«Sprungfahndung»

21. September 2018 20:57; Akt: 22.09.2018 16:06 Print

Mit dem Super Puma auf der Jagd nach Kriminellen

von D. Krähenbühl - Mit dem Armee-Helikopter gehen Grenzwächter auf die Jagd nach Schleppern, Schmugglern und Kriminaltouristen. 20 Minuten hat sie dabei begleitet.

Unterwegs mit den Grenzwächtern auf einer sogenannten Sprungfahndung. (Video: S. Brazerol/ T. El Sayed/ D. Krähenbühl)
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Es ist 11.10 Uhr morgens. Auf einer Lichtung in der Nähe der Ausfahrt bei Stein am Rhein (SH) setzt unser Super Puma auf. Aus dem Innern stürmen jedoch nicht bis an die Zähne bewaffneten Soldaten, sondern 16 Grenzwächter des Schweizer Grenzwachtkorps und der deutschen Bundespolizei.

Aus heiterem Himmel stossen sie zu einer Verkehrskontrolle und überraschen so die Verkehrsteilnehmer. Das Ziel der sogenannten «Sprungfahndung»: Schlepper, Schmuggler, illegale Migranten, Verkehrssünder und Kriminaltouristen aufzugreifen.

Warnungen auf Social Media

«Der Vorteil ist, dass wir plötzlich auf einen Schlag an einem Kontrollposten nicht nur das erste Auto kontrollieren können, sondern alle verdächtigen Fahrzeuge», sagt Thomas Zehnder, Kommandant Grenzwachtkommando II. Die Sprungfahndung werde mit Schweizer und Deutschen Einsatzkräften mehrmals pro Monat durchgeführt, bis zu zwölf Kontrollstellen werden angeflogen.

Der Überraschungseffekt sei wichtig. «Heute kursiert in den sozialen Medien schnell die Meldung: «Achtung Zoll-Kontrolle», sagt Einsatzleiter Christian Furrer. Somit würden auch gesuchte Personen, etwa bei einer Kindsentführung, das Kontrollgebiet meiden. Die Bilanz nach sieben Stunden Einsatz kann sich sehen lassen: Die Grenzwächter sind 20 Mal erfolgreich, können gesuchte Personen anhalten, Schmuggel aufdecken und weitere Verstösse gegen das Waffen-, Straf- oder das Strassengesetz ahnden.

Beim Grossteil der Kontrollierten hat die Polizei aber nichts zu beanstanden. Die Betroffenen nehmen es gelassen: «Natürlich wäre ich jetzt gern schon Mittag essen gegangen, aber die Grenzwache macht auch nur ihren Job», sagt der schnauzbärtige Lenker eines Jeeps, der mit einem russischen Oldtimer – Modell Lada – auf dem Anhänger unterwegs war.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zuuum am 22.09.2018 06:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Offene Grenzen

    Wer seine Grenzen komplett öffnet ist nicht ganz dicht.

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  • Louise am 22.09.2018 05:52 Report Diesen Beitrag melden

    Nacht

    Wache ziemlich oft wegen dem Gebell der Grenzwachthunde auf. Scheint gehörig was los zu sein. Obwohls manchmal nervt, gibts mir im Endeffekt ein Gefühl der Sicherheit.

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  • simi am 22.09.2018 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    soll so bleiben

    wir sind froh, sind unsere Grenzen nach Schweiz und Liechtenstein von der Grenzwache besetzt ist. wir wollen nicht das selbe Chaos wie die EU hat.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gretel am 23.09.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kleinerer Helikopter besser?

    Und warum gehen die nicht mit einem normalen, kleineren, leiseren Helikopter auf Grenzen-Streife? Muss es unbedingt ein "Panzer" sein?

    • Pack Man am 23.09.2018 23:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gretel urviehshänsel grb.Griem;)

      Genau!Lieber 4x kleine Helikopter und vier Mann pro;Lackierung gelb/schwarz wie Wespen;dass schreckt bestimmt die...ALLE ab u auf und wir haben auch ALLE noch mehr Unterhaltung und Schutz!Danke für diese Inspiration!;)

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  • nepo am 22.09.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Bilanz

    99% Verkehrssünder, aber die Heavy Guys machen nur 1% aus, liege ich richtig, ja?

  • Herr Max Bünzliger Lebert am 22.09.2018 18:55 Report Diesen Beitrag melden

    ja genua

    Sinnvoller Einsatz Chapeau

  • Marko am 22.09.2018 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    Luxustransport

    1h für 40 bis 50km auf der Autobahn. Klar, mit dem Fahrrad? Was für eine Geldverschwendung.

  • c.c. am 22.09.2018 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ablenkung

    Was nützt das Ganze, wenn sowie so die ungebetene Gäste in unser Land eingeflogen werden?