Unternehmenssteuern

06. März 2011 09:44; Akt: 06.03.2011 10:17 Print

Merz bezeichnet Kritik als «absurd»

Der frühere Finanzminister Hans-Rudolf Merz äussert sich erstmals zu den massiven Vorwürfen im Zusammenhang mit der Unternehmensteuerreform II.

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Hans-Rudolf Merz wehrt sich. (Bild: Keystone)

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Vor allem die Linke wirft hans-Rudolf Merz vor, er habe sich entweder massiv verkalkuliert oder die Steuerausfälle bewusst unterschlagen. «Der Vorwurf, der Ur-Kapitalist Merz mache Steuergeschenke an die Aktionäre, ist falsch», sagte Merz. Gar «absurd» sei die Kritik, er habe den Effekt des sogenannten Kapitaleinlage-Prinzips unterschlagen. «Wir haben die Wirkung dieser Änderung in den entsprechenden Kommissionen diskutiert. Verschiedene Parlamentarier haben sehr klare Aussagen darüber gemacht», sagte Merz der «NZZ am Sonntag». Klassenkampf-Rhetorik sei fehl am Platz.

«Institutionelle Anleger, vor allem auch die Pensionskassen, haben ebenfalls ein Interesse am Kapitaleinlage-Prinzip.» Merz betont, dass er die Unternehmens- und die Familien-Steuerreform stets als Ganzes vertreten habe. Die Einnahmenausfälle der Ehepaar- und Familienbesteuerung bewegten sich im Bereich von jährlich gegen 2 Milliarden Franken. «Beim Kapitaleinlage-Prinzip sprechen wir von weitgehend einmaligen Ausfällen in geringerem Ausmass», so Merz.

(kub)