Pharmaverbände einig

06. Juni 2009 23:31; Akt: 07.06.2009 19:27 Print

Medikamente werden billiger

Die Pharmaindustrie senkt die Preise. Dadurch sinken die Gesundheitskosten in der Schweiz jährlich um 400 Millionen Franken.

Fehler gesehen?

Für fünf Milliarden Franken jährlich verschreiben bzw. verkaufen Ärzte und Apotheken in der Schweiz Medikamente, die von der Grundversicherung bezahlt werden müssen. Doch die Zeichen stehen gut, dass es demnächst 400 Millionen Franken weniger sein werden. Vor dem heutigen Treffen zwischen dem Krankenkassenverband Santé­suisse und der Pharmaindustrie hat letztere substanzielle Preisabschläge in Aussicht gestellt. Dies sowohl bei den Originalarzneimitteln als auch bei den Nachahmerpräparaten (Generika).

Für Gesundheitsökonom Willy Oggier ist das ein positives Signal. «Zwei wichtige Akteure im Gesundheitswesen übernehmen gemeinsam die Verantwortung und setzen Sofortmassnahmen durch. Dadurch können immerhin zwei Prozent des nächstjährigen Prämienanstiegs aufgefangen werden.» Für Peter Hohmann von der Healthcare Management Group ist das Sparpotenzial aber noch wesentlich grösser. «Die Konsumenten müssen selbst die Initiative ergreifen.» Auf Hohmanns Website Mymedi.ch kann man mit ein paar Klicks die Preise von Originalpräparaten mit jenen der oftmals billigeren Generika vergleichen.

cw