Mitarbeiter suspendiert

24. Dezember 2008 10:10; Akt: 24.12.2008 11:21 Print

Mobbingvorwürfe bei Unia

Einmal mehr geraten Mitarbeiter der Gewerkschaft Unia in Mobbing-Verdacht. Drei Angestellte der Tessiner Sektion wurden wegen Mobbing-Vorwürfen bis auf weiteres suspendiert. Sie erhalten aber den vollen Lohn.

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Die Massnahme sei getroffen worden, um allen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, die Angelegenheit in Ruhe aufzuarbeiten, sagte Unia-Kantonalsekretär Saverio Lurati gegenüber dem Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz (TSI).

Lurati schliesst nicht aus, dass die Affäre noch ein juristisches Nachspiel haben wird. Auf der Lohnliste der Unia Tessin stehen rund 60 Angestellte.

Nicht das erste Mal

Es ist nicht das erste Mal, dass Unia-Mitarbeiter mit Mobbing-Vorwürfen konfrontiert werden. Anfang Jahr waren der ehemalige Unia- Co-Präsident Vasco Pedrina und zwei weitere Unia-Kadermitglieder von einem Neuenburger Gericht wegen Mobbing zu bedingten Bussen verurteilt worden.

Eine ehemalige Mitarbeiterin der damaligen Gewerkschaft GBI, die später zur Unia fusionierte, hatte die Mobbingklage angestrengt. Im Rahmen dieses Falles wurde bekannt, dass es seit der Fusion von GBI und Smuv zur Unia zu einem halben Dutzend Mobbing-Fällen gekommen sei; dies in einem Betrieb mit rund 900 Mitarbeitenden.

(sda)