Tiefenlager Schweiz

28. März 2011 11:37; Akt: 28.03.2011 12:00 Print

Nagra muss vorerst nicht weiter bohren

Bei der Standortsuche für das Lager für radioaktiver Abfälle gibt es vorerst keine weiteren Sondierbohrungen. Die Nagra muss eine Sicherheitsanalyse erarbeiten.

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Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI beurteilt die Kenntnisse der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) über die geologischen Begebenheiten an allen möglichen Lagerstandorten als ausreichend. Weitere erdwissenschaftliche Untersuchungen seien deshalb nicht notwendig.

In einem nächsten Schritt muss die Nagra jetzt eine provisorische Sicherheitsanalyse zu den möglichen Standorten für Tiefenlager für radioaktive Abfälle vorlegen.

Aus sechs mach vier

Mit dem Sachplan geologische Tiefenlager sollen bis etwa 2020 Standorte für je ein Lager für schwach- und mittelradioaktive sowie für hochradioaktive Abfälle gefunden werden. Zur Diskussion stehen derzeit Wellenberg (NW), Jura Ost (Bözberg AG), Jura-Südfuss (SO/AG), Nördliche Lägeren (AG/ZH), Südranden (SH) und das Zürcher Weinland.

Im Herbst 2011 entscheidet der Bundesrat, welche der sechs möglichen Standorte im Auswahlverfahren bleiben. Zu diesen muss die Nagra dann sicherheitstechnische Analysen erstellen und mindestens vier Standorte für Tiefenlager vorschlagen.

Nach weiteren vertieften Untersuchungen sollen bis etwa 2020 Rahmenbewilligungsgesuche für beide Lagertypen vorliegen. Der Entscheid des Bundesrats über diese Gesuche müssen vom Parlament genehemigt werden und unterstehen dem fakultativen Referendum.

(sda)