Teilgeständnis abgelegt

02. Mai 2012 12:01; Akt: 25.07.2014 10:23 Print

Mord von Brittnau weitgehend geklärt

Ein 27-jähriger Asylbewerber aus Marokko hat gestanden, dem 63-jährigen Schweizer die Verletzungen zugefügt zu haben, an welchen dieser vor zwei Wochen in seinem Haus in Brittnau AG verstarb.

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Das Tötungsdelikt von Brittnau AG ist weitgehend geklärt. (Bild: Kapo Aargau)

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Das Tötungsdelikt von Brittnau AG ist weitgehend geklärt. Ein 27-jähriger Asylbewerber aus Marokko legte in der Untersuchungshaft ein Teilgeständnis ab. Ein 63-jähriger Schweizer war Mitte April in seiner Wohnung getötet worden.

Der Beschuldigte gestand, dass er in der Nacht vom 14. auf den 15. April 2012 beim Schweizer zu Hause in Brittnau war und verantwortlich für die dem Opfer zugefügten Verletzungen ist, welche zum Tod führten. Das teilte die Staatsanwaltschaft Aargau am Mittwoch mit.

Der 27-jährige Mann war am 19. April in der Asylunterkunft in Muri AG, in der er gewohnt hatte, verhaftet worden. Die Ermittlungsbehörden hatten am Tatort in Brittnau die Fingerabdrücke des mutmasslichen Täters gesichert. Das Opfer war tot in seiner Wohnung aufgefunden worden.

«Wir können die Tat noch nicht rekonstruieren»

Das Motiv und die Hintergründe der Tat seien noch unklar, sagte Elisabeth Strebel, Leiterin Medienstelle der Staatsanwaltschaft Aargau, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «Wir können die Tat noch nicht rekonstruieren.»

Die Staatsanwaltschaft gehe weiterhin von einem Einzeltäter aus. Aus Rücksicht auf die laufenden Untersuchungen wollte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben machen.

Vorbestraft wegen Entreissdiebstahls

Strebel bestätigte jedoch Medienberichte, wonach der mutmassliche Täter vorbestraft ist. Dieser hatte am Ostermontag einer Frau in Zofingen AG, der Nachbargemeinde von Brittnau, eine Handtasche entrissen.

Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm verurteilte den Asylbewerber per Strafbefehl rechtskräftig zu einer bedingten Geldstrafe und Busse. In diesem Verfahren hatte er seine Fingerabdrücke abgeben müssen. Diese führten dann bei den Ermittlungen zum Tötungsdelikt auf die Spur des Mannes.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Brittnauer am 02.05.2012 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Echt traurig. Wäre ein Schweizer der Mörder gäbe es ein riesen Medientumult. Aber die armen afrikaner können ja nichts dafür. Das ganze macht mich sehr agressiv. Ich hoffe die Politik handelt entlich. Ich kannte den Mann persönlich!

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  • Peschä am 02.05.2012 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Vorbestraft

    Hätte man den Mann aufgrund der Vorstrafe ausgeschafft, hätte er das Tötungsdelikt nicht begehen können!

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  • Brittnau-Nachbardorf-Bewohner am 02.05.2012 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht!

    Es bleibt die Ohnmacht! Nicht nur die vor solchen Taten sondern vor allem auch in Bezug auf die Parlamentarier, denen Volksentscheide völlig egal sind! Es ist an der Zeit, solche Leute von der Verantwortung zu entbinden. Leute: Man ist kein Böser oder Rechter und schon gar kein Rassist, wenn man diese Zustände nicht mehr zulassen will. Es einfach GENUG! Zusatzfrage: Wo sind eigentlich die vor Ort verantwortlichen Asylantenbetreuer? Rauschgift und weiteres ungefiltert kurz nach Einreise bereits in den Matratzen usw.?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tony am 02.05.2012 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kannte das Opfer

    Ich kannte das Mord-Opfer persöhnlich! Es war ein so guter Mensch! Ein wirkliches Vorbild! Auch vor 3 Tagen waren 3 Männer dunkler-Hautfarbe bei uns hier im Dorf. ( Reiden) Diese verhielten sich sehr merkwürdig und waren mit Säcke unterwegs. Als ich die Polizei benachrichtigte um die 3 Verdächtigen zu melden war die Antwort vom Polizist: Hätten Sie auch angerufen wenn es 3 weisse wären? Kurz darauf war eine Patrouille da und was Geschah? Anzeige wegen Betrunkenheit und Littering! Ist dass Rassismus nein!

  • Martha am 02.05.2012 21:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ausschaffen

    Dieser Fall müsste die Kommission, welche immer noch versucht die Ausschaffungsinitiative abzuschwächen, hellhörig machen. Irgendwann wird auch Frau Sommaruga einsehen müssen, dass es schärfere Massnahmen braucht.

    • Michael am 03.05.2012 17:09 Report Diesen Beitrag melden

      Ausschaffungsinitiative

      Seit nicht naiv, solche Fälle wurden bereits früher nach Absitzen der Strafe ausgeschaft. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es sind andere Punkte die die überdenkt werden. So oder so, solche Massnahmen greifen erst wenn es bereits zu spät ist. Leider. Und wer bereit ist einen Mord zu begehen schreckt auch nicht wegen einer drohenden Aussschaffung davon zurück

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  • Brittnau-Nachbardorf-Bewohner am 02.05.2012 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht!

    Es bleibt die Ohnmacht! Nicht nur die vor solchen Taten sondern vor allem auch in Bezug auf die Parlamentarier, denen Volksentscheide völlig egal sind! Es ist an der Zeit, solche Leute von der Verantwortung zu entbinden. Leute: Man ist kein Böser oder Rechter und schon gar kein Rassist, wenn man diese Zustände nicht mehr zulassen will. Es einfach GENUG! Zusatzfrage: Wo sind eigentlich die vor Ort verantwortlichen Asylantenbetreuer? Rauschgift und weiteres ungefiltert kurz nach Einreise bereits in den Matratzen usw.?

  • maja naef am 02.05.2012 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Gefängnis in Marokko

    Der soll seine langjährige Haftstrafe, die jetzt auf ihn zu kommt, in Marokko absitzen. Ist günstiger für die Schweiz und die Gefängnisse sind dort nicht so feudal wie bei uns.

  • Sasha Bino am 02.05.2012 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Kontrolle

    Aufgrund der steigenden Gewalt (egal aus welchem Land man kommt) wird unser Tag immer wie mehr aus Kontrollen und Misstrauen bestehen.