Internet

03. März 2011 12:57; Akt: 11.04.2011 16:36 Print

Nationalrat gegen «Medienführerschein»

Der Nationalrat hat die Schaffung eines «Medienführerscheins» abgelehnt. Den richtigen Umgang der Kinder mit dem Computer zu vermitteln sei keine Aufgabe für die Schule.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Nationalrat sagte am Donnerstag Nein zur Idee des «Medienführerscheins» für Kinder und Jugendliche. Die Motion von Ständerat Rolf Schweiger (FDP/ZG) wurde mit 88 zu 66 Stimmen und 6 Enthaltungen abgelehnt. Der Vorstoss ist damit vom Tisch.

Schweiger verlangte im Lehrplan 21 einen sogenannten «Medienführerschein» - ein Zertifikat als Leistungsnachweis dafür, dass Schülerinnen und Schüler altersgerecht im Umgang mit Internet, Computerspiele und Fernsehen unterrichtet wurden. Kinder und Jugendliche würden persönliche Informationen in sozialen Netzwerken preisgeben oder dem Alter nicht angepasste Computerspiele bis hin zu Killergames spielen, hatte Schweiger seinen Vorstoss begründet.

Der Bundesrat anerkennt die Wichtigkeit der Medienkompetenz, sie sei aber keine Aufgabe der Schule. Auch die Familie stünde in der Verantwortung, sagte Burkhalter. Ausserdem habe der Bund im Bereich der Volksschule keine Kompetenz, gesamtschweizerisch zu wirken.

Jugendmedienschutz fördern

Mit 116 zu 43 Stimmen hiess der Nationalrat eine Motion von Ivo Bischofberger (CVP/AI) gut. Der Ständerat will dem «bunten Flickenteppich» im Jugendmedienschutz und bei der Bekämpfung von Internetkriminalität entgegenwirken.

So soll der Bund gesetzliche Grundlagen erarbeiten, die sicherstellen, dass die im Bereich Internetkriminalität tätigen Organe des Bundes, der Kantone und private Organisationen «effizienter und kostengünstiger» zusammenarbeiten.

Wie schon im Ständerat argumentierte Bundesrat Didier Burkhalter vergeblich, der Bund habe bereits die notwendigen Schritte für eine bessere Zusammenarbeit der Akteure eingleitet.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco U am 04.03.2011 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    zu 90% kaufen die Eltern den Kinder die Spiele..

    Wie will man das Kontrollieren? Die Schweiz hinkt mit dem Thema Internet so stark nach... Ausserdem werden sogennante "killerspiele" meist von den Eltern gekauft, will man online Spiele kaufen braucht man eine Kreditkarte, im Laden wird häufig nach dem Alter nachgefragt das war damals vor 7Jahren im Glattzentrum schon so. In der Schule sollte man besser mal Wissenswertes lernen wie, was man für Mietrechte hat oder wie man ein Budgetplan macht, einfach sachen die einem fürs Erwachsenleben vorbereitet...

  • Wenzin am 04.03.2011 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    DAS ist

    die Erziehungspflicht der Elter, nicht der Schulen! Die FDP begreift es einfach nicht. Die Eltern müssen in die Verantwortung genommen!

  • Peter Vogler am 05.03.2011 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Schul-Kernkompetenz Schnüerlischrift?

    Wie man mit Medien gescheit umgeht,wie man sich kritisch Informationen aus dem Internet beschafft,ist also nicht die Kernkompetenz der Schule.Hauptsache man kann Ende der Schulzeit den Lebenslauf in Schnüerlischrift verfassen.In welchem Jarhundert leben denn solche Politiker eigentlich?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Vogler am 05.03.2011 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Schul-Kernkompetenz Schnüerlischrift?

    Wie man mit Medien gescheit umgeht,wie man sich kritisch Informationen aus dem Internet beschafft,ist also nicht die Kernkompetenz der Schule.Hauptsache man kann Ende der Schulzeit den Lebenslauf in Schnüerlischrift verfassen.In welchem Jarhundert leben denn solche Politiker eigentlich?

  • Michael am 04.03.2011 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    FDP - Wirtschafts - Abzocker

    Die Grenzwerte der Wirtschaft / Kaufkraft sind jedoch längst überschritten, doch dieses karrierte FDP-Wirtschafts-Denken nach mehr Kaufkraft / Abzockkerei stösst sauer auf, weil die Rechnung nicht mehr aufgeht.

  • Wenzin am 04.03.2011 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    DAS ist

    die Erziehungspflicht der Elter, nicht der Schulen! Die FDP begreift es einfach nicht. Die Eltern müssen in die Verantwortung genommen!

  • Marco U am 04.03.2011 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    zu 90% kaufen die Eltern den Kinder die Spiele..

    Wie will man das Kontrollieren? Die Schweiz hinkt mit dem Thema Internet so stark nach... Ausserdem werden sogennante "killerspiele" meist von den Eltern gekauft, will man online Spiele kaufen braucht man eine Kreditkarte, im Laden wird häufig nach dem Alter nachgefragt das war damals vor 7Jahren im Glattzentrum schon so. In der Schule sollte man besser mal Wissenswertes lernen wie, was man für Mietrechte hat oder wie man ein Budgetplan macht, einfach sachen die einem fürs Erwachsenleben vorbereitet...