Hunde-Schicksal

24. Juli 2014 07:32; Akt: 24.07.2014 07:32 Print

Neelix irrt nach Autounfall wieder durch die Schweiz

von Marco Lüssi - Monatelang irrte Mischling Neelix durch die Schweiz. Dann fand er im Aargau ein neues Zuhause – bis er mit seinem Frauchen einen Autounfall erlitt. Jetzt wird er erneut vermisst.

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Das Schicksal von Neelix bewegte die Schweiz: Eine österreichische Tierschutzorganisation hatte den Mischlingshund in Serbien von der Strasse geholt, doch im Dezember 2013 entwischte er im Elsass seiner Betreuerin. Monatelang fehlte von ihm jede Spur, bis er im April 2014 im Aargau gesichtet wurde. Im Mai gelang es Anja Werffeli, den Streuner anzulocken. Bei ihr in Schinznach AG fand er ein neues Zuhause – und bekam einen passenden neuen Namen: «Strolchi». Auf Facebook hat der Hund fast 900 Fans.

Letzte Woche ereilte den jungen Vierbeiner, der schon so vieles durchgemacht hat, ein neuer Schicksalsschlag. Anja Werffeli war am Mittwochabend mit dem Auto auf dem Rückweg vom Hundetraining, Strolchi sass in der Hundebox im Kofferraum.

Auf der Strasse zwischen Oberwil-Lieli und Zufikon AG passierte es: Der Toyota kam von der Fahrbahn ab und landete in einem Bach. «Die Sonne hatte mich geblendet, obwohl ich eine Sonnenbrille trug», sagt Werffeli.

Autofahrer sah den Hund davonrennen

Sie erlitt eine leichte Hirnerschütterung, Prellungen, Schürfungen und einen Handgelenkbruch. Was mit Strolchi passierte, bekam Werffeli nicht mehr mit: «Ich war nach dem Unfall kurz weggetreten.» Als sie wieder bei Bewusstsein war, war der Hund weg. Beim Unfall war die Heckscheibe geborsten, die Tür der Hundebox hatte sich geöffnet, Strolchi war aus dem Auto geschleudert worden. «Auch alles andere, was sich im Kofferaum befunden hatte, lag meterweit vom Auto entfernt», so Werffeli.

Ein Augenzeuge des Unfalls sah den Hund noch davonrennen. «Ich gehe daher davon aus, dass er nicht schwer oder gar nicht verletzt wurde, Blutspuren waren gar keine zu finden», so Werffeli. Seither irrt Strolchi nun wieder durch die Schweiz, eine Person will ihn in Würenlos AG beobachtet haben.

«Er muss den Unfallschock verarbeiten»

Trotz ihrer Verletzungen sucht Werffeli täglich nach ihrem Hund – bisher vergeblich. Dennoch ist sie zuversichtlich: «Tief in meinem Innern bin ich überzeugt, dass es wieder ein Happy End geben wird, wie schon beim letzten Mal.» Sie sei überzeugt, dass Strolchi noch lebe und zu ihr zurückkehren wolle. Derzeit brauche er wohl Ruhe und müsse den Unfallschock verarbeiten.

Passanten, die den Vierbeiner sehen, bittet sie, Distanz zu wahren und nicht zu versuchen, ihn einzufangen. «Sonst besteht die Gefahr, dass er sich noch mehr zurückzieht und sich seine Scheu verstärkt.»

Wer Strolchi gesehen hat, kann dies melden per Mail an markocher@me.com.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bernerin am 24.07.2014 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armes Tier

    Oh nein, armes Tier. Wünsche der Fahrerin schnelle gute Besserung und das sie Strolchi schnell wieder finden

  • Fubar am 24.07.2014 08:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinn und Zweck

    Genau solches sollte doch durch die Hunde-Box verhindert werden, dachte ich...

  • scherz am 24.07.2014 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich

    scherz oder.. ? wie geht hinten die box auf? hat doch ein sicherheitsriegel oder?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anna, Jonen am 08.08.2014 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Neelix

    Hallo zusammen! gibt es was neues von Strolchi? Wie ist es könnte der arme Hund evtl. im Wald mit seiner 5 m Leine hangen geblieben sein?! Ich wünsch für Euch das er bald wieder auftaucht! Da ich in der nähe wohne schaue ich immer ob ich was sehe!

  • e. Heinrich am 24.07.2014 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Geborener Nomade?

    Vielleicht ist es dem Hund ja auch einfach am wohlsten, wenn er hin und wieder herumwandern kann...

  • Katze am 24.07.2014 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierheim

    Ich habe auch keine Katze vom Tierheim bekommen, obwohl mir egal wahr wie alt sie ist oder eine Krankheit hatte . Kam trotzdem zu einer Katze die Niemand haben wollte, weil sie schon älter ist, und ihr immer das hintere Bein auskugelt (schmerzlos). Mein Fazit unseren Tierheimen geht es noch zu gut.

  • S.D am 24.07.2014 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    den tieren die freiheit!

    sonst holen sie sich diese!

  • fränzi ackermann am 24.07.2014 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    strolchi

    wünsche anja gute besserung und hoffe sehr, dass sie strolchi bald wieder in die arme schliessen kann. sie hat diesem armen tier soviel liebe und ein zuhause gegeben. ich finde das bewundernswert und würde mir wünschen es gäbe auf dieser welt viel mehr menschen mit soviel herz!