15. April 2005 15:32; Akt: 15.04.2005 15:32 Print

Neue Kampagne gegen Alkohol am Steuer

Der Schweizerische Verkehrssicherheitsrat (VSR) startet am kommenden Montag die dritte Staffel der Kampagne «drink or drive» gegen Alkohol am Steuer.

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Ende Mai wird zudem eine für nachobligatorische Schulen konzipierte Wanderausstellung über Kiffen und Fahren auf Schweizer Tournee gehen, wie der VSR mitteilte.

Die neuen Sujets der Kampagne gegen Alkohol am Steuer thematisieren Repression, Strafe und Administrativmassnahmen, den Versicherungsregress und doppeln bei der Eigenverantwortlichkeit nach. Auf rund 230 grossformatigen Mahnwänden an Ausserortsstrecken und über 50.000 Plakaten erinnern sechs neue Sujets während des ganzen Jahres die Verkehrsteilnehmenden daran, sich bewusst zwischen «Trinken oder Fahren» zu entscheiden. «Drink or drive» heisst es auch auf acht Millionen Zuckerbeutelchen. Bei Grosskontrollen wird die Polizei zudem den korrekt Fahrenden einen «drink or drive»-Cockpit-Clean abgeben. Die Box mit Reinigungsschwamm enthält ausserdem einen kleinen Infoflyer zum Thema. Den Fahrschulen wird eine Videopräsentation über eine anlassfreie Atemalkohol-Kontrolle zur Verfügung gestellt.

Für Ende Mai ist eine Wanderausstellung zum Thema «Die Wahrheit über Kiffen und Fahren» geplant, die von Berufs- und Mittelschulen in der Deutsch- und Westschweiz gratis gebucht werden kann. Ziel ist es, das Umfeld der Cannabis-Konsumentinnen und -Konsumenten anzusprechen und diesem Kreis echte Argumente in der Diskussion übers «Kiffen und Fahren» zu erschliessen. Zwar gelte seit Anfang 2005 für Cannabis die Nulltoleranz, aber der gesellschaftliche Druck fehle noch weitgehend. Es gelte deshalb von Anfang an die Vorzeichen richtig zu stellen: Kiffen und Fahren sei kein Kavaliersdelikt, schreibt der VSR in seiner Mitteilung vom Freitag.

(ap)