Heftiges Gewitter

14. Juni 2015 17:22; Akt: 15.06.2015 16:04 Print

Mehrere Bahnlinien und Strassen gesperrt

Das Unwetter von Sonntagabend traf die Ostschweiz besonders hart. Die A1 bei Wil ist zwar wieder offen – doch die Wetterlage bleibt prekär.

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Mehrere Bahnstrecken, vor allem in der Ostschweiz, sind derzeit unterbrochen. Die Gemeinde Kradolf im Kanton Thurgau ist von den Fluten besonders stark betroffen. Für diese vier Autos kam jede Hilfe zu spät, sie wurden weggeschwemmt. Eine Garage in Kradolf im Kanton Thurgau steht unter Wasser, nachdem der kleine Bach im Dorf übers das Ufer getreten ist. Der Morgen danach: In Kradolf hat es schwere Schäden gegeben. Die Aufräumarbeiten werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Weg nach Kradolf sei noch immer gesperrt, meldet ein Leser. Die Feuerwehrleute in Bettwiesen TG haben alle Hände voll zu tun. Überschwemmung in Bronschhofen SG: Autos wurden durch die Fluten weggespült. Das Unwetter traf Kradolf TG besonders schlimm. Das Unwetter verwandelt Bronschhofen SG in einen Bach. Das schwere Unwetter hat seine Spuren hinterlassen: In Bronschofen SG sind die Strassen überflutet. Bronschhofen: Der kleine Bach wird zum reissenden Fluss. Die Bahnhofsunterführung in Wil SG ist nach einem Platzregen komplett überschwemmt. Diese Garage in Kradolf TG wurde fast bis oben gefüllt. Überschwemmung in Kradolf TG: Die Autos stehen komplett unter Wasser. An der Einfahrt zur A1 bei Wil SG geht gar nichts mehr. Die Fahrbahn ist komplett überschwemmt. Land unter auf der A1: Die Autos kommen kaum voran. Rastplatz bei der Autobahn A1 in Wil SG. Autobahn unter Wasser bei Wil SG: Schlamm und Wasser. Unwetter in Wil SG: Reitwiese geflutet. Regen auf A1 Einfahrt Wil. Auch der Bahnhof Wil SG steht unter Wasser. Unterführung beim Bahnhof Wil: Das Wasser läuft nicht mehr ab. Wassermassen im Bahnhof Wil. Die Autobahn bei Wil SG gleicht einem reissenden Fluss. In Gampelen BE hat der Starkregen am Sonntagnachmittag bereits für Überschwemmungen gesorgt. In Seedorf BE läuft bereits die Kanalisation über. Da braut sich was zusammen: Der Himmel über Bretigny VD. Dieser Garten in Heldswil TG braucht vorerst kein Wasser mehr. Heldswil TG: Dort, wo eigentlich ein Kiesplatz ist, ist nun ein Bach entstanden. In Tobel-Tägerschen TG hat sich auf der Strasse bereits ein kleiner Bach gebildet. Nach dem heftigen Regen im Kanton Bern. Starkregen in St. Gallen am Sonntagnachmittag. Weintraubengrosse Hagelkörner am Sonntag in Tafers FR. Nochmals Tafers, hier mit heftigem Regen. Hagel-Zvieri in Tafers FR. Hagelkörner zusammengewischt in Tafers FR. Gewitter in Ins BE. So hat sich der Samstagabend verabschiedet: Düsterer Himmel über Winterthur. Samstagnacht in Luzern: Gewitterhimmel über dem Pilatus.

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Stromausfälle, überflutete Keller und gesperrte Strassen: Das starke Gewitter vom Sonntagabend hat Bäche über die Ufer treten lassen und die Einsatzkräfte in der Region Wil SG die ganze Nacht über auf Trab gehalten. Über 340 Schadensmeldungen gingen ein.

Besonders hart getroffen hat es Kradolf TG. «Ich wollte mein Fahrzeug aus der Garage fahren, doch das Wasser war schon extrem hoch», sagt ein 45-jähriger Anwohner. «Ich musste mein Auto dem Schicksal überlassen.»

Grosser Einsatz

Rund 150 Personen von Sicherheitsverbund, Feuerwehren und Zivilschützern waren die ganze Nacht über mit 25 Fahrzeugen im Einsatz, wie der Sicherheitsverbund der Region Wil am frühen Montagmorgen mitteilte. Die Arbeiten dauern an.

«Das Gewitter hat die Region Wil in einem bisher noch nie erlebten Ausmass getroffen – ich kann mich nicht an ein vergleichbares Unwetterereignis bezüglich Heftigkeit oder Anzahl Einsätze erinnern», wird Andreas Dobler, Geschäftsführer des SVRW, zitiert.

Situation bleibt kritisch

Am Bodensee fielen innert zwölf Stunden bis zu 108 Liter Regen pro Quadratmeter. Das ist mehr als die normale Menge in ganzen Monat Juni, die 102 Liter beträgt, wie der Wetterdienst MeteoNews am Montagmorgen mitteilte. Weil heute noch 10 bis 20 Liter dazukommen, sei die Situation in der Ostschweiz und vor allem am Bodensee kritisch. Am Dienstag dürfte sich die Lage etwas entspannen.

Die Niederschläge liessen Flüsse über die Ufer treten. Im Kanton Thurgau gingen bis zum Morgen rund 500 Schadensmeldungen ein, wie die Kapo mitteilte. Die Feuerwehren standen im Dauereinsatz. Besonders betroffen war die Region Sulgen/Kradolf/Erlen. Wasser drang in Keller, Tiefgaragen, Unterführungen und Wohnungen. Mehrere Strassen sind noch gesperrt.

Wassermassen rissen Fahrzeuge mit

In Wil wurden Fahrzeuge von den Wassermassen mitgerissen und Häuser überflutet. In Maugwil wurde eine Reithalle überschwemmt. Im Wiler Stadtteil Rossrüti trat der Krebsbach über die Ufer. Davon betroffen war auch das zentrale Elektrizitäts-Unterwerk. Im Quartier fiel um 17.30 Uhr der Strom aus. Die Bewohner konnten erst ab 22.40 Uhr dank mehrerer Notstromgruppen wieder mit Elektrizität versorgt werden.

Die A1 wurde bei Wil überschwemmt und in Richtung Zürich mit Schlamm und Geröll verschüttet. Insgesamt müssen rund 250 Kubikmeter Kies und Schlamm entfernt werden. Die Autobahn konnte am Montagmorgen wieder freigegeben werden. Auch kantonale und kommunale Strassen in der Region wurden stark verschmutzt.

Rund 320 Schadensmeldungen gingen bei den Behörden ein. Meldungen über Personenschäden lagen nicht vor. Über die Höhe des Sachschadens können noch keine Angaben gemacht werden.

Feuerwehren im Dauereinsatz

Auch in den Kantonen Solothurn und Aargau hatten die Feuerwehren alle Hände voll zu tun. 35 Meldungen gingen bei der Solothurner Polizei ein, rund 50 bei der Aargauer Polizei. Betroffen vom Starkregen war die Region Niederamt und besonders die Gemeinde Däniken. Wasser war in mehrere Liegenschaften eingedrungen und vereinzelt waren Schächte verstopft. Personen wurden nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Im Kanton Aargau fiel besonders in der Region Zofingen-Oftringen viel Regen. Feuerwehren mussten ausrücken. Viel Wasser befand sich auch auf der A1 in Safenwil. In Fahrtrichtung Bern musste die Autobahn jedoch nicht gesperrt werden.

Öffentlicher Verkehr betroffen

Von den Überschwemmungen betroffen war auch der Schienenverkehr. So ist die Strecke zwischen Sulgen und Kradolf auf der Linie Weinfelden–Gossau SG bis etwa 18 Uhr unterbrochen. Die Postautolinie zwischen Frauenfeld und Tobel-Affeltrangen TG ist voraussichtlich noch bis Dienstag um 9 Uhr beeinträchtigt.

Starker Regen fiel auch in der Region Bern-Freiburg. Im Kanton Freiburg pumpten zehn Feuerwehren Untergeschosse leer. Bei der Kapo Bern gingen gegen 120 Anrufe aus dem vom Gewitter heimgesuchten Seeland ein. Zwischen Kerzers und Ins auf der Linie Bern–Neuenburg bleibt die Strecke für den Bahnverkehr bis 18 Uhr unterbrochen.

Gewitterzelle wird zur Gewitterlinie

Anschliessend zog das Unwetter in mehrere Regionen im Kanton Freiburg, wobei es die Gegend zwischen Romont und Murten besonders heftig heimsuchte. Die Gewitterzelle wurde zur Gewitterlinie und tobte stationär zwischen Schwarzenburg und Neuenburg.

Im Osten traf das Unwetter zuerst das Voralbergische und sprang dann über das Rheintal zum Alpstein und zur Alviergruppe. Im Sarganserland hagelte es. In Oberschan gingen in kurzer Zeit 18 Liter Regen pro Quadratmeter nieder.

Diese Gewitterzelle zog weiter Richtung Zürcher Oberland und in den Thurgau. Dort formierte sich erneut eine ausgeprägte Hagellinie, wie die Meteorologen berichteten. In einer Garage in Kradolf steht das Wasser meterhoch. «Ich war schockiert und wusste im ersten Moment nicht, was ich machen sollte», berichtet der Inhaber. Drei Lastwagen seien vom Wasser weggedrückt worden.

Über 200 Feuerwehrleute im Einsatz

Die kleine Gemeinde im Kanton Thurgau ist von den Fluten besonders stark betroffen. «Es ist für uns ein aussergewöhnlich heftiges Ereignis. So etwas haben wir seit 45 Jahren nicht mehr erlebt», sagt Walter Schönholzer, der Gemeindepräsident von Kradolf. Dennoch sei die Lage derzeit unter Kontrolle.

Insgesamt stehen in den Gemeinden Sulgen, Kradolf und Erlen über 200 Einsatzkräfte im Einsatz. «Es wird noch mehrer Tage dauern, bis alle Keller ausgepumpt sind, sagt Peter Steffen, der Feuerwehr-Kommandant von Erlen.

Die Strasse zwischen Sulgen und Bischofszell sowie Richtung Erlen sind zurzeit gesperrt. Auch die SBB-Linie Sulgen-Kradolf und Sulgen-Erlen können derzeit nicht befahren werden.

Bahnlinie gesperrt

Auch im Kanton Aargau fiel besonders in der Region Zofingen-Oftringen viel Regen. Wasserlachen sammelten sich auch auf der Autobahn A1 in Safenwil. Auch zwischen Aarau-West und Oftringen stauten sich am Montagvormittag in beiden Richtungen die Autos wegen Hochwassers.

Der starke Regen hatte vor allem das Niederamt heimgesucht. Wasser drang in mehrere Liegenschaften ein. Personen wurden nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Im Seeland bleibt die Bahnlinie Bern-Neuenburg zwischen Kerzers FR und Ins BE voraussichtlich bis am Montagabend um 18 Uhr unterbrochen. Die starken Regenfälle spülten bei Ins an zwei Stellen den Bahndamm und die Kabeltrassees fort. Arbeiter sind nun daran, beide Anlagen wiederherzustellen. Ersatzbusse sind im Einsatz.

Parkhäuser und Unterführungen überflutet

In Ins fielen am Sonntagabend 54 Liter Regen pro Quadratmeter, wie MeteoNews mitteilte. Zahlreiche Schadensmeldungen gab es auch aus dem Oberaargau und dem Schwarzenburgerland. Verletzt wurde auch im Kanton Bern niemand.

Alle Hände voll zu tun hatten die Einsatzkräfte auch in Pratteln BL, Muttenz BL und Liestal, wie die Polizei Basel-Landschaft am Montag mitteilte. Vereinzelt wurden zudem auch Strassen, Parkhäuser und Unterführungen überflutet oder Alarmanlagen ausgelöst.


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(chk/jeh/dia/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nieder Schlag am 14.06.2015 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einzigartig

    Ich liebe Wetter! Es ist so herrlich unveränderbar.

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  • Zeus am 14.06.2015 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Grosses Kino

    Diese Gewitterfront kann gerne nach Schaffhausen kommen, falls TV-Programm schlecht wie immer setze ich mich schön in meine Laube und geniesse bei einem guten Gläschen Chianti die grosse Show.

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  • F. Mann am 14.06.2015 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Feuerwehrmann

    HEUTE? Ich habe den ganzen Nacht (Sa auf So) mit eine Erdrutsch sowie überschwemmungen durchgebracht nach ein sehr heftiges Gewitter im Region Thun. Kantonstrasse blockiert und Kanton kommt nicht mal helfen!! Bis 600h im Einsatz.... Hoffe, es bleibt heute mal ruhig.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tinu am 15.06.2015 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie es weiter geht

    Tatsache ist : wie mehr menschen in der schweiz wohnen und arbeiten desto mehr überbaut ist die schweiz! Umso grösser können die schäden sein. Jetzt kann jeder selber urteilen wie es weiter geht.

  • T. A. am 15.06.2015 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufgemerkt!

    Frage: seit wann gibt es einen plural für Feuerwehr? Und wenn es denn so einen gibt, was ist dann der plural des begriffs 'polizei'?

  • E. T. am 15.06.2015 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wetter ist parteilos

    und trifft alle gleich. Allerdings trifft es Leute mit kleinerem Geldbeutel und wenig Optionen meist härter.

  • chaqrly1464 am 15.06.2015 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    wie das Wetter zurück schlägt, ist einfach herrlich und nicht einflussbar, super

  • Geograp am 15.06.2015 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abkühlung durch Geoengineering

    Sorry die Kondensstreifen sind Unsinn aber Geoengineering existiert! Und das ewig kalte und nasse Klima im Sommer kommt mir langsam suspekt vor!

    • Henry am 15.06.2015 16:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      naja....

      @Geograp....mir schon lange, seit wann haben wir jetzt über das ganze Jahr Hochnebel? früher hatten wir das einige Tage im Herbst.

    • Geo-Engineer am 15.06.2015 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Zivilisationsklima

      Das liegt am normalen Flugverkehr und der Veränderung der Thermik durch unsere Zivilisation. Zudem absterben der Korallenriffe, welches die Wasserströmungen verändern. Das Klima ist in ständigem Wandel, wir beschleunigen es nur, durch das verseuchen der Meere. Klima ist nicht nur oben, sondern auch unten.

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