Klimadebatte

20. Juni 2019 09:59; Akt: 20.06.2019 14:33 Print

Swiss droht mit massivem Abbau von Strecken

CO2-Besteuerungen und Betriebseinschränkungen bedrohen die Flugbranche. Die Swiss legt nun konkret dar, wie sie eine Zukunft mit solchen Sanktionen sieht.

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Die Reisebranche gerät von Seiten der Klimaaktivisten immer wieder in die Kritik. Insbesondere das Verreisen mit dem Flugzeug und somit die Fluggesellschaften selbst stehen dabei unter Beschuss. Darauf hat die Swiss nun in der neusten Ausgabe ihres Lobby-Magazins reagiert, wie «CH Media» berichtet.

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Darin verweist die Swiss auf die Wichtigkeit des Drehkreuzes Zürich für die Schweizer Wirtschaft. So reiche die lokale Nachfrage nämlich nicht aus, um ein grosses Langstrecken-Netzwerk zu betreiben. Dazu benötige es Kurzstreckenflüge. Mit diesen kämen Umsteigepassagiere aus dem Ausland, die dann in Zürich auf einen Langstreckenflug wechseln könnten. Daher könne ein Langstreckenkonzept ohne ein Kurzstreckenkonzept gar nicht funktionieren. Die Klimadebatte bilde aber einen direkten Angriff auf dieses Drehkreuz.

19 Langstreckendestinationen würden wegfallen

Würde dieses verschwinden, könnte die Swiss eigenen Angaben nach nur noch fünf Langstreckendestinationen anfliegen. Die restlichen 19 würden wegfallen. Dass die Gefahr akut sei, bestätigt eine Sprecherin gegenüber «CH Media». Bereits kleinste Ursachen könnten grosse Auswirkungen auf die Balance in Zürich haben.

Falls es tatsächlich zu Betriebsbeschränkungen oder CO2-Besteuerung kommen würde, wäre ein grösserer Streckenabbau die Folge. Dieser würde laut der Swiss-Sprecherin auch nicht graduell, sondern plötzlich stattfinden. Möglich wäre in diesem Fall, dass die Swiss-Eigentümerin Lufthansa ihr Zentrum von Zürich nach Wien, München oder Frankfurt verlagert. Die Swiss würde dann nur noch Kurzstreckenflüge durchführen.

Auswirkung auf internationale Firmen

Die Bedrohung ist auch dem Flughafen Zürich bekannt. Er beobachtet und analysiert die Konzernstrategie der Lufthansa-Gruppe genau. Sollte sie sich aus Kloten zurückziehen, müsste ein Massnahmenplan eingesetzt werden, mit welchen neuen Airlines für die Übernahme der Direktverbindungen eingesetzt werden. Die Swiss würde aber viele Verbindungen zu diversen Ländern sofort verlieren.

Dies hätte auch wirtschaftliche Folgen. So wäre es weniger wahrscheinlich, dass sich internationale Firmen dazu entschliessen, am Standort Schweiz festzuhalten.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beat Obachter am 20.06.2019 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Klima ja, aber...

    Warum diese Propaganda Kampagne gegen den Konsumenten? Ich bin Pro-Klima und Umweltbewusst. Was keine Sinn macht, ist hier Konsumenten ein schlechtes Gewissen einzureden während man mit Flugzeugträgern für Drohgebärden um die Welt schippert, Kriegsmaterial ausführt damit es benützt wird und für die Wirtschaft immer Ausnahmeregelungen ermöglicht wenn es um Klima und Umwelt geht. Ein Flugzeugträger weniger und wir können alle jedes Wochenende Städtetrips buchen... Der Fokus stimmt nicht, der Konsument ist nicht der Hauptschuldige. Hier sollten die was ändern die am Hebel sitzen.

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  • Mike Steiner am 20.06.2019 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird teuer

    Durch die ganze Klimahysterie wird sich noch einiges ändern. Da werden noch extreme Kosten auf uns zu kommen, aber ok ,die Jungen wollen das und es ist ihre Zukunft. Man sollte jetzt aber auch jedem 100 Stutz pro Monat vom Lehrlingslohn fürs Klima abziehen, nur so können sie zeigen das sie es auch ernst meinen.

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  • CJ am 20.06.2019 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre schade

    Ist aber von den Hyperventilierenden ja gewollt...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • schirna am 21.06.2019 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ja so ist es

    Ich fliege nicht mehr viel aber ich verstehe dass die Swiss einige Kurzstrecken Flüge einstellet. Denn diese Kurzstrecken Flüge sollten sowie so verboten werden! Und endlich sollte man das Kerosin mit einer Umweltsteuer belege, dann das ist längst nötig!!!

  • Rudi Lümmel am 21.06.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das sind doch mal Good News...

    ...und bitte mit den Streckenplänen auch gleich die Hub-Strategie mit entsorgen und Anzahl Flugbewegungen passen wieder zur Flughafengrösse!

  • Kuckst Du am 21.06.2019 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Privatfliegerei

    Gut verbieten könnte man ja in einem ersten Schritt Düsenjet's mit weniger als 12 Passagieren an Board. Da ist die (Öko)-Bilanz doch abartig?

  • Diana am 21.06.2019 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Düstere Zukunft

    Die Klimahysterie entwickelt sich je länger je mehr fanatisch zur Religion und Diktatur. Wann werden Menschen ins Gefängnis gesteckt oder hingerichtet, die sich dem Diktat nicht beugen? Wehret den Anfängen.

  • Typhoeus am 21.06.2019 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann würden auch

    internationale kriminelle Netzwerke weniger. Durchaus positiv.