Autofahrer kämpft mit Gummibassin

19. Juni 2019 19:14; Akt: 20.06.2019 13:18 Print

«Nur ne Idee – Luft rauslassen»

von B. Zanni - Mit grösster Mühe versucht ein Mann im Tessin, ein Gummibassin in seinen Smart zu quetschen. User auf Social Media lachen sich kaputt.

Die komplizierte Transportmethode des Autofahrers bringt viele zum Lachen. (Video: Swissmeme)
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Ein Autofahrer trägt auf einem Parkplatz in Mendrisio TI einen Kampf der besonderen Art aus: Voller Tatendrang versucht er vergeblich ein aufgeblasenes Plastikschwimmbecken über das geöffnete Verdeck ins Auto zu packen. Der gute Mann muss dabei entweder die Grösse des Beckens unter- oder die Grösse seines Wagens überschätzt haben – kann sein geblümter Smart doch weder längen- noch breitenmässig mit dem Bassin mithalten.

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Als der Mann zur Einsicht kommt, dass diese Transportmethode ein Ding der Unmöglichkeit ist, macht er kurzen Prozess: Er stülpt das Becken über seinen Smart und tuckert davon. Doch weit kommt er damit nicht. Wie eine Szene zeigt, bekommt er es danach mit der Polizei zu tun.

«Probiere goht über studiere»

Zu sehen ist die Aktion in einem Video auf Social Media. Mit dem Bassin-Kampf des Mannes hat Zeki aka Swissmeme einen viralen Hit gelandet. Inzwischen wurde das Video mit dem Titel «Probiere goht über studiere» auf Facebook und Instagram über 100'000-mal angeklickt und auch fleissig kommentiert.

Viele User reagieren mit Emojis, die sich kaputtlachen. Belustigt schreibt jemand: «Nur ne Idee: Luft rauslassen. Dann könnte es passen.» Ein User empfiehlt ironisch, dass sich der Mann auch ein grösseres Auto hätte kaufen können. Gerne vergleicht das Publikum die Aktion aber auch mit eigenen Situationen. Dann lauten die Kommentare etwa: «Wennd zwei Stund vor de Prüefig no alles in Chopf wotsch bringe.» Oder: «Hahaha, mier am Greenfield, wemmer mit em Smart gange wäred, upsii.»

Doch keine sinnlose Aktion

Andere User haben aber auch Verständnis für die komplizierte Aktion des Mannes. Im Video ist im Hintergrund eine Tankstelle zu sehen. Für eine Userin steht deshalb fest: «Dä isches dänk ad Tankstell go ufblaase.»

Gedreht hat Zeki den viralen Volltreffer nicht selber. Urheber ist I. C.* aus Biasca. «Ein User hatte seine Clips auf Facebook gepostet. Weil ich es so lustig fand, bastelte ich daraus ein Video», sagt Zeki.

Ladungen sicher befestigen

Gemäss dem Strassenverkehrsgesetz ist die Ladung bei Fahrzeugen so anzubringen, dass sie niemanden gefährdet oder belästigt und nicht herunterfallen kann. Auch darf der Führer weder durch die Ladung noch auf andere Weise behindert werden.

Die Kantonspolizei Bern etwa schreibt auf ihrer Website unter dem Titel «Sichern der Ladung»: «Eine ungenügende Ladungssicherung gefährdet andere Verkehrsteilnehmer (nebst der Selbstgefährdung) und kann im schlimmsten Fall einen Verkehrsunfall verursachen.» Die daraus entstehenden Folgen für die Lenker wie eine Strafanzeige, Busse, Versicherungsansprüche der Geschädigten und eventuelle Administrativmassnahmen könnten gravierend sein.

Tipp zum Feiertag

Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamts für Strassen, gibt anlässlich des Fronleichnams vom 20. Juni noch einen Tipp ab: Autofahrer sollten sich vorgängig gut überlegen, wie sie ihre Ladung korrekt sicherten.

«An katholischen Feiertagen beobachtet man oft Autofahrer, die in Möbelhäusern eingekauft und zum Beispiel ein Regal nur behelfsmässig auf dem Dach befestigt haben», sagt Rohrbach. Dabei könne selbst ein leichter Gegenstand zu einem schweren Geschoss werden.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung rät bei Transporten, die im Kofferraum keinen Platz finden, zur Dachbox. In einem Video sehen Sie, was dabei zu beachten ist:

*Name der Redaktion bekannt

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nino am 19.06.2019 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Erlaubnis eingeholt?

    Hier wurde völlig gesetzeswidrig die Privatsphäre des Mannes mit einer Videoüberwachung gestört. Sitzt der Urheber des Videos schon in U-Haft?

    einklappen einklappen
  • K-Luga am 19.06.2019 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    Was denn?

    Wisst ihr, wie lange man braucht, so ein Ding aufzublasen? Da kann man doch nicht einfach so die Luft wieder ablassen ;-)

  • Herr Max Bünzli am 19.06.2019 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    der Mann scheint 2 Dimensional zu leben

Die neusten Leser-Kommentare

  • Immerhin am 20.06.2019 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Costa Brava zuhause im Garten

    Der Mann scheint ein eingefleischter Klimastreiker zu sein. Er wollte die Luft partout nicht unnötig mit noch mehr CO2 belasten... - Kleines Auto, Pool zuhause statt Sommerferien am Meer und bloss das CO2 nicht mehr rauslassen! Vorbildlich!

  • perry am 20.06.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    ohje

    Und ich dachte ich sei nicht der hellste ;)

  • Blasius am 20.06.2019 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Extra dafür zur Tankstelle gefahren

    Luft rauslassen geht nicht, denn der Mann ist extra zum Aufpumpen/-blasen zur Tankstelle gefahren, damit er es nicht von Hand tun muss - im Hintergrund sieht man, dass es eine Tankstelle ist.

  • Andi Schlatter am 20.06.2019 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Smart

    Das hat mit dem smart nichts zu tun. Nur die wenigsten wissen, dass ein smart nur rund 20 Liter weniger Kofferraumvolumen hat wie ein Golf.

  • Smart mit Dach-Pool, so cool! am 20.06.2019 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wenigstens ein Dach über dem Kopf

    Zum Glück ist mein Smart ein Cabrio! - dachte sich der Mann guten Mutes. Nur so ein Tipp an den Fahrer: Besser wäre es gewesen, den Pool auf dem Smart-Dach mit Wasser zu befüllen, damit er im Fahrtwind nicht gleich abhebt. :-) :-) :-)