03. Januar 2008 23:31; Akt: 04.01.2008 09:11 Print

Mit Radarfallen gegen Pistenraser

Die Suva reagiert auf die Rekord-Unfallzahlen auf Schweizer Skipisten Ab morgen jagt sie mit Radarfallen Pistenraser und warnt: «Wir messen die Wintersportler ohne Vorwarnung».

Fehler gesehen?

Die Unfallzahlen auf Schweizer Pisten steigen seit Jahren und die Verletzungen werden immer schwerer; die Rega flog in dieser Saison bereits doppelt so viele Einsätze wie in Vorjahren (20 Minuten berichtete). Grund für die laufend schwereren Verletzungen ist laut der Suva das immer höhere Durchschnittstempo der Skifahrer und Snowboarder. «Die praktisch buckelfreien Pisten und die neuen Wintersportgeräte verleiten auch ungeübte Wintersportler zum Schnellfahren», sagt Suva-Kampagnenleiterin Edith Müller.

Die Suva legt deshalb bei ihrer Präventionskampagne einen Zacken zu: Ab morgen Samstag schickt sie Teams mit versteckten Radarfallen auf die Pisten. «Wir messen die Wintersportler ohne Vorwarnung», sagt Müller. «Schnellfahrer winken wir heraus. Eine Busse gibt es nicht, aber wir suchen das Gespräch. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten ihr Tempo deutlich unterschätzen.» Erstmals kommen die Radarfallen in Andermatt zum Einsatz – danach in fast allen Schweizer Skigebieten.

Gaudenz Looser

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sebi Berger am 04.01.2008 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    Mit welchem Recht?

    stoppt uns die SUVA habe noch nie von derartigen Rechten der SUVA gehoert, grenzt ja schon an Freiheitsberaubung. Glaube nicht, dass ich da anhalten werde... koennte ja ein Ueberfall sein

  • Plano am 04.01.2008 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    gibt sinnvollere Massnahmen

    Anstatt Geschwindigkeitskontrollen zu machen, sollten die Leute sensibiliesiert werden, wo man auf der Piste rumstehen darf & dass man Querfahrten in den Rückspiegel schaut. Zudem Helmpflicht! Auch für Skilehrer, die Vorbildfunktion haben.

  • xoff am 04.01.2008 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    schneller!

    schnell ist geil! - die sollen lieber die ängstlichen Hübies auf die Sonnenterasse verbannen. Ich lass mir meinen Spass doch nicht nehmen! Fahre seit 40 Jahren schnell Ski und denk nicht daran, aufzuhören...

Die neusten Leser-Kommentare

  • kusi am 05.01.2008 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Anfänger

    Wie mein Vorredner schon gesagt hat, ist es meist viel Gefährlicher, wenn Leute ohne nach hinten zu schauen los fahren, oder sehr langsam unterwegs sind und Kurven machen ohne sich um zu schauen. Ich fahre gerne schnell, schaue aber auch nach hinten wenn ich einmal langsam unterwegs bin.

  • John am 05.01.2008 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Aprilscherz schon im Januar!

    Unsere Gesellschaft ist wohl wirklich am verdummen. Für das Problem hätte ich eine einfache Lösung: anderweitig mehr Freiräume schaffen, z.B. auf der Strasse. Bei der aktuellen Politik der Einschränkung, verlagert sich das jeweilige Problem nur auf andere Sektoren (z.B. Strasse Piste)

  • tj am 04.01.2008 21:43 Report Diesen Beitrag melden

    fahrlässiges verhalten

    Jo also man sollte so schnell fahren so das man immer anhalten kann wie beim auto fahren und man sollte vor allem nicht immer den snowboarder die schuld in die schuhe schieben es sind zu 80% ski fahrer di einen überfahren oder auf- und hinter Kuppen stehen.

  • Thomas am 04.01.2008 21:20 Report Diesen Beitrag melden

    einseitige belehrung...

    ich muss emi teilweise recht geben. man sollte genau so die ski und snowboarder belehren, welche hinter kuppel "campen" oder sonst eine gefährdung darstellen. das dies allerdings bewusst gemacht wird, bezweifle ich, ich denke die machen das aufgrund mangelnder intelligenz oder erfahrung.

  • Beat am 04.01.2008 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    wieso?

    Plötzlich fahren alle zu schnell? Sind die Ski auch schneller geworden, wie die Autos? Es ist schon seltsam, wie alles zu schnell wird. Früher trug noch niemand ein Helm und es war nicht so gefährlich - eigenartig, nicht? Demnächst wird es heissen, nicht mehr so schnell Fussball spielen, zu gefährli