30. Oktober 2007 22:58; Akt: 30.10.2007 22:59 Print

Mehr Blitzkästen gegen Raser

Raserei ist die Unfallursache Nummer eins. Jetzt fordert die Beratungsstelle für Unfallverhütung noch mehr Blitzkästen in der ganzen Schweiz.

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: Der Wagen kam von der Strasse ab und rasierte vier massive Metallstützen weg, bevor er zum Stillstand kam. Der Lenker hatte zwei Promille Alkohol im Blut und musste mit einem Schock hospitalisiert werden. . Der Lenker des Unfallwagens hatte sich mit einem unbekannten Auto ein Rennen geliefert. Auf einer Brücke durchbrach der Wagen die Leitplanke, stürzte auf die untere Fahrbahn und brannte aus. Der 26-jährige Lenker war mit massiv übersetzter Geschwindigkeit gegen das vorderste Brückenelement der Einfahrt Itingen der Autobahn H2 gefahren.Bild: Polzei Basel-Landschaft Der Ausgang eines Rennens: Das Auto demolierte eine freistehende Garage vollständig. Der Lenker und sein 15-jähriger Mitfahrer konnten das Wrack selbständig verlassen. . Die beiden Portugiesen (18 und 25 Jahre) rasten mit einem getunten Sportwagen von Zürich Richtung Schlieren, wo sie einen entgegenkommenden Wagen streiften. Bild: Kantonspolizei Zürich Ein Neulenker verlor wegen übersetzter Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug, überfuhr einen Elektroverteilkasten und prallte in eine Mauer. Ein 18-jähriger ohne Ausweis setzte das Auto seines Kollegen gegen eine Mauer und landete in einem Garten. Der 19-jährige verlor wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über den Wagen, geriet ueber die Gegenfahrbahn und prallte in eine Hauswand. Bild: Kapo Thurgau Ein 18-jähriger kam von der Fahrbahn ab, überquerte das Trottoir und prallte in eine Fabrikfassade. Der Lenker und sein 17-jähriger Mitfahrer starben noch auf der Unfallstelle. Bild: Kapo Schwyz Bei einem Autorennen ist der Wagen von der Strasse abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der 19-jährige Lenker starb, sein 17-jähriger Beifahrer wurde schwer verletzt. Bild: Kapo St. Gallen Ein 23-jähriger Spanier hatte in einer Rechtskurve die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren. Die Kollision war so heftig, dass das Verursacherauto in zwei Teile gerissen worden ist. Bild: Kapo Aargau Der 24-jährige touchierte während eises Rennens einen Randstein. Der Wagen schlingerte, überfuhr mehrere Absperrpfosten der Bushaltestellen und streifte eine Gartenmauer. Ein 19-jähriger Autolenker überholte mehrere Fahrzeuge. Beim zurückzuschwenken stiess heftig mit einem mit sechs Personen besetzten entgegenkommenden Auto zusammen. Bild: Bote der Urschweiz/Geri Holdener Die 14-jährige Radfahrerin Tiziana Bertone stirbt, nachdem sie von einem notorischen Raser erfasst und 37 Meter weit weg in ein Feld geschleudert wurde. (Bild: TeleZüri) Ein 17-jähriger Raser verlor bei stark übersetzter Geschwindigkeit die Herrschaft über das gestohlenen Auto seines Vaters. Bild: Kapo St. Gallen Die 24-jährige Frau verlor in einer leichten Linkskurve die Herrschaft über ihr Auto, schleuderte 200 Meter und prallte in eine Hausecke. Sie und ihr 19-jähriger Mitfahrer waren sofort tot. Bild: Kapo Zuerich Wegen der prekären Wetterverhältnisse fuhr der Sattelschlepper lediglich ca 60 km/h. Der PW-Fahrer fuhr dem Lastwagen ungebremst ins Heck. Bild: Kapo Solothurn Der 24-jährige Lenker verlor bei einem Rennen zwischen Härkingen/SO und Neuendorf/SO bei 150 Km/h die Herrschaft über sein Auto. Bild: Kapo Solothurn Unfallursache war übersetzte Geschwindigkeit. Insgesamt vier Fahrzeuge waren in dem Unfall verwickelt. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt) Zwei Raser lieferten sich ein Rennen. Einer stiess frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Beide Fahrer wurden getötet. Die Frau des Rasers und seine vier Kinder erlitten zum Teil schwere Verletzungen. (Bild: Keystone/Aargauer Zeitung/ Pascal Meier) Nach dem Bölchentunnel fuhr der Raser rechts an der Kolonne vorbei, als er zwischen zwei nebeneinander fahrenden Autos durchzufahren versuchte, kam es zur Kollision. Bild: Kapo Baselland

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Die Zahl Schwerverletzter auf Schweizer Strassen ist 2006 auf 5066 gestiegen. Überproportional betroffen waren junge Autolenker zwischen 18 und 24 Jahren, die am Wochenende, am frühen Abend oder in der Nacht unterwegs waren. So lautet die Bilanz der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU). Zudem beklagt das BFU, dass die neue Alkoholgesetzgebung im Strassenverkehr wirkungslos bleibe: Die von Blaufahrern bedingten Unfälle blieben zwischen 2005 und 2006 konstant.

Hauptunfallursache ist und bleibt jedoch das Rasen: 30 Prozent aller Schwerverletzten und Getöteten waren 2006 auf übersetzte Geschwindigkeit zurückzuführen. Das BFU fordert deshalb, schweizweit noch mehr Radarkontrollen aufzustellen. Die verschärften Tempokontrollen hätten bereits Wirkung gezeigt: Die Zahl der Todesopfer auf den Strassen ging zwischen 2005 und 2006 um 10 Prozent auf 370 zurück.

SDA/AP