schlecht. Naja, über solche Leute darf man denken was man will.

  • David Müller am 06.02.2012 18:37 Report Diesen Beitrag melden

    Anzahl Unterschriften?

    wie viele Unterschriften waren das überhaupt? Steht ja nirgends.... nicht etwa 20?

  • Renè am 06.02.2012 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    POLITIKER-NEBEN-EINKÜNFTE OFFENLEGEN

    Damit ist das ganze CH-Parlament in Bern gemeint. Zudem sollte nur ein Politisches Amt ausgeführt werden dürfen, d.h. Polit-Ämter müssen auf mehr Leute aufgeteilt werden. Die Abzockerei durch Doppel-Ämter muss der Kampf per Gesetz angesagt werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Danièle-Jeanne Raess am 07.02.2012 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer schreibt und finanziert Mitte-Links?

    Von wem wird die übrige Pressewelt finanziert? Von den wenigen rechtspositionnierten Zeitungen wissen wir es jetzt. Nicht etwa von linken Multimillionären? Das wäre ja unerhört, hat sich doch noch nie ein Schriftsteller oder Journalist darüber aufgehalten. Jeder Geldgeber aber auch jeder Journalist müsste seine politische Gesinnung offenlegen. Eine neutrale Presse gibt es nicht. Bei der Weltwoche kennt man wenigstens die politische Gesinnung.Die übrige Presse will sich neutral geben, hat aber trotzdem eine klare Position, die leider nicht von allen Leser als solche erkannt wird.

  • Dr Egon am 07.02.2012 07:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mir wäre lieber

    die Politik/er würden transparenter. Vermutlich wäre dann das Medienproblem von allein gelöst...

  • Renè am 06.02.2012 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    POLITIKER-NEBEN-EINKÜNFTE OFFENLEGEN

    Damit ist das ganze CH-Parlament in Bern gemeint. Zudem sollte nur ein Politisches Amt ausgeführt werden dürfen, d.h. Polit-Ämter müssen auf mehr Leute aufgeteilt werden. Die Abzockerei durch Doppel-Ämter muss der Kampf per Gesetz angesagt werden.

  • David Müller am 06.02.2012 18:37 Report Diesen Beitrag melden

    Anzahl Unterschriften?

    wie viele Unterschriften waren das überhaupt? Steht ja nirgends.... nicht etwa 20?

  • D-Urech am 06.02.2012 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Transparenz, dann aber vollständig.

    OK - dann aber muss bei jedem Artikel auch stehen, welcher Partei der Schreiber / die Schreiberin angehört, und im Impressum müssen auch alle Vereinszugehörigkeiten der Mitarbeiter aufgeführt sein. Das ist für mich Transparenz. Zu wissen mit welcher Brille ein Artikel geschrieben wurde - denn dann kann ich die Gegenbrille aufsetzen und bin realistisch informiert.

    • Sonja S. am 06.02.2012 18:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Richtig

      Gaaanz genau! Und nebenbei wie wäre es auch mit der Offenlegung von dem Einkommen und Vermögen der Künstler. Alles andere wäre in diesem Fall Heuchelei!

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