S-charl GR

24. Juli 2015 15:05; Akt: 24.07.2015 16:35 Print

Nach Erdrutsch werden Feriengäste ausgeflogen

Erdrutsche haben die Strasse zwischen Scuol und S-charl unbefahrbar gemacht. Dort sitzen fast hundert Feriengäste fest. Jetzt werden sie per Helikopter ausgeflogen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mehrere Rüfen sind seit Mittwochabend auf die Strasse zwischen Scuol und S-charl im Engadin niedergegangen. In der Bergsiedlung auf 1800 Metern über Meer halten sich fast hundert Feriengäste auf. Am Freitag wurden die ersten von ihnen von Heli Bernina mit dem Helikopter ausgeflogen.

Einer von ihnen ist Leser-Reporter Beat Jucker. Der Zürcher und seine Frau logierten im Alpgasthof Crusch Alba. Jetzt setzen sie ihre Ferien in einem anderen Hotel in Scuol fort. «Nur unser Auto steht noch in S-charl – wann wir es abholen können, ist unklar», sagt Jucker.

Dass die Autos blockiert sind, ist vor allem für jene deutschen Gäste ein Problem, die am Wochenende die Heimreise antreten wollten. Denn die Strasse wird frühestens am kommenden Dienstag wieder befahrbar sein. Nach den Erdrutschen ist in S-charl auch der Strom ausgefallen – für zwei Tage. Jucker: «Das Hotelpersonal hat super reagiert und unser Essen kurzerhand auf einem Gasherd zubereitet», berichtet Jucker. Und der Blackout hatte eine weitere Folge: «Irgendwann waren bei uns allen die Handy-Akkus leer.» Am Freitag konnten sie sie wieder aufladen – seit Vormittag fliesst der Strom wieder.

Gäste können derzeit nicht anreisen

Jon Duri Sutter, Hotelier des Crusch Alba, sagt: «Die Gemeinde hat gut reagiert und alles Nötige veranlasst, um uns und unseren Gästen zu helfen.» Die Versorgung mit Lebensmitteln sei gewährleistet: «Einzig unsere Tiefkühler sind hin.» Der wirtschaftliche Schaden für Sutter und die anderen Hoteliers in S-charl ist jedoch beträchtlich: «Den Gästen, die jetzt anreisen wollten, mussten wir natürlich absagen», so Sutter. Normalbetrieb herrscht in S-charl erst wieder, wenn die Strasse freigeräumt ist. Die Gäste, die noch in S-charl ausharren, machen das Beste aus der Situation. Sutter: «Einige sind heute zu einer Bergwanderung aufgebrochen.»

(lüs)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Engadiner am 24.07.2015 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Was ist das bitteschön wieder für eine übertriebene Push-Benachrichtigung. Es handelt sich wie oben beschrieben nur um ein kleines Seitental und nicht um das Engadin. Diese ständige Panikmache ist absolut überflüssig.

    einklappen einklappen
  • lymath am 24.07.2015 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    positives und Erinnerungen

    händy tot und Helikopter Flug ist doch herlich. sicher die Situation vor Ort für feriengäste nicht grad optimal aber es Leben alle und das ist die Hauptsache

    einklappen einklappen
  • Nancy am 24.07.2015 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    Seid nicht heikel!

    Geniesst doch einfach mal die Situation ohne Telefon! Es ist doch fast unglaublich, dass wir bis jetzt ( vor ca. 15 Jahren) ohne überlebt haben! Bei Stromausfall im Gastrobereich sind wirklich die Kühl- und Gefrierschränke eines der grössten Probleme. Ich denke( würde es so erwarten) dass Hotelgäste auch ein simples Essen kalt, oder über dem Feuer gebratenes/ gekochtes mit grossem Dank essen!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jürg H.C. am 25.07.2015 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schaufel.....

    @thom dann empfehle ich Ihnen einmal in Poschiavo (ebenfalls GR) im Puschlav das Museo zu besuchen, die Bilder der Katastrophe von 1987 zu besichtigen! Noch Fragen von wegen Schaufel#

  • Madlaina am 25.07.2015 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Also, kleines Seitental ist nicht richtig! Es ist ein wichtiger Zugang zum Nationalpark und wenn sie Hirsche sehen wollen, 05.00 Uhr sind sie schon unterwegs dort hinten! Dazu ist es dort sehr schön und ruhig. Engadin ist es auch und in Scuol waren auch Niedergänge und zwar heftig!

  • Claudia am 25.07.2015 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ueberlebensfähig?

    Alles wird extrem dramatisiert und übertrieben. Wir habe früher sehr gut, wenn nicht sogar besser, ohne Handy gelebt. Warum nicht einfach mal abwarten bis die Strasse passierbar ist? Später kann man die Gäste mit dem Auto wieder herausfahren. Wie werde wirklich dazu erzogen, dass wir nicht mehr überlebensfähig sind, ohne Handy, ohne Auto, ohne nichts. Sehr tragisch!

  • Chantal am 25.07.2015 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    @bergler Ich bin auch in den Bergen aufgewachsen... Es ist nicht das erste mal das ich von der Aussenwelt abgeschlossen bin... Bei uns kommt nirgens Panik auf... Absolut nicht! Aber für die Verwandschaft ist es trotzdem schön wenn man schnell Kontakt hat... Bei uns geniessen die Touristen den Aufenthalt weiterhin...

  • käru am 25.07.2015 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    falsches verkehrsmittel

    nach S charl fährt man sowieso nur mit dem Mountainbike und meines ist schon über höhere Schuttkegel gefahren.Option ist die Route nach Lü.