Individualisiertes GA

20. Mai 2019 21:05; Akt: 20.05.2019 21:05 Print

Meyer will, dass Vielfahrer mehr fürs GA bezahlen

Das GA soll um zehn Prozent teurer werden - doch nicht für alle. SBB-Chef Andreas Meyer möchte Preise individuell anpassen.

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Einem internen Dokument der nationalen Tariforganisation CH-Direct zufolge soll ab Dezember 2021 das Generalabonnement (GA) um 10 Prozent teurer werden. Statt wie heute 3860 Franken würde dann ein Jahresabo 4250 Franken kosten.

In der Sendung «ECO Talk» sagt SBB-Konzernchef Andreas Meyer, es sei allerdings noch nicht entschieden. «Das ist ein Ideenpapier der Branche: 250 Verbünde und Verkehrsunternehmen, die sich über die Tarife einigen müssen.»

Zwischen Viel- und Wenignutzern unterscheiden

Meyers Plan geht in Richtung Individualisierung. Es gebe viele Leute, «die haben das GA einfach nur aus Bequemlichkeit. Und wenn man für die das Generalabonnement verteuert, dann fehlt ein Element der Lebensqualität.» Andererseits gebe es «das andere Extrem von Menschen, die das GA bereits Mitte Februar herausgefahren haben.»

Der SBB-Konzernchef sieht eine Preiserhöhung des GAV erst dann, wenn man «zwischen den Vielnutzern und den Wenignutzern» differenzieren könne.

230 Mio. Franken für Sparbillette

Die SBB setzen derzeit auf den Ausbau der Sparbillette. Sie hätten im letzten Jahr fünf Millionen davon verkauft und wollten in diesem Jahr weitere 230 Millionen Franken in das Programm investieren, so SRF.

Der Preis des GA ist umstritten. Eine Studie des ÖV-Informationsdienst Litra kam vor drei Jahren zum Schluss, dass das GA für Pendler mit einem Arbeitsweg von mehr als 100 Kilometern pro Tag die günstigste Variante darstellt. Gemäss Zahlen des Bundesamt für Statistik gehörten im Jahr 2016 etwa 74'000 öV-Nutzer zu dieser Gruppe.


(kle)