Kandidatur für Präsidium

18. Dezember 2019 17:30; Akt: 18.12.2019 17:30 Print

Meyer und Wermuth wollen an die SP-Spitze

Die beiden Nationalräte steigen ins Rennen um die Nachfolge von Christian Levrat. Sie glauben, mit einem Co-Präsidium der Partei zu mehr Erfolg zu verhelfen.

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Die Zürcher Nationalrätin Mattea Meyer und der Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth bewerben sich gemeinsam um die Nachfolge für den abtretenden SP-Parteipräsidenten Christian Levrat. Die Wahl findet Anfang April in Basel statt.

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Ihre Kandidatur bestätigen die beiden in einem vorab veröffentlichten Interview mit der «Wochenzeitung» (WOZ). Die Zeit der Einzelkämpferinnen und -kämpfer sowie der grossen Heldinnen und Helden sei abgelaufen, sagt Meyer im Interview auf die Frage, wozu es überhaupt ein Co-Präsidium brauche. Ein alleiniges Präsidium wäre für ihn schon rein familiär nicht vorstellbar, erklärt Wermuth.

Verantwortung verteilen

«Wir haben beide gute Erfahrungen mit Co-Präsidien gemacht, vorausgesetzt, man kennt sich gut und vertraut einander. Wir stehen uns politisch nahe, was sinnvoll ist. Denn wir müssen mit einer Stimme reden, um stark zu bleiben. Für mich ist das Präsidium der falsche Ort, um die inhaltliche Breite einer Partei abzubilden», sagt Meyer im Interview weiter.

Meyer und Wermuth wollen mit den Mitgliedern diskutieren, wie die Partizipation anders gestaltet werden kann. Sie finde es wichtig, dass die Verantwortung in Zukunft auf mehr Schultern verteilt werde, meint Meyer. «Wir wollen die Menschen in der Partei mitnehmen und ihnen auch echte Verantwortung geben», ergänzt Wermuth.

«Es braucht eine starke Sozialdemokratie»

Was das Verhältnis zu den Grünen betrifft, hat Wermuth klare Vorstellungen: «Wir werden sicher nicht unsere Zeit damit verbringen, uns von den Grünen abzugrenzen. Wir sind politisch zu nah, und die andere Seite ist zu stark. Was es braucht, ist eine Verbindung der Kämpfe.»

In einem am Mittwoch veröffentlichten Communiqué der beiden heisst es zudem: «Wir sind überzeugt, dass es gerade jetzt eine starke Sozialdemokratie braucht, welche Teil dieser sozialen Bewegung ist. Es braucht einen linken Aufbruch für ein Zukunftsprojekt, das die vielfältigen Anliegen bündelt. Für eine fortschrittliche, moderne Idee von Gesellschaft, die wieder Hoffnung schafft.»

Co-Präsidien gibt es nicht nur in der Schweiz

Die 32-jährige Mattea Meyer sass zwischen 2011 und 2015 im Kantonsrat Zürich, ehe sie in den Nationalrat gewählt wurde. Cédric Wermuth sitzt seit 2011 im Nationalrat. Von 2008 bis 2011 war er Parteipräsident der Juso Schweiz. Von 2014 bis 2018 teilte er sich mit Grossrätin Elisabeth Burgener das Co-Präsidium der SP Aargau.

Co-Präsidien gibt es auch bei Sozialdemokraten ausserhalb der Schweiz: Unlängst haben sich etwa die deutschen Sozialdemokraten für eine Doppelspitze mit Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans entschieden.

(vro/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heinz Hug am 18.12.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnungsschimmer

    Das finde ich gut, dass diese beiden an die Spitze der SP wollen. Hoffentlich schaffen sie es, denn mit ihnen wird die Talfahrt dieser Partei noch beschleunigt.

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  • Realist11 am 18.12.2019 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts schlaues

    Bei denen ist egal wer an der Spitze ist. Es kommt eh nichts Schlaues raus!

  • Gruss aua Bern am 18.12.2019 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Interessiert niemanden,

    abgesegen von SP-Mitgliedern und - selbstverständlich - der schreibenden Zunft, die auch zu 70% plus rot-grün tickt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hülä Gülä am 19.12.2019 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einpacken und verschiffen

    Wir sollten die ganze SP Bande dem kleinen Dicken aus Nordkorea zum Geschenk machen.

  • Philipp Enzmann am 19.12.2019 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das geht schief

    Gute Idee Das ist der Untergang der Sp wen Meyer und Wermuth an der Spitze sind!

  • Bald am 19.12.2019 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also

    Ein neues Buch mit dem Titel,schon wieder zwei verliebte im Bundesbern!

  • Loisel am 19.12.2019 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Jede Wette...

    ...die haben bestimmt was zusammen.

  • Sorry Willi gäll am 19.12.2019 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    So weit ist es (herunter) gekommen

    Willi Ritschard würde sich im Grabe drehen.