Wohneigentum kostet mehr

02. November 2018 08:32; Akt: 02.11.2018 08:32 Print

Mieten in der Schweiz wird immer günstiger

Die Vermieter müssen ihre Preise erneut nach unten korrigieren. Besonders im Tessin sind Mietwohnungen deutlich günstiger geworden.

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In der Schweiz sind die Angebotsmieten im vergangenen Monat erneut um 0,5 Prozent gesunken, wie die aktuellen Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index zeigen. Damit hält der Abwärtstrend auch im Oktober an. Bereits zum vierten Mal mussten die Vermieter ihre Preiserwartungen nach unten korrigieren.

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Eine Mietwohnung mit einer Fläche von 100 Quadratmetern kostet in der Schweiz zurzeit durchschnittlich 2165 Franken pro Monat. «Ob die Mieten sinken oder steigen, ist in erster Linie vom Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage abhängig», sagt Martin Waeber, Direktor von Immoscout24. Das widerspiegelt sich auch in den deutlichen Unterschieden nach Landesteil.

Tiefste Mietpreise im Tessin

Während im Tessin die Mietpreise um 1,1 Prozent sanken, stiegen sie im Kanton Zürich um 0,1 Prozent. «In vielen Regionen, die etwas weiter von den Stadtzentren entfernt sind, haben Mieter momentan die Qual der Wahl und profitieren von günstigeren Mietpreisen», sagt Waeber.

Im Kanton Zürich kostet eine 100 Quadratmeter grosse Wohnung monatlich 2610 Franken. Im Tessin kommen die Mieter deutlich günstiger weg: Hier kostet die gleiche Wohnung 1894 Franken. Teuer wurden die Mietpreise auch in der Zentralschweiz (+0,9 Prozent) und im Mittelland (+0,1 Prozent). Weniger zahlen muss man in der Genferseeregion (-0,6 Prozent) und in der Nordwestschweiz (-0,1 Prozent).

Auch Eigentumswohnungen werden günstiger

Weiter ungebrochen ist der Wunsch der Schweizer nach Eigentumshäusern. Hier sind die Preise im Oktober um ein Prozent gestiegen. Ein Quadratmeter Nettowohnfläche eines typischen Schweizer Einfamilienhauses kostet im Durchschnitt 6337 Franken. Ein leichter Rückgang von 0,3 Prozent zeigt sich hingegen bei den Eigentumswohnungen. Ein Quadratmeter Nettowohnfläche in dieser Kategorie kostet zurzeit 7003 Franken.


(fur)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wendy am 02.11.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Tessin

    Im Tessin gibt es auch keine Arbeit, deshalb sind ja auch alle Tessiner in Zürich und umgebung zu finden. Wenn es keine jobs gibt sind auch die Mieten tiefer. Ist ja logisch.

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  • Schönenberger am 02.11.2018 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Richtiges Schnäppchen . . .

    Zweitausendsechshundert Franken für 100 m2 sind ein Schnäppchen bei einem Durchschnittseinkommen von 5'500.-- Franken. Manchmal hätte ich da noch ein paar Fragen . . . ;-)

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  • Luna am 02.11.2018 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Runter!

    Hoffentlich werden mehrere Vermieter einsehen, dass nicht nur Singles oder Doppelverdiener in der Schweiz leben. Für Familien sind die Mieten schon längst nicht mehr bezahlbar. Lassen wir die Wohnungen noch länger so leer stehen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • xenia am 03.11.2018 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Mietzinswucher

    Ich ziehe aus meiner Wohnung in Albisrieden. Nettomietzins war bei mir 1274, neu wird die Wohnung nun satte 200.- teurer vermietet; natürlich ohne sanierung... ich finde das ist eine absolute Frechheit!!

  • Julio Shim am 03.11.2018 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aktien

    Die grossen Immo Firmen sind an der Schweizer Börse. Die müssen Dividende generieren um Anleger anzulocken. Der Mieter steht im Regen.

  • pascal74 am 03.11.2018 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer noch viel zu teurer.

    Noch immer viel zu teuer. Annahme: 4000000 Kredit in einem 10 Wohnung Block. = Rund 500. Zinskosten pro Wohnung. Vermietet für 2000. ergibt einen satten Gewinn von 1500. pro Monat, resp. 18000.- pro Jahr, pro Wohnung. 10 Wohnungen = 180000 Gewinn für den vermieter. Selbst mit Instandhaltungskosten, Reparaturen, Wartung und Unterhalt ist dies immer noch ein viel zu hoher Gewinn. Die Mietpreise müssten immer noch massiv günstiger sein!

  • C.Käser am 03.11.2018 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    sorry , aber als ich Kind war haben meine Eltern in der Grossstadt noch eine ganze Weile in einer 1.5 Zimmerwohnung gewohnt bis wir dann 8 Jahre später in eine grössere Wohnung zogen. Die Ansprüche an Wohnraum steigen und steigen, und sind heute einfach überrissen hoch. Jeder meint er brauche ein ganzes Loft für sich alleine. Dann muss man halt auch entsprechende Preise zahlen - aber bitte ohne zu murren. Es gilt nach wie vor die Faustregel 1/3 des Nettoeinkommens für Wohnen ausgeben - nicht mehr, dann klappt's auch noch mit einem Hobby und dem (gelegentlichen) Ausgang.

  • Doris am 03.11.2018 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mieten

    Ich bin sehr zufrieden mit meiner Wohnung . 3 Zimmer ,Altbau ,69 Quadratmeter ,mit Wintergarten u. das für Fr .1003.- inkl .Nebenk. so kann ich mir sogar noch Ferien leisten .