Altersvorsorge

14. August 2017 21:10; Akt: 15.08.2017 01:02 Print

Mit Zuckerwatte und Schlagzeug gegen Reform

Bürgerliche Gegner der Altersvorsorge haben in Bern ihre Argumente unters Volk gebracht – auf eine ganz spezielle Weise.

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Mit Zuckerwatte und einem Polittheater legten die bürgerlichen Gegner der Rentenreform am Montag ihre Einwände vor. Als Rentner verkleidet zählten die Politiker auf dem Berner Bundesplatz die Nachteile der Vorlage auf.

Anschliessend schlugen sie auf der Bühne Protestnägel in eine Holzfigur, eine so genannte Mazze. Der Brauch geht zurück auf das so genannte Mazzenspiel, mit dem im späten Mittelalter Strafexpeditionen oder Aufstände gegen verhasste Personen eingeleitet wurden. Die Jungfreisinnigen verteilten Zuckerwatte als Symbol «gegen die Zückerli-Rentengeschenke» – zur Freude der auf dem Bundesplatz spielenden Kinder.

Die Musikeinlage des Ständerats

FDP-Ständerat Andrea Caroni (AR) glänzte mit einer Schlagzeugeinlage. Dem Schauspiel wohnten einige Dutzend Personen bei. Die Veranstaltung verlief friedlich. Am kommenden Donnerstag erläutern die in der «Generationenallianz» zusammengeschlossenen Gegner der Rentenreform ihre Argumente vor den Medien in Bern. Die Vorlage kommt am 24. September an die Urne.

Zentrale Elemente sind die Anhebung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre, die Senkung des Umwandlungssatzes in der obligatorischen beruflichen Vorsorge und die Erhöhung der AHV-Renten für Neurentner um 70 Franken.

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Realistin am 15.08.2017 07:09 Report Diesen Beitrag melden

    Die Regierung ist gegen uns Schweizer

    NEIN,Solange wir immer noch viel zuviel Geld für die falsche Asylpolitik und die Entwicklungshilfe ausgeben,solange werde ich NEIN stimmen.Darum reicht das Geld nicht mehr für die eigenen Leute.Einfach nur schlimm,was in Bern mit uns gemacht wird.Allen voran Frau Sommaruga.Warum will diese Frau,dass wir Schweizer arm werden?Eine solche Politikerin ,die gegen eine Mehrheit der Bevölkerung politsiert werde ich nie verstehen.Träumen kann man beim Klavier spielen aber nicht in der Politik.Zuerst kommt die Angst,dann die Wut, dann entsteht der Hass.Muss das wirklich sein?

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  • Typhoeus am 14.08.2017 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reform überflüssig

    Einkommen über 200 000 und Boni hoch besteuern.

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  • Céline Strasser am 14.08.2017 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vor leeren rängen

    Wo sind die Zuschauer? Auf den Bilder sieht es aus, als ob das Theater nicht wirklich interessiert. Besser wäre es sowieso mit Fakten zu überzeugen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 15.08.2017 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Caroni-Zuckerwatten-Politik nervt

    Jedesmal die gleiche Leiher + Zuckerwatten-Politik + Ämtli-Sammler

  • H. Bakuk am 15.08.2017 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaufe nichts bei Spassmachern

    die mit Schaumschlägerei von Fakten ablenken wollen. AHV-Reform Ja.

  • AnonymousSG am 15.08.2017 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    Wenn die AHV versiegt, sollten diejenigen, die Jahrelang eingazahlt haben (ist ja nicht nur solidarisch sondern auch für sich selbst) sollten sie das gesamte Geld vom Bund zurückfordern, dann sehens die im Zirkus, was sie vergeigt haben und die Schweiz sauft in den Bürgerschulden ab

  • Linearium am 15.08.2017 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Reale klare Vorschläge

    Dreifache AHV-Sozialleistungen für zugewanderte Fachkräfte. Das angebliche Händeringen wird ein Ende Haben und inländische Aussortierte können endlich wieder würdig existieren. Ergebnis: Mehr Einnahmen Beitragsfehljahre werden abgegolten, Verdrängung Einheimischer mittels Billiglohnempfänger wird gerecht bekämpft. Dann AHV-Einkommenssteuerbefreiung und Abschaffung des Eigenmietwertes. Ergebnis: Rentner haben eine ehrliche Rentenerhöhung, benötigen die 70.- nicht, es werden weniger auswandern. Spenden ins Ausland zu Gunsten der AHV besteuern. Asylbudget ebenfalls massiv runterfahren.

    • G. Weg am 15.08.2017 16:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Linearium

      Total unfair. Vermutlich sollen sie auch nur zahlen und nie beziehen. Würden Sie das akzeptieren? In diesem Land geht es uns einfach zu gut, und kaum dank Leuten wie Ihnen.

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  • Feline X am 15.08.2017 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Abgaben rauf

    Was ich nicht verstehe: Kann man nicht einfach die Abgaben erhöhen und gut ist's? Viele Probleme hätten wir gar nicht in der Schweiz wenn wir höhere Abgaben und Steuersätze zahlen müssten. Aber gegen so etwas sträuben sich ja immer die bürgerlichen Politiker.