Falsch gezwitschert

30. Dezember 2011 12:37; Akt: 30.12.2011 12:57 Print

Nationalrat Caroni reicht Strafanzeige ein

FDP-Nationalrat Andrea Caroni will bei der Bundesanwaltschaft eine Anzeige einreichen: Er will wissen, wer bei den Bundesratswahlen in seinem Namen twitterte.

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Der Ausserrhoder FDP-Nationalrat Andrea Caroni will bei der Bundesanwaltschaft eine Anzeige einreichen: Er möchte wissen, wer bei den Bundesratswahlen in seinem Namen auf Twitter mitgeteilt hat «Sie ist gewählt», bevor Eveline Widmer- Schlumpfs Wahl offiziell war.

Nationalrat Caroni möchte der Sache auf den Grund gehen, wie er am Freitag gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Schweizer Radio DRS sagte. Er müsse sich ständig gegen etwas wehren, das er nicht getan habe. Deshalb gelange er an die Bundesanwaltschaft, sofern sich der falsche Twitter-Caroni nicht bei ihm entschuldige.

Caroni hatte bei den Bundesratswahlen vom 14. Dezember als Stimmenzähler gewirkt und kannte das Wahlergebnis, bevor es Ständeratspräsident Hans Altherr der Bundesversammlung mitteilte.

Es war ein Scherz

Nachdem die Nachrichtenagentur SDA und die Westschweizer Zeitung «Le Matin» über die Angelegenheit berichteten, hat Caroni beim Netzwerk Twitter interveniert. Mittlerweile hat jemand in einem weiteren Tweet geschrieben, er habe sich einen Scherz erlaubt.

Caroni hatte immer gesagt, er habe keinen Account. Inzwischen wurde ihm von Twitter mitgeteilt, dass der falsche Account vom Netz genommen worden sei. Als «Schutzmassnahme» eröffnete Caroni einen eigenen Account. Die Verantwortlichen des Netzwerks bat er, ihm bei der Suche nach dem Urheber der falschen Twitter-Meldung zu helfen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Topan S. am 30.12.2011 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann es auch...

    Da hat sich einer einen Scherz erlaubt. Man muss ja nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen.

  • Daniela am 02.01.2012 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Das Dauer-Lächeln närft langsam

    Selbstdarsteller brauchen wir in der Politik nicht - sondern Politiker die sich echten Problemen wie dem Asylwesen und der Zuwanderung annehmen.

  • Guschti am 30.12.2011 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jammern - vorher denken

    alle wissen wie Twitter, Facebook und co funktionieren und dennoch werden diese Dinge verwendet - und wenns schief geht gejammert.... Informationstheorie ist eben keine Politik sondern Fachwissen.... Jeder der sich auf Facebook &Co outet weiss um was es geht - oder hat das der smarte Politiker vergessen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniela am 02.01.2012 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Das Dauer-Lächeln närft langsam

    Selbstdarsteller brauchen wir in der Politik nicht - sondern Politiker die sich echten Problemen wie dem Asylwesen und der Zuwanderung annehmen.

  • Jeanclaude am 30.12.2011 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    O je

    Herr Caroni sollte sich und diese Geschichte nicht so ernst nehmen und den Fall vor allem nicht benutzen um sich ins Rampenlicht zu stellen. Das kann er im Parlament mit guten Leistungen versuchen.

  • Beobachter am 30.12.2011 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja, das Missbrauchspotential...

    von Twitter, Facebook & Co ist natürlich riesig... mal gemütlich abwarten, Tee oder so trinken und schmunzeln ob den doch immer wieder Kopfschütteln verursachenden Medienberichten über diese Souschlnetwörks... auch wenn die Entwicklung an sich verheerend ist, fange ich doch an, mich etwas zu amusieren...

  • Topan S. am 30.12.2011 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann es auch...

    Da hat sich einer einen Scherz erlaubt. Man muss ja nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen.

  • Guschti am 30.12.2011 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jammern - vorher denken

    alle wissen wie Twitter, Facebook und co funktionieren und dennoch werden diese Dinge verwendet - und wenns schief geht gejammert.... Informationstheorie ist eben keine Politik sondern Fachwissen.... Jeder der sich auf Facebook &Co outet weiss um was es geht - oder hat das der smarte Politiker vergessen?

    • Heiri Besserwisser am 30.12.2011 16:13 Report Diesen Beitrag melden

      Lesen um sprechen zu können!!

      Und sie schienen vergessen zu haben was sie in diesem Artikel gelesen haben. Er selbst hat diese Medien nicht eingesetzt, sondern jemand in seinem Namen. Scherz hin oder her, solche Missbräuche könnten auch ganz andere Dimensionen annehmen.

    • Ana / Zazi am 30.12.2011 16:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      In diesem falle anders

      Man kann gerne davon fernbleiben. Das nützt jedoch nichts dagegen, wenn jemand anderes einen account auf ihren namen erstellt und posts in ihrem nahmen hinterlässt! Das könnte jedem passieren, der selber keine solchen networks benutzt oder sogar gar kein internet oder pc besitzt. Da kann man noch so vorsichtig sein! Auch wird man selber kaum davon erfahren ausser die zeitung schreibt drüber oder freunde, die accounts besitzen weisen einem darauf hin!

    • du nervst am 30.12.2011 16:23 Report Diesen Beitrag melden

      Besser lesen lernen

      Hast du den Artikel wirklich gelesen - und wenn begriffen was Sache ist. Ich glaube nicht. Sorry.

    • Irzi am 30.12.2011 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      vorher überlegen?

      Im Beitrag steht, dass er sich jetzt erst einen Twitter-Account zugelegt hat. Er hatte also zum Zeitpunkt der Wahl keinen. Was meinen Sie mit vorher überlegen? Muss sich nun jeder Politiker einen Facebook-, Twitter-, Google+- Accout zulegen?

    • dödel am 30.12.2011 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      k.a.

      @guschti: Sie verstehen offensichtlich nichts von facebook + co. bekanntlich kann sich jeder unter falscher identität registrieren und in dessen namen dinge posten. dagegen kann man, wenn überhaupt, erst im nachhinein etwas unternehmen.

    • just me am 30.12.2011 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      er hatte ja offenbar bis dato keinen Acount, also nix mit outen etc. und somit nix falsch gemacht.

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